Warenkorb - 0,00 €

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

 
Return to Previous Page

Timotheus Magazin Nr. 13 - 4/2013 - Gnade

Timotheus Magazin Nr. 13 - 4/2013 - Gnade

Artikel-Nr.: 177513

Timotheus Magazin Nr. 13 - 4/2013
Gnade - die unterschätzte Lehre von der Gnade Gottes


Magazin Din A4, 34 S., 08.10.2013

statt: 2,90 €

nur: 1,50 €

vergriffen oder nicht lieferbar

Details

Abonnieren Sie jetzt das Timotheus Magazin:

 


Informationen zu dieser Ausgabe

Diese Ausgabe enthält u.a. folgende Artikel zum Thema Gnade:

Editorial

Warum Calvinismus? (James M. Boice & Philip Ryken) – Warum die Lehren der Gnaden nicht egal sind!

Souveräne Gnade (Waldemar Dirksen) – Warum die Gnade Gottes nicht beliebig ist.

Martin Luther (Daniel Facius) – Die Rechtfertigungslehre des großen Reformators.

George Whitefield (Benedikt Peters) – Warum die Gnadenlehren und Evangelisation sich nicht ausschließen.

Gnade im Alten Testament (Andreas Münch) – Das Evangelium der Gnade im Alten Testament.

Wahre Reformation … beginnt bei mir! (Jochen Klautke) – Auftakt zur Josua-Rubrik über den jungen König Josia.

Buchvorstellungen

Zusatzinformation

Verlag Timotheus Magazin
Gewicht 0.1300
Ausrichtung reformatorisch

Artikelbewertungen

Artikelbewertung von Peter V.

Zusammenfassung:

Bewertung:
Rezension von RENÉ MALGO auf seinem Blog: http://aufdurchreise.com/2013/12/11/timotheus-und-die-unterschatzte-lehre-von-der-gnade-gottes/

Timotheus will ein bibeltreues Magazin für junge Christen sein. Ist es auch … «wenn es nicht so calvinistisch wäre», würden die Leute aus meinem Umfeld wahrscheinlich noch hinzufügen. Dies nur als üblicher Disclaimer für alle Freunde, die beim Wort «Erwählung», das in der aktuellen Timotheus-Ausgabe auch zur Genüge erwähnt wird, schon die nächste Barrikade zum Ersteigen suchen.

Die «Lehren der Gnade» nehmen im calvinistischen/reformatorischen Gedankengut natürlich eine sehr prominente Stellung ein und werden von Aussenstehenden wiederum eng mit der «gefährlichen» (O-Ton) Erwählungslehre in Verbindung gebracht. Mal sehen, was uns Timotheus Nr. 13 (Herbst 2013) zum Thema Gnade bietet.

Grundsätzlich gefällt mir die aufgeräumte Optik des Magazins. Frisch ist’s. Besonders die Werbung am Ende der Zeitschrift. Sie ist nicht aufdringlich, sondern wirkt wie ein Bestandteil der Zeitschrift. Das mag ich. Trotzdem maule ich jetzt – weil’s ja nichts Schöneres als Nörgeln gibt, angeblich … nun gut, das Folgende ist nicht ernsthaft ein Kritikpunkt, aber trotzdem, nichts für ungut: das an sich qualitativ hochwertige Titelbild ist mir zu «hipsterig». Vielleicht sagt das Bild aber auch: Gottes Gnade reicht auch für Hipster. Dann finde ich’s schön subversiv und wiederum ganz hervorragend. Der junge Mann auf dem Titelbild schaut sympathisch aus, nur irgendetwas in meinem vorurteilsbeladenen Herzen schreit sofort «Emerging Church», wenn er das Bild sieht … (ich verweise hiermit auf das satirische Büchlein Kinda Christianity über Hipster-Emergents, das vielleicht zu meinen Vorurteilen beigetragen hat – aber es ist ziemlich komisch).

Ich hatte einmal in einem Beitrag, der ob meines (mich regelmässig befallenden) Lösch-, Überarbeitungs- und Rebootswahns leider verschwunden ist, geschrieben, das Timotheus-Magazin sei ausdrücklich calvinistisch. Einer der Timotheus-Verantwortlichen fand dies unglücklich formuliert, da «Calvinismus» in evangelikalen Kreisen doch ein aneckendes Schlagwort und manchmal gar ein Synonym für alles Böse im protestantischen Christentum ist. Der erste Beitrag der Timotheus-Ausgabe Numero 13 steht aber unter folgender Überschrift: «Warum Calvinismus?» und erklärt brav die fünf Punkte des calvinistischen Tulpenbekenntnisses. (TULIP: Total depravity/radikale Verdorbenheit, Unconditional election/bedingungslose Erwählung, Limited atonement/persönliche Sühne, Irresistible grace/wirksame Gnade, Perseverance of the Saints/bewahrende Gnade.) Ich denke, jetzt darf ich Timotheus offiziell «ausdrücklich calvinistisch» nennen. (Ob’s der echte Timotheus auch war, möchte ich hiermit dahingestellt lassen.)

Der erste Artikel ist interessant, wird aber bei keinem Glücksgefühle auslösen, der nicht sowieso schon dem Calvinismus gegenüber aufgeschlossen ist. Sicher werden Nicht-Calvinisten ganz vehement der These widersprechen, Evangelikalismus gehe nicht ohne Calvinismus. Im nächsten Artikel «Souveräne Gnade» werden vier der fünf Punkte des Calvinismus näher erläutert. Weiterhin nichts Neues, was keineswegs ein Mängelmerkmal sein muss, aber ein Calvinismus-Gegner würde jetzt wahrscheinlich leicht überhitzt die Zeitschrift mit dem freundlichen Hipster auf dem Cover in eine Ecke pfeffern. Interessanterweise findet der Punkt «Persönliche Sühne» (also begrenzende Sühnung) keine Erwähnung. Es ist denn meines bescheidenen Erachtens von den fünf Punkten auch der, den man biblisch am wenigsten bis gar nicht belegen kann.

Nun kommt ein Artikel, den ich an den Anfang gesetzt hätte, um nicht gleich alle Calvinisten-Antipathisanten zu verjagen. Daniel Facius beschreibt, wie Martin Luther die Gnade entdeckte. Hervorragend. Es geht weiter mit der Gnadenlehre in einem Auszug aus dem Buch George Whitefield – Der Erwecker Englands und Amerikas von Benedikt Peters. Peters zeigt, «dass sich Evangelisation und Erwählungslehre nicht widersprechen».

Andreas Münch schreibt im nächsten Artikel über Gottes Gnade im Alten Testament und hebt das 5. Buch Mose hervor, das «als das wichtigste Buch im Alten Testament angesehen werden» kann. Dem stimme ich zu; vor allem weil schon dieses Buch die Sicherheit der Erwählung Israels und seiner Zukunft betont (s. hier und hier). (Interessant in diesem Zusammenhang, dass viele Calvinisten die bedingungslose Erwählung Israels verneinen, während viele Calvinismus-Gegner Mühe mit der bedingungslosen Erwählung der Gemeinde haben … So viel dazu und als kleiner «Seitenhieb» meinerseits.)

Es ist sehr sympathisch, wie Münch eine Lanze für 5.Mose bricht, und er hat absolut Recht. Wenn ich die Christen dazu zwingen könnte, einen Artikel aus Timotheus 13 zu lesen, dann wäre es dieser. Am Ende zeigt Andreas Münch selbst (vielleicht unbewusst), welche herrliche Zukunft Israel noch hat. Ich vermute bzw. unterstelle jedoch – aufgrund der Art und Weise, wie er formuliert –, dass er in der Gemeinde eher eine Fortsetzung des alttestamentlichen Bundesvolkes Israel sieht und darum die Verheissungen als auf die Gemeinde aus Juden und Heiden übergegangen betrachtet. Ich sehe die Heiden der Gemeinde als hinzugekommene Miterben (aber nicht als alleinige neue Erben) an der Verheissung und glaube, dass die Verheissung immer noch dem ethnischen Volk Israel gehört und Gott am Ende dieses Zeitalters, wenn Jesus Christus wiederkommt, tatsächlich die Herzen der Juden beschneiden und in ihrem Land über diese Welt politisch und geistlich regieren wird.

Timotheus endet mit einer neuen Rubrik namens «Josia», spricht den jugendlichen Leser direkt an und erklärt, was Reformation auf uns persönlich angewandt bedeutet.

Alles in allem kann ich das Timotheus-Magazin weiterhin empfehlen, warne aber jeden, der lieber einen weiten Bogen um Calvinisten machen möchte, dass diese Zeitschrift diesbezüglich nicht zu seiner Glückseligkeit beitragen wird. Da ich den Calvinismus nicht für gefährlich halte, habe ich kein Problem mit der Ausrichtung des Magazins. Ich halte es weiterhin für gewinnbringend. Unter dem Thema Gnade hätte ich mir etwas mehr/ausführlichere direkte Bezugnahmen auf den Römer- und/oder Epheserbrief vorgestellt, vielleicht Auslegungen dazu, etc. – aber das ist sehr subjektiv und daraus kann und will ich den Timotheus-Verantwortlichen keinen Strick drehen.

PS: Sicherheitshalber warne ich aber schon einmal vor (weil es zwischen den Zeilen betrachtet dazu kommen könnte): Sollte Timotheus jemals das Thema Israel ansprechen und für die Gemeinde als das neue Israel bzw. die Fortsetzung Israels argumentieren, dann werde ich doch auch mal auf die Barrikädchen gehen. Ja, ich glaube, dass eine gewisse Kontinuität zwischen Israel im Alten Testament und der Gemeinde des Neuen Testaments besteht. Ich glaube auch, dass wir Miterben an allen Verheissungen sind (inkl. Königreichsverheissungen für die Erde). Aber ich glaube, wir überspannen den Bogen, wenn wir aufgrund dessen schlussfolgern, wir hiessen nun auch Israel. Wir sind die Beschneidung (Gottes Volk), Abrahams geistlicher Same, Auserwählte, Priester und ein königliches Geschlecht, aber wir tragen nicht den Namen Israel. Warum? Weil Gott Israel nicht verworfen hat (Röm 11) … So, jetzt muss ich aber Ruhe geben, es geht hier ja um das Timotheus-Magazin Herbst 2013 und nicht um die Ersatztheologie.
(Veröffentlicht am 12.12.2013)
Artikelbewertung von Peter V.

Zusammenfassung:

Bewertung:
Rezension von SIMON ARNOLD auf seinem Blog: http://unwisesheep.org/2013/10/30/timotheus-13-gnade-die-unterschatzte-lehre-von-der-gnade-gottes

Es mag vielleicht manchen Lesern des Timotheus-Magazins so ergangen sein, dass sie sich noch nicht im Detail mit dem theologischen Hintergrund der Macher des Timotheus-Magazins auseinander gesetzt haben. Daher mögen manche Artikel in der neuen Ausgabe des Timotheus-Magazins Irritiationen hervorrufen, denn die 13. Ausgabe befasst sich mit einer Thematik, die in “bibeltreuen” Kreisen durchaus umstritten ist.

Es geht um die Gnade Gottes. Dabei geht es nicht um die Frage: “Brauchen wir Gnade?” Denn selbst jemand mit römisch-katholischen Glaubensauffassungen wird sagen: “Ja, Gnade ist absolut notwendig!”. Die Frage ist vielmehr: Ist Gottes Gnade ausreichend oder benötigt es noch menschliches zutun bei der Erlösung eines Menschen, in welcher Form auch immer?

Die Frage ist deswegen so hochbrisant, weil sie mit dem “C-Wort” einhergeht, das in manchen Kreisen fast schon ein Schimpfwort ist. Die Herausgeber des Timotheus-Magazins haben durchaus keinen Hehl daraus gemacht, dass sie “reformiert” eingestellt sind, haben aber weniger betont, dass das auch bedeutet, man könne sie auch “Calvinisten” nennen. Manchem Leser mag dies bislang noch nicht aufgefallen sein, und so stolpert er durch die Anführung des Heftinhalts und liest:

+ Warum Calvinismus? (J.M. Boice)
+ Souveräne Gnade (Waldemar Dirksen)
+ Martin Luther (Daniel Facius)
+ George Whitefield (Benedikt Peters)
+ Gnade im Alten Testament? (Andreas Münch)
+ Wahre Reformation … (Jochen Klautke)

In manchen Kreisen kommt man mit der Aussage “Ich bin Calvinist” durchaus nicht weit. Man hört dann, was Calvinisten für schreckliche Dinge über Gott glauben würden, und z.B. auch, dass, wäre es wahr, was ein Calvinist über den menschlichen Willen glaubt, “wir Menschen ja nur Roboter wären”. Ich selbst hätte früher durchaus eine ähnliche Abwehrreaktion gezeigt. Diese Reaktion hatte als Grundlage aber mehr meine Unwissenheit als tatsächliche Argumente.

Für mich persönlich war vieles, was im Magazin beschrieben wurde, durchaus bekannt; gefallen haben mir aber durchaus die beiden Artikel namens “Martin Luther” und “Gnade im Alten Testament”, weil ich sie sehr zum Lesen anregend fand. Wer sich mit der Thematik rund um die “Lehren der Gnade” bisher kaum beschäftigt hat, für den mag diese Ausgabe vielleicht schwerer verdaulich sein als die vorigen Ausgaben. Lesenswert ist sie allemal. Für alle, die tiefer in die Thematik einsteigen wollen, finden sich weiter unten verschiedene Links zu Büchern und Predigten, die dabei hilfreich sein können.

Zuvor noch eine Nebenbemerkung zur Gestaltung: Diese ist bei dieser Ausgabe etwas unkonventionell. Ich meine dies auch nicht böse, aber mir stellt sich die Frage, wie denn das Thema und das Titelmotiv zusammenhängen. Das mag sich mir nicht recht erschließen. ;-)

Ich habe mich übrigens durchaus gefreut, dass es nun jede Ausgabe einen Gastartikel vom Josia-Team gibt; in dieser Ausgabe ist es ein Artikel, in dem es darum geht, dass wahre Reformation immer bei uns selbst beginnen muss. Erst muss man vor seiner eigenen Haustüre kehren, bevor man sich daran macht, andere zu unterweisen.
(Veröffentlicht am 12.12.2013)

Schreiben Sie Ihre eigene Artikelbewertung

Nur registrierte Kunden können Bewertungen abgeben. Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich

Unsere Empfehlungen