1. Proteus Fitness Jackshirt
    Die täglichen Glaubenskämpfe bestehen Von: Henrik
    Datum: 07.04.2021
    In einem Kampf stehen sich zumeist rivalisierende Kontrahenten gegenüber. Ziel der Auseinandersetzung ist, den Gegner zu besiegen. Christen ist das Kämpfen nicht unbekannt. Doch bei ihnen gilt es den geistlichen Kampf tagtäglich neu zu bestreiten. Der Puritaner, Thomas Boston, blickt in „Der gute Kampf des Glaubend“ auf die unterschiedlichen Facetten der Glaubenskämpfe. Der Autor, Thomas Boston, ist außerhalb der englischsprachigen Welt eher weniger bekannt. Doch mittlerweile werden seine Schriften auch im deutschsprachigen Raum publiziert. Boston gilt als ein Verfechter der puritanischen Theologie und legt besonders Wert auf Frömmigkeit. Dabei ringt er in seinen Ausführungen um die reine biblische Lehre. J. I. Packer meint, dass seine Werke einer theologischen Zusammenfassung des Puritanismus gleichen. „Wer die puritanische Theologie verstehen will, muss somit Boston lesen“. Auch das vorliegende Buch bringt Bostons Glaubensüberzeugungen zum Ausdruck. Dabei geht der Inhalt auf Predigten zurück, die im Jahr 123 in seiner Pfarrkirche zu Ettrick (Kleinstadt südlich von Edinburgh) gehalten wurden. Dabei geht er von 1. Timotheus 6,12 auf und versteht diese so, „dass es vielmehr um den Gnadenerweis des Glaubens geht, durch den dieser Kampf geführt werden soll“. Somit geht es ihm weniger um eine „fromme Taktik“, sondern mehr um den Kampf, „der auf dem Weg des Glaubens geführt werden soll“. Daher formuliert er seine Lehre wie folgt: „Das Leben als Christ ist der gute Kampf des Glaubens, der von allen geführt werden muss, die in den Himmel kommen möchten“. Im Ausführen dieser Lehre zeigt er dem Leser auf, in welcher Hinsicht das Leben als Christ der Kampf des Glaubens ist. „Diesen Kampf gibt es nur dort, wo der Glaube und seine Gegner zusammentreffen, und das ist im Herzen und im Leben eines Christen“. Anschließend betont der das Gute im Kampf. „Es ist die Sache Gottes, die Sache Christi, die Sache ewigen Heils für Sünder, die nur eine gute Sache sein kann, und sie muss gegen jeden Widerstand erhalten werden“. Anschließend zeigt der Verfasser auf, warum das Leben als Christ, das der heiligen Vorsehung zur Verfügung gestellt wird, ein Kampf ist. „Das ist so, weil die Glieder bei ihrem Gang ruh die Welt ihrem Haupt gleichgemacht werden sollen“. Daraufhin erläutert Boston, warum der Christ ein Kampf des Glaubens führt. „Der Grund dafür ist, weil auf diese Weise alle Ehre für die erlangten Siege der freien Gnade zufällt und nicht dem Sünder selbst“. In dem umfassendsten Teil blickt der Autor nun auf einige spezielle Glaubenskämpfe, die der Christ auf seinem Weg zum Himmel haben kann. Die Ausführungen Bostons sind geprägt von seiner reformatorischen Überzeugung. Immer wieder betont er, dass Christen ihr Heil der souveränen Gnade Gottes verdanken. Ebenso zieht er zahlreiche Bibelstellen zu Rate, um seine Argumentation zu belegen. Ab und an fragt man sich jedoch, was genau diese Stelle jetzt unterstreichen soll und hier und da aus ihrem Kontext herausgerissen wirkt. Gerade der ausführlichste Teil ist jedoch eine wahre Fundgrube an göttlichen Verheißungen. „Der Glaube vertraut Gott für die Sicherheit auf dem Weg, entsprechend seiner Verheißungen“. In den Ausführungen wird der Leser nicht nur einen Bibellehrer, sondern auch einen Hirten entdecken, der sich nicht scheut, auch „heikle“ Themen anzusprechen. So ist z. B. niemand vor den „Versuchungen der schlimmsten Sünden“ gefeit. Die Lektüre wird jedem Christen ans Herz gelegt, der sich mit den Kämpfen des Glaubens näher auseinandersetzen möchte und dabei biblische Wegweisung sucht. Bostons sehr strukturierte Darlegung der Sachverhalte kommt dem Leser zugute, denn er kann den Gedankengängen und Argumentationsmustern leicht folgen, wenn auch hier und da die Sprache nicht die aktuellste ist, obwohl der Text behutsam an das heutige Deutsch angepasst wurde. Der gute Kampf des Glaubens zeigt die Schlachten auf, die Christen tagtäglich bestreiten müssen. Boston ist sich dabei der Tatsache bewusst, dass dies kein leichtes Unterfangen ist, mahnt aber ebenso vor Trägheit im Glauben. Die hohe puritanische Ethik schlägt dem Leser auf den Seiten entgegen und wird ihn hier und da zur Selbstreflexion und zum Hinterfragen des eigenen Kampfverhaltens bringen. Mehr auf lesendglauben.de
  2. Proteus Fitness Jackshirt
    Empathie wecken und das Evangelium hören Von: Henrik
    Datum: 06.04.2021
    Die Aussage: „Ich bin schwul.“ ist zu einer medialen Kampfansage geworden. Doch leider übersieht man in der Diskussion den Menschen, der dahintersteckt. Statt Lobbyismus und Genderfrömmigkeit, gilt es Nächstenliebe und Aufklärung zu betreiben. Christopher Yuan, Autor und Bibellehrer, zeigt in „Heilige Sexualität“ auf wie Lust, Sex und Beziehungen im Licht des Evangeliums zu gestalten sind. Der promovierte Theologe ist selbst homosexuell. Seit über zehn Jahren unterrichtet er am Moody Bible Institute. Nachdem er 2005 erfolgreich das Moody Bibel Institute absolviert hatte, folgt 2007 ein Master of Arts in biblischer Exegese an der Wheaton College Graduate School. 2014 promovierte er am Bethel Seminary. Seit mehreren Jahren bereisen er und seine Eltern verschiedene Kontinente und klären über Glauben und Sexualität auf. Richtungsweisend wurde seine Autobiographie „Christopher. Ein Sohn auf dem Weg zum Abgrund. Eine Mutter, die betet“. Das vorliegende Buch fordert alle Christen heraus. Yuan spricht über das Thema Homosexualität als Betroffener. Seine Hauptthese lautet dabei: Unsere Sexualität ist nicht der Kern, der den Einzelnen ausmacht. Vielmehr ist „Heilige Sexualität für jeden wichtig“. Und so lädt er seinen Leser ein, sich mit ihm auf eine Reise zu begeben, die die „Theologie der Sexualität“ erkunden möchte. In den einzelnen Kapiteln erfährt der Leser vieles über die Verschiebung der Moral und Werte. „Seit dem Anbruch der Moderne befindet sich das Evangelium auf Kollisionskurs mit dem Götzen der sexuellen Freiheit“. Dankbarerweise gelingt es Yuan, dem Leser im Dschungel der Begrifflichkeiten – gestützt auf Gottes Wort – Orientierung zu bieten. Dabei verfolgt er das Anliegen: „Dieses Buch möchte sowohl das Thema Sexualität theologisch reflektieren, als auch praktische Hilfen geben, wie man homosexuelle Angehörige und Freunde auf Christus hinweisen kann“. Und so trifft die Tatsache zu, dass „blutarme theoretische Theologie Teilnahmslosigkeit verursacht, doch gute Theologie lässt Taten folgen“. Beim Lesen wird nämlich deutlich: Homosexualität ist nicht die Sünde, die vom Reich Gottes ausschließt, denn das kann – laut Bibel – nur die Sünde wider den Heiligen Geist. Vielmehr haben sexuelle Sünden – egal ob homo- oder heterosexueller Natur – ihren Ursprung in der Erbsünde. „Unsere Sexualität definiert nicht länger, wer wir sind, sondern wie wir sind“. Es ist heilsam sich bewusst zu machen, dass Gottes Wort nicht wahllos jede Spielart heterosexueller Beziehungen segnet. „Wer sich die säkulare, von Menschen erdachte Kategorie von Heterosexualität zu eigen macht, um zu beschreiben, wie Christen leben sollen, verfehlt Gottes vollkommene Maßstäbe für sexuelle Handlungen“. Deshalb betont Yuan die Heiligkeit der Sexualität. „Der Begriff soll den komplexen und verwirrenden Diskurs zum Thema Sexualität vereinfachen und entwirren. Heilige Sexualität ist Gottes Standard für jedermann: Keuschheit für Alleinstehende und Treue in der Ehe“. Es darf nicht unerwähnt bleiben, dass der Verfasser auf das biblische Schöpfungsmodell als Maßstab referiert. Eine Ehe definiert er daher als nur zwischen einem Mann und einer Frau. Ebenso sieht er als Alternative zur biblischen Ehe nur die Keuschheit als Single (egal ob hetero- oder homosexuell). Das Buch sollte jeder Christ lesen. Einerseits, weil hier jemand spricht, der selbst vieles erlebt hat und nicht nur „Bibeltheorie“ zum Besten gibt. Andererseits, um aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen (v. a. in konservativen Kreisen). Jeder Mensch definiert sich schlussendlich durch die Identität in Christus und nicht aufgrund seiner sexuellen Orientierung. „Es beginnt mit der Erkenntnis, dass wir alle im Bild Gottes geschaffen wurden und dass erlöste Heilige immer noch gerettete Sünder sind, die durch Gottes Gnade heilig gemacht wurden“. Die Stärke der Ausführungen von Heilige Sexualität liegt darin, dass der Autor Gottes Maßstab – der für alle Menschen gilt – in die Mitte seiner Erläuterungen stellt. Somit führt er nicht nur die gängigen Stellen zum Thema an und verteidigt diese. Vielmehr führt er neben den theologischen Aspekten auch anthropologische Gründe an, die aufzeigen, dass der Mensch mehr ist als er fühlt. Schlussendlich kämpft jeder Christ tagtäglich gegen die in ihm wohnende Sünde an. Dieser Blick schenkt neue Möglichkeiten, um mit Menschen in den Dialog zu treten, die gleichgeschlechtliche Anziehungskraft empfinden. Mehr auf lesendglauben.de
  3. Proteus Fitness Jackshirt
    Jeder braucht das Evangelium unabhängig von seiner sexuellen Orientierung Von: Henrik
    Datum: 02.04.2021
    Eines der brisantesten Themen unserer Zeit ist die Frage, wie man zur Homosexualität und anderen Themen der gleichgeschlechtlichen Liebe steht. Das Lager in der Christenheit spaltet sich an solchen Themen. Neben Befürwortern gibt es auch Kritiker. Am besten ist, man fragt jemand, der selbst so empfindet. Sam Allberry hat mit „Ist Gott homophob“ eine klare Hilfe für all jene geschrieben, die betroffen sind, begleiten oder sich informieren möchten. Sam Allberry ist Pastor, Apologet, Autor und Redner. Er ist Autor einer Reihe von Büchern, darunter „Was Gott über unsere Körper zu sagen hat“, „Warum kümmert es Gott, mit wem ich schlafe?“ und „7 Mythen über das Singlesein“. Zudem sagt er über sich selbst: „Dabei ist mir als jemandem, der mit Homosexualität lebt, biblisches Christsein zu einer wunderbaren Quelle von Freude und trist geworden“. Das vorliegende Buch ist ein MUST-READ für jeden Christen, denn Allberry gelingt es ein Thema in kompakter, ansprechender und authentischer sowie biblischer Klarheit anzusprechen, dass schnell Emotionen aufkommen lässt. Ein wichtiger Wegweiser für das Gespräch mit homosexuell empfindenden Menschen formuliert er wie folgt: „Die Art meiner sexuellen Gefühle ist nicht ausschlaggebend für meine Identität. […] Ich bin weit mehr als meine Sexualität“. Diese Wahrheit hilft, die Menschen hinter den Lobbyisten zu sehen, die mit ihrer Andersartigkeit ringen. „Aber je mehr ich in der Bibel lese, desto überzeugter bin ich, dass das, was sie über Sexualität sagt, erst wirklich verständlich wird, wenn man sich anschaut, was sie allgemein über die Geschlechter und Ehe sagt“. Und so blicken die ersten zwei Kapitel auf das biblische Schöpfungsmodell. Der Zweck von Geschlechtlichkeit ist, die Einheit zwischen Mann und Frau zum Ausdruck zu bringen und zu vertiefen. Schlussendlich basiert die Ehe auf der Existenz der Geschlechter. Erst der Unterschied der Geschlechter ermöglicht die Tiefe Einheit zwischen Mann und Frau. Und so spiegeln wir Menschen in der ehelichen Einheit wider, die ein Abbild auf Christus und die Gemeinde sind. „Zwei Männer oder zwei Frauen können nicht die Verbindung von Christus mit seiner Gemeinde widerspiegeln“. Darauf aufbauend blickt der Verfasser auf das, was die Bibel zum Thema Homosexualität zu sagen hat. Es sind lediglich ein paar wenige Stellen, die zum Thema Stellung nehmen. Somit zeigt sich schon, dass das Thema in Gottes Wort weitaus weniger Bedeutung hat, als es in der aktuellen politischen Agenda einnimmt. Dabei gelingt es Allberry aufzuzeigen, dass es nicht die homoerotischen Gefühle sind, die den Empfindenden vom Reich Gottes ausschließen, sondern die praktizierte Homosexualität, denn Gott nimmt sexuelle Sünde sehr ernst. „Überall wo die Bibel homosexuelles Verhalten anspricht, verurteilt sie es“. An Kapitel drei blickt er nun auf Christen und Homosexualität, bevor er die Gemeinde und schlussendlich den Zeitgeist in den Fokus nimmt. Dem Leser wird dabei neu wichtig, dass „homosexuelle Gefühle nicht von der Gegenwart Gottes ausschließen“. Vielmehr brauchen sowohl homo- als auch heterosexuelle das Evangelium der Gnade. Keiner ist besser als der andere. Diese Perspektive nimmt viel Luft aus der Diskussion und hilft beiden Seiten, den Blick aufs Kreuz zu richten. Allein dafür ist das Buch schon lesenswert. Und hier kommt nun auch die Gemeinde ins Spiel. „Die Kirche auf Erden ist Gottes sichtbares Werkzeug, um der geistlichen Welt zu zeigen, wie er ist“. Der Autor wirbt um den Dialog miteinander, das aktive Zuhören, dem liebevollen begegnen macht aber auch klar; „Ein geistlicher Leiter, der verkündet, dass manche Formen von Homosexualität in Ordnung seien, schickt die Menschen letztlich in ihr Verderben“. Allberry schreibt für Christen. Egal, ob sie Leiter einer Gemeinde, Pastoren oder einfach nur Gemeindeglieder sind. Als Mann, der gleichgeschlechtliche Anziehung empfindet, ist seine Stimme eine Wohltat in der Diskussion. Nicht umsonst schreibt Ulrich Parzany im Vorwort: „Sein Buch ist eine große Hilfe“. Ist Gott homophob? ist ein längst überfälliger Beitrag in einer Diskussion, die aus dem Ruder gelaufen ist und die Christenheit in sich zerrissen hat. Jeder Christ sollte das Buch lesen, damit er die beiden Seiten des Evangeliums erkennt. Einerseits ist da die Betonung, dass jeder Christus braucht und das unabhängig von seiner sexuellen Orientierung. Andererseits zeigt der Autor auf einfühlsame, gewinnende und hoffnungsvolle Art auf, wohin das Verharren in der praktizierten Sünde führt: Ausschluss aus dem Reich Gottes für alle Ewigkeit. „Die Botschaft des Evangeliums hat einige scharfe Kanten, die viele schwierig finden“. Nichtsdestotrotz ist Sam Allberrys Buch von Mitmenschlichkeit, Mitgefühl und Offenheit gekennzeichnet und beantwortet zahlreiche brennende Fragen zu diesem Themenkomplex. Mehr auf lesendglauben.de
  4. Proteus Fitness Jackshirt
    Orientierung in wirren Zeiten Von: Henrik
    Datum: 28.03.2021
    „Jede Generation soll Gottes Werk der nächsten Generation zum Lobpreis nahebringen und seine mächtigen Taten verkündigen“, schreibt M. A. Macleod im Vorwort zu „Biblische Wahrheiten entdecken“. Zusammen mit Catherine Hyde hat er sich die Aufgabe gesetzt, mit dem Kleinen Westminster Katechismus die Heilige Schrift zu erkunden. Für den Leser dürfte von Interesse dürfte sein, dass „der Kleine Westminster Katechismus eine der meistgenutzten und beliebtesten Methoden zur Vermittlung biblischer Wahrheiten“ ist. Doch was genau ist ein Katechismus? Nun, ein Katechismus fast biblische Wahrheiten in einer Handvoll sorgfältig formulierter Worte kurz zusammen und behandelt somit umfassend die wichtigsten Wahrheiten, sowohl für den Glauben als auch für die praktische Umsetzung im Glaubensleben des Einzelnen. Das Prinzip ist recht simpel: „Ein Katechismus fasst die Lehren der Bibel in Fragen und Antworten zusammen“. Der Kleine Westminster Katechismus (KWK) besteht dabei aus 107 Fragen, die in drei Hauptteile unterteilt sind. Die ersten drei Fragen leiten ein. Danach wird sich in den Fragen 4 bis 38 damit beschäftigt, was Christen glauben sollen, bevor es ab Frage 39 bis 107 darum geht, was ein Gläubiger tun soll. Der KWK enthält nur die wesentlichsten Lehren, die man zunächst begreifen muss. „Er hilft uns, die biblische Wahrheit im Gedächtnis zu behalten“. Und so gibt der KWK durch seine „klare und präzise Wortwahl eine vorformulierte Darlegung dessen wieder, was die Bibel lehrt“. Der Aufbau des Buches ist einheitlich. Nach einer kurzen Hinführung zur Frage des Katechismus folgt diese. Lobenswert ist, dass eine optische Hervorhebung vom Verlag genutzt wurde, damit das Auswendiglernen leichter gelingt. Danach werden Aspekte der Antwort kurz, knapp und kompakt erläutert. „Wir verkaufen uns allzu oft unter Wert, indem wir den Wert einer guten Theologie unterschätzen – sowohl für unser Leben der Hingabe als auch für unsere Tauglichkeit als Salz und Licht in unseren Communities“. Hilfreich ist zudem, dass am Ende der Frage mit „Etwas zum Nachdenken …“ der Übertrag des Dargestellten in den Alltag des Menschen des 21. Jahrhunderts ermöglicht wird. Es sei erwähnt, dass der Katechismus gemäß reformatorischem Verständnis verfasst wurde, weshalb er zwei Sakramente benennt: Taufe und Abendmahl. In Frage 92 ist nachzulesen: „Ein Sakrament ist eine von Christus eingesetzte heilige Handlung in der durch verständliche Zeichen Christus und die Wohltaten des neuen Bundes dargestellt, besiegelt und auf die Gläubigen angewandt werden“. Aus Sicht des Rezensenten ist es biblisch fragwürdig, ob „die Sakramente nur von ordinierten Amtsträgern in der Kirche Christi rechtmäßig ausgeteilt werden können“. Die Anordnungen des Neuen Testamentes scheinen hier eine andere Schwerpunktsetzung zu betonen (s. Apg. 2,42f oder 1. Kor. 11,23ff), als es der KWK vorschreibt. Der Katechismus eignet sich einerseits für das persönliche Studium biblischer Wahrheiten, ist aber vorrangig zur Vermittlung von Kernwahrheiten für Jüngere konzipiert. „Wenn wir es nämlich versäumen, unsere Kinder zu erziehen, können wir sicher sein, dass die Welt nicht zögern wird, es zu tun“! Daher empfiehlt sich der Katechismus zum Nutzen in der Familie. Die kreative Vermittlung der Kernwahrheiten steht dem Anwender frei, doch sind es die inhaltsreichen Erläuterungen, die einen guten Rahmen zur Belehrung bieten. Des Weiteren kann man aber auch davon sprechen, dass die hier vorgestellten Kernlehren der Bibel für jede Altersgruppe wichtig und bedeutsam sind. „Wahre Freiheit besteht darin, zu glauben und in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes zu leben“. Biblische Wahrheiten entdecken ist in Zeiten, in denen die geistliche Verwirrung große Wellen schlägt, ein geradliniger Wegweiser zurück zur biblischen Wahrheit. Kennt man die historischen Hintergründe mancher Amts- und Kirchentwicklung kann über z. B. das Sakramentsverständnis hinweggesehen werden, da dies nicht zu einer heilsnotwendigen Lehre gehört. Vielmehr wird der Leser über Gott, die Schöpfung und die Vorsehung, darüber wie der Mensch in Sünde gefallen ist, und über Gottes Weg, Sünder zu retten anhand von Gottes Wort belehrt. Dabei bleibt der Kleine Westminster Katechismus aber nicht nur bei der Theorie stehen, sondern er erklärt auch, was Gottlose tun müssen, um gerettet zu werden, und legt Gottes Anforderungen dem Christen dar, damit dieser ein Leben führen kann, das Gott ehrt. Mehr auf lesendglauben.de
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    Humorvolles, Lehrreiches und Praktisches Von: Henrik
    Datum: 27.03.2021
    Jeder Prediger hat Vorbilder, nach denen er sich richtet. Über die Denominationen hinweg ist Charles Haddon Spurgeon, der Fürst der Prediger, ein solches Vorbild. Der Predigtexperte Arndt Schnepper blickt in „Spurgeon neu entdeckt“ auf 111x markante Sätze Spurgeons, die die Predigt im 21. Jahrhundert neu beleben kann. Arndt Schnepper ist Leiter des Praxisinstituts Evangelisation in Witten und unterrichtet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Braunschweig. Als promovierter Theologe hat er bereits mehrere Bücher im Bereich der Praktischen Theologie veröffentlicht. Sehr zu empfehlen sind daher die Bücher „frei predigen“ und „Predigt braucht Gefühl“ vom Autor. Im vorliegenden Buch greift der Verfasser 111x markante Zitate Spurgeons auf und kommentiert diese. Obwohl Spurgeon im 19. Jahrhundert lebte, hat seine Klarheit in der Verkündigung sowie seine Sprachgewalt nichts an Bedeutung verloren. „Mit Blick auf seine gedankliche Frische und seine stilistische Klasse in puncto Predigt fallen einem nur wenig Ebenbürtige ein.“ Die 111 vorgestellten Predigttipps werden von Schnepper vorgestellt und kurz kommentiert. Die Begrenzung hat ihr Gutes. Der Leser erhält so einen raschen Zugang zu den Kernaspekten, die den Fürst der Prediger auszeichneten. Nach der Lektüre wird der Leser verstehen, weshalb das Metropolitan Tabernacle mit seinen fünftausend Sitz- und tausend Stehplätzen zu einem Magnet derer wurde, die Sehnsucht nach Gottes Wort hatten. Spurgeon war ein Werkzeug in Gottes Hand, um das Evangelium der Gnade in Klarheit und Wahrheit zu verkünden. Von seinem Feuer der Leidenschaft für Gott, können Prediger heutzutage ebenso angezündet werden. Lesenswert ist zudem das letzte Kapitel, da Schnepper hier neue Aspekte der Spurgeon-Forschung zusammenfasst und so bspw. die differenzierte Betrachtung Spurgeons in Deutschland vor dem Ersten Weltkrieg beschreibt. Die Lektüre kann jedem empfohlen werden, der aktiv im Dienst der Verkündigung stehet. Dabei spielt es keine Rolle, ob man vor einer Jugendgruppe oder der Ortsgemeinde seinen Dienst ausübt. Die Impulse sind für jede Art der Verkündigung von Gottes Wort geeignet, wobei natürlich die Predigt am Sonntag im Vordergrund steht. Spurgeon neu entdeckt ist eine kurzweilige, aber lebhafte Beschreibung von praktischen Tipps, damit das eigene Predigen neue Impulse erhält. Dabei steht nicht die Vermittlung von Methoden im Vordergrund, sondern vielmehr soll die Liebe zur Bibel geweckt werden, die Spurgeon auszeichnet. Zudem erhält man weitere Einblicke in die Zeit in der Spurgeon lebte und erkennt, mit welchen Umständen er zu kämpfen hatte, um das Wort Gottes weiterzugeben. „Charles Haddon Spurgeon hat gezeigt, dass für eine resonanzfähige Predigt nicht jede neueste Drehung der zeitgenössischen Theologie mitgemacht werden muss“. Mehr auf lesendglauben.de
  6. Proteus Fitness Jackshirt
    Wissenschaftlich und erbauend Von: Gunther
    Datum: 24.03.2021
    Ich besitze das Werk erst seit kurzem, doch ist es mir ein Herzensanliegen, schon jetzt die bestmögliche Bewertung für es abzugeben. Durch die abwertende Meinung eines anderen Kunden habe ich mich nicht vom Kauf abhalten lassen. John MacArthur und Richard Mayhue sind weltbekannte und mit Recht hochgeschätzte Bibellehrer. Es wurde beanstandet, dass das Werk eine calvinistische Tendenz hat. Nun, dafür ist MacArthur bekannt. Man kann hinzufügen, dass er Zessationist, Prämillennialist, prätribulationistischer Rapturist u.a. ist. Das sind jedoch Positionen, die innerhalb des biblischen Christentums als orthodox akzeptiert sind. Man braucht sich ihnen ja nicht anzuschließen. Gegenteilige Positionen sind fair dargelegt. Die würdige Aufmachung des stabil gebundenen Buches mit seinem goldbedruckten weißen Einband entspricht seinem gediegenen theologischen Inhalt. Das Werk “Biblische Lehre” genügt nicht nur theologisch-wissenschaftlichem Anspruch, es ist auch geistlich erbauend. Dazu tragen nicht zuletzt die eingestreuten Hymnen bei, die aus dem ganzen evangelischen Spektrum ausgewählt sind. Es gibt gute Bücher, deren praktische Brauchbarkeit beeinträchtigt ist, weil Verzeichnisse und Indizes fehlen. Nicht so hier! Hier ist wirkich an alles gedacht, um dem Leser die Nutzung zu erleichtern: Inhaltsübersicht; detailliertes Inhaltsverzeichnis; Tabellenverzeichnis; Vorworte; Abkürzungen; tabellarischer Anhang über das Fortschreiten der Offenbarung; zwei Bibliographien (eine kurze über die wichtigsten systematischen Theologien und eine in Theologiegebiete gegliederte ausführliche Bibliographie); ein Glossar/ Verzeichnis theologischer Begriffe mit präzisen Kurzdefinitionen; umfangreicher Stichwortindex (42 Seiten) in kleinerem Druck; Bibelstellenindex; Information über die Herausgeber. Als einfacher gläubiger Christ bin ich sehr froh, dass ich dieses - für seinen beträchtlichen Umfang (1360 Seiten) preisgünstige – Buch nun besitze und parallel zur Lesung der Heiligen Schrift nutzen kann, und wünsche ihm viele andere Leser! Abschließend möchte ich zustimmend eine von zehn Empfehlungen zitieren, die dem Band vorangestellt sind, die von Norbert Lieth, Missionsleiter beim Missionswerk Mitternachtsruf (Dübendorf, Schweiz): “Darauf habe ich gewartet! Ein vollständiges 'Bibelschul-Programm' in einem einzigen Buch, das die gesamte biblische Theologie abdeckt. Ein hervorragendes Nachschlagewerk, zusammengestellt von erfahrenen Bibellehrern, empfehlenswert für jeden, der geistlich weiterkommen möchte. Der Apostel Paulus fordert uns auf, sich zu nähren mit den Worten des Glaubens und der guten Lehre (1 Tim 4,6). Dieses Lehrwerk gibt einem etwas in die Hand, das sowohl sättigt als auch zu geistlichem Wachstum beiträgt. Da kann ich nur in das in diesem Buch anfänglich zitierte Lied von Joachim Neander mit einstimmen: 'Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren'.”
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    Reformiere dein WIE des Peedigens Von: Henrik
    Datum: 22.03.2021
    Haben Sie auch manchmal den Eindruck, da wäre mehr drin gewesen? Eventuell sind Zuhörer bei Ihren Predigten auch eingeschlafen oder Sie erhielten die Rückmeldung, das verkündete Wort wäre salz- und kraftlos gewesen? Der erste Schock sitzt tief, doch ist bei Gott alles möglich. Pastor Stuart Olyott zeigt in „Predigen“ auf, wie Gottes Wort fesselt und der Prediger nicht ins Faseln gerät. Der Autor (*1942) wurde Pastor der Belvidere Road Church in Liverpool, nachdem er am London Bible College ausgebildet und einen BD-Abschluss von der University of London erhalten hatte. Die Pastorate in Liverpool besetzten die Zeiträume 1967 bis 1982 und 1991 bis 1999. Des Weiteren hat Olyott einen MA von der University of Liverpool und einen ThD vom Trinity Theological Seminary, Indiana. Ein Markenzeichen Olyotts ist sein Anliegen, junge und unerfahrene Pastoren europaweit zu unterstützen, weshalb er viel unterwegs war. Erst in gehobenem Alter hat er sich mehr der Arbeit als Pastoraldirektor der Evangelischen Bewegung in Wales gewidmet. In der Christ Church in Deeside, Nordwales, gehört er heute zum Ältestenkreis. Die Ausführungen Olyotts beruhen auf einer Seminarreihe zum Thema Predigen, weshalb hier weniger die Theorie, sondern vielmehr die Praxis des Predigens im Vordergrund steht. Das vorliegende Buch ist daher in drei Teile gegliedert, die unterschiedlich im Inhalt ausfallen. Im ersten Teil blickt Olyott in Kürze darauf, was eine Predigt ist. Dabei verfolgt er den Ansatz, den die Bibel vorgibt. Vier neutestamentliche Worte kennzeichnen das Predigen: • kerysso = Verkündigung einer vom König gegebenen Botschaft • evangelizo = Verkündigung einer guten Nachricht • martyreo = Bezeugen von Tatsachen • didasko = Ausbuchstabieren der Auswirkungen der Botschaft Gemäß Olyott gehören alle vier Aspekte zu einer biblischen Predigt. Nach dieser Einführung geht der Verfasser sieben Aspekte durch, die seiner Überzeugung nach gutes Predigen ausmachen. Diese sieben Ansätze sind nichts Neues, aber bei Olyott schwingt mehr das WIE mit als das WAS des Predigens. Schließlich gibt es recht viele Bücher über das Predigen, aber weitaus weniger Veröffentlichungen, die zum WIE Auskunft geben. Daher schließt Olyotts Buch diese Lücke und seine Ausführungen enthalten somit doch Neues. Der Autor betont durchgehen, dass das Wort Gottes in Klarheit aber auch Einfachheit weitergegeben werden muss. „Wahre Prediger sind einfache Prediger“. Im dritten Teil stellt Olyott seine Predigtvorbereitungsmethode vor und weist auf Hugh David Morgan hin, der als Vorbild für biblisches Predigen – seiner Ansicht nach – hervorragend dient. Das Buch ist jedem ans Herz zu legen, der aktiv im Verkündigungsdienst steht, sei es hauptberuflich- oder ehrenamtlich. Das liegt nicht daran, dass Olyott eine neue Methode vorstellt, ganz im Gegenteil. Schließlich beschreibt das Neue Testament das Predigen auf über 60 verschiedene Arten und Weisen. Dennoch sind Olyotts Ausführungen heilsam für so manchen blinden Fleck, der sich im Laufe der Zeit bei Verkündigern des Wortes Gottes eingeschlichen hat. Deshalb sollte das Buch jedem angehenden Prediger zum Selbststudium übergeben werden, damit von Anfang an Christus gepredigt wird. „Und wir haben seine Bedeutung nicht richtig verstanden, wenn wir darin nicht Christus gesehen haben“. Ein besonderer Gewinn ist die Klarheit, in der es gilt, Gottes Wort weiterzugeben. Der Verfasser ist absolut kein Befürworter irgendwelcher Predigtevents, sondern betont vielmehr, ohne irgendwelche Hilfsmittel den Menschen zu begegnen. Allein das Wort Gottes in Einfachheit, Klarheit und Anschaulichkeit erklärt, ist ausreichend, damit Gottes Gnade durch die frohe Botschaft ausgestreut wird, sodass der Heilige Geist aktiv am Herzen des Sünders wirken kann. Die jahrelange Erfahrung des Predigens, die Dialoge mit Pastoren sowie das eigene Bibelstudium begegnen dem Leser auf jeder Seite. Dabei gehört Olyott zu denen, die Klartext sprechen. „Wo Christus nicht gepredigt wird, da kann man überhaupt nicht von einer Predigt sprechen“. Predigen – Fesseln oder faseln ist ein forscher Appell eines Dieners des Herrn, um die Fehlentwicklungen in der Predigtausführung offen, ehrlich und anhand von Gottes Wort anzusprechen, um zurück zur Einfachheit des Evangeliums zu gelangen. Ohne dabei manipulativ, sondern treu dem Wort nach, Menschenherzen zu erreichen. Der Rezensent empfiehlt Predigten des Autors auf YouTube anzuschauen. Mehr auf lesendglauben.de
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    Werde zu einem Zeugen der sprachfähig ist Von: Henrik
    Datum: 17.03.2021
    Friedrich Nitzsche formulierte die Worte „Gott ist tot!“ und öffnete damit das Tor zu einer Gott-ist-tot-Theologie. Der irische Schriftsteller und Apologet C. S. Lewis artikulierte demgegenüber: „Wenn das Christentum falsch ist, ist es bedeutungslos, und wenn es stimmt, von unendlicher Bedeutsamkeit. Das Einzige, was es nicht sein kann: ein bisschen wichtig.“ Dieser Aussage ist aus einer christlichen Sicht zuzustimmen. Doch vielfach fällt es schwer die eigene Glaubensüberzeugung weiterzugeben. In „Wie kann ich meinen Glauben verteidigen?“ geben Norman Geisler und Patrick Zukeran Einsichten in die Apologetik Jesu, damit Christen die Fragen ihrer Mitmenschen beantworten können. Norman L. Geisler (1932 – 2019) war Autor von mehr als 70 Büchern, darunter zahlreiche Standardwerke zur christlichen Apologetik. Zudem ist er Mitgründer und Leiter des Southern Evangelical Seminary and Bible College gewesen. Sein Mitschreiber, Patrick Zukeran, leitet das Forschungs- und Bildungsinstitut Evidence and Answers, das sich auf die Verteidigung des christlichen Glaubens spezialisiert hat. Das Autorenduo legt eine Arbeit vor, die sich mit dem apologetischen Methoden Jesu Christi beschäftigt und stellt damit den Versuch dar, eine Lücke im Bereich der Apologetik zu schließen. „Überall demonstriert Jesus, dass er bereit ist, jedem aufrichtig Suchenden Beweise zu liefern für das, was er lehrte“. Die insgesamt zwölf Kapitel richten ihren Blick auf das Handeln Jesus und setzen dabei die Brille eines Apologeten auf. Bei all den Gründen und Ausführungen ist sich das Autorenduo aber folgender Tatsache bewusst: „Apologetische Beweise sind entscheidend für den Glauben, dass Christus der Sohn Gottes ist. Aber der Heilige Geist ist unverzichtbar für einen Glauben an Christus als den Sohn Gottes. Apologetik kann intellektuelle Zustimmung herbeiführen, aber nur der Heilige Geist kann das Herz verändern“. Jedes Kapitel liefert ein wertvolles Vorbild für Apologetik, das für den zeitgenössischen Verteidiger des christlichen Glaubens auch heute von großem Wert ist. Dabei wird zuerst auf die Bedeutung von Zeugenberichten eingegangen, bevor der Einsatz von Wundern besprochen wird, der in dem ultimativen Wunder der Auferstehung gipfelt. „Ohne die Auferstehung gibt es keine Erlösung, und das Christentum fällt in sich zusammen“. Danach folgt die Hinwendung zur menschlichen Vernunft, denn Jesus selbst ist der LOGOS (= die Vernunft). „Jesus benutzte die Logik, um die Irrtümer seiner Zeitgenossen aufzudecken“. Daraufhin stehen die Gleichnisse Jesu sowie der Dialog mit dem Einzelnen im Fokus der Beobachtung. „Kreative Geschichten verkündigten und verteidigten Jesu Selbstanspruch“. Im Anschluss daran wird auf die Bedeutung der Prophetie, Jesu übernatürlichen Anspruch sowie seine Lehren eingegangen. Gerade die tatsächlich vorausschauenden Prophetien sind im Unterschied zu den vagen Prognosen von Nostradamus spezifisch und verifizierbar und somit ein Beleg für Überprüfbarkeit und Glaubwürdigkeit der Aussagen Jesu. Das Duo scheut sich dabei auch nicht denen zu antworten, die einige Aussagen Jesu auf antiapologetische Weise deuten. Doch das Leben Jesu war nicht nur in der Diskussion überzeugend, sondern sein Leben selbst war Apologetik in Reinkultur. „Jesus überzeugte nicht nur durch seine Argumente, sondern auch durch sein Leben.“ Deshalb wird auch die Rolle des Heiligen Geistes explizit thematisiert, da er den Menschen von der Wahrheit über Christus überzeugt. „Es ist gewiss, dass niemand ohne das gnädige Wirken des Heiligen Geistes gerettet wird, der von Sünde überführt und zum Erlöser bekehrt“. Hervorzuheben ist, dass es Geisler/Zukeran gelingt, neue Blicke auf die Botschaft der Bibel und die Wunder Jesu zu werfen, die bei so mancher Auslegung oder Kommentierung eines Bibeltextes fehlen. Dass es sich nicht um ein aggressives Verteidigungsbuch handelt ist allein schon daran zu erkennen, dass andere Sichtweisen und Erläuterungen aufgegriffen und vorgestellt, aber natürlich dann auch bewertet und entkräftet werden. Ein Fazit an jedem Kapitelende fasst noch einmal das Wichtigste zusammen und hilft, sich das Ausgeführte schnell zu vergegenwärtigen. Insbesondere das zwölfte Kapitel ist von großem Wert, da hier die Ergebnisse der Untersuchung gebündelt vorgestellt werden, um eine apologetische Methode zu entwickeln. Dabei erhebt das Verfasserduo keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern hofft, „der apologetischen Methode Jesu am nächsten zu kommen“. Als Lesepublikum wenden sich Geisler/Zukeran an Christen, die ihren Glauben verteidigen müssen und möchten. Dabei geht es weniger um aggressive Attacke, sondern vielmehr um werbende Offenheit gegenüber Kritikern. Wie kann ich meinen Glauben verteidigen gehört zu den Büchern, die jeder Christ gelesen haben sollte, damit er einerseits den biblischen Vorbildern folgt und andererseits den Fragen seiner Mitmenschen Rede und Antwort stehen kann. „Wer einen Wahrheitsanspruch erhebt, muss Beweise für diesen Anspruch liefern“. Das Buch schließt eine wichtige Lücke für jeden, der sprachfähig seinen Glauben weitergeben möchte. Zweifler können so erleben wie der Wahrheitsgehalt der biblischen Botschaft auch kritischen Anfragen standhält und welche Überzeugungskraft in Gottes Wahrheiten enthalten ist. Das Autorenduo bietet überzeugende Hilfen, wie Jesus Christus Neugierige in die Entscheidung für oder gegen ihn stellt. Neben dem persönlichen Gewinn aus den Ergebnissen dieser Untersuchung, wird man zudem ein Vorbild finden, dem man folgen kann, da der Herr Jesus selbst der größte Apologet ist. „Werde zu einem wirksamen Zeugen für Christus gegenüber einer nichtchristlichen Welt“. Mehr auf lesendglauben.de
  9. Proteus Fitness Jackshirt
    Empfehlenswert Von: Michael
    Datum: 15.03.2021
    Diese kurze Broschüre verdeutlicht, dass jeder Mensch durch sein Reden sein wahren Chrakter sowie Verhalten vom inneren wiederspiegelt. Alle Worte und Handlungen reflektieren entweder den Gehorsam oder Ungehorsam gegenüber Gott, die man im ersten Blick nicht selbst erkennt. Es jat mir persönlich selbst gezeigt auf einige Wörter, die zur Gewohnheit wurden zu verzichten, auch wenn mir dies schwer fällt. Man erfährt durch die Seiten verständlich, dass jeder in sein Innerstes eine Veränderung von Rebellion nötig hat, um zur Heiligung Christi zu gelangen.
  10. Proteus Fitness Jackshirt
    Klartext statt Gefühlsduselei Von: Henrik
    Datum: 11.03.2021
    Manche Wörter kommen im Laufe der Zeit außer Mode. Heutzutage ist der Begriff Buße auch in der Christenheit nicht mehr so gängig. Das Buch „Die Notwendigkeit der Buße“ des englischen Puritaners, Thomas Boston, sorgt hier für eine neue Begriffsschärfung. Der Autor, Thomas Boston, ist außerhalb der englischsprachigen Welt eher weniger bekannt. Doch mittlerweile werden seine Schriften auch im deutschsprachigen Raum publiziert. Boston gilt als ein Verfechter der puritanischen Theologie und legt besonders Wert auf Frömmigkeit. Dabei ringt er in seinen Ausführungen um die reine biblische Lehre. J. I. Packer meint, dass seine Werke einer theologischen Zusammenfassung des Puritanismus gleichen. „Wer die puritanische Theologie verstehen will, muss somit Boston lesen“. Thomas Boston gehörte auch nicht zu denjenigen, die ein „gutes“ und „einfaches“ Leben lebten, sondern vielmehr zu solchen, die zahlreiche „Dornen“ ertragen mussten. Seine Frau hatte langjährige Depressionen, er verlor zwei seiner fünf Kinder frühzeitig und wurde Zeit seines Lebens durch körperliche Beschwerden geplagt. Die literarischen Ausführungen von Boston fanden sich in so gut wie jedem schottischen Haushalt. Sein einflussreichstes Werk über den „Vielfältigen Zustand der menschlichen Natur“ stand neben der Bibel und Bunyans Pilgerreise in den Regalen der schottischen Bevölkerung. Seine Bücher zeichnet vor allem aus, dass es nicht entscheidend ist, wo jemand als Christ wirkt, sondern welchen Wert sein Dienst für Jesus Christus hervorbringt. Im vorliegenden Werk analysiert Boston tiefgründig und scharfsinnig, warum der Mensch sich gegen das Buße-tun wehrt. Zunächst blickt er dabei auf die Notwendigkeit der Buße, bevor er darlegt, was wahre Buße ist. „Buße ist nicht nur die Pflicht der Auserwählten Gottes, sondern auch ihr Vorrecht; es ist ihnen in Jesus Christus übertragen, durch seinen Tod erkauft und durch seine Erhöhung verliehen“. Anschließend greift er den Ruf zur Buße auf, der heutzutage nötiger denn je ist. Neben neun Beweggründen zur Buße verschweigt Boston aber auch nicht sechs Einwände. Daran schließen sich Erläuterungen an, weshalb man nicht in der Unbußfertigkeit verharren soll und wie man Buße erlangen kann. Im vorletzten Kapitel ruft der Autor noch einmal dazu auf, nicht zu zögern, um sich zu Christus hinzuwenden. Zum Abschluss geht der Verfasser auf den Vorwand ein, dass der Schächer am Kreuz doch auch in letzter Sekunde Buße getan hätte. Dabei betont er, dass es dem gesunden Menschenverstand widerspreche, „eine Sache, bei der Erfolg oder Misserfolg von größter Bedeutung sind, im Ungewissen zu lassen, wenn man sie doch zur Gewissheit machen könnte“. Die einzelnen Teile des Werkes basieren auf Predigten, die Boston in seiner Pfarrkirche von Ettrick im Jahr 1771 gehalten hat. Daher muss sich der Leser ein wenig auf den Stil des 18. Jahrhunderts einlassen, doch stört dies in keinster Weise die Tiefgründigkeit des Inhaltes. Der Autor ist darum bemüht, seine Ausführungen breit anzulegen und Themen ausführlich und umfassend zu behandeln Vielmehr vermag es Boston, den Leser mit seinen Ausführungen sehr persönlich anzusprechen. Auch bleibt er nicht bei der Theorie stehen, sondern ihm gelingt es die Relevanz des Dargestellten für das Glaubensleben deutlich zu machen. Das Buch eignet sich für Christen, die besonders die Verkündigung des Evangeliums auf dem Herzen haben, da der Autor eine der wichtigsten Erkenntnisse für einen Menschen – Buße vor Gott – treffend umschreibt und ausführt. Allein die Vielzahl an Bibelstellen, die Boston in seinen Ausführungen heranführt, können für Gespräch mit Ungläubigen von größtem Wert sein. Die Notwendigkeit der Buße behandelt die Pflicht eines jeden Christen, die frohe Botschaft der freimachenden Rettung durch Jesus Christus aller Welt zu verkünden. Entgegen heutiger Trends zur „Aufweichung des Evangeliums“ bzw. zur Überbetonung von gefühlsbetonter Liebe sind Bostons Ausführungen eine willkommene Abwechslung, um die Ernsthaftigkeit und Notwendigkeit wahrer Buße den Menschen des 21. Jahrhunderts nahezubringen. Der Grund dafür liegt in der Botschaft der Hoffnung und Zuversicht, die jeder, der sich Christus zuwendet, finden darf, denn „Buße ist ein rettendes Gnadengeschenk“. Mehr auf lesendglauben.de
  11. Proteus Fitness Jackshirt
    Sehr zu empfehlen! Von: Arne
    Datum: 09.03.2021
    Kurz, bündig und gut erläutert! Roger Liebi nennt zu Beginn einiges über die charismatische Bewegung und deren Verständnis der Geistesgaben und stellt dann Thesen über das biblische Sprachenreden auf. Im Anschluss zeigt er alle Bibelstellen, die etwas zum Thema Sprachenrede sagen. Darauffolgend geht er chronologisch durch den Text durch und erklärt einleuchtend was die leider oft sehr falsch verstandenen Stellen im 1. Korintherbrief bedeuten. Wie auch andere Bücher von Bruder Liebi sehr zu empfehlen!
  12. Proteus Fitness Jackshirt
    Beste Empfehlung Von: Michael
    Datum: 09.03.2021
    Der Autor schreibt beginnend von seiner Kindheit zum Erwachsenen, wie er in einer großen Familie ehemaliger griechisch-orthodoxe durch falsche betrügerische Lehren verführt wurde. Blind hat alle sogenannte Geistesgaben seines Vaters und Onkels übernommen, da ihm versprochen wurde er würde ein Prophet werden. Er beschreibt wie seine Familie, die Menschen-Maßen mit angeblichen Heilungen das Geld abziehen, Segnungen austeilen und das Wohlstandsevangelium predigen. Erst durch Gewissenskonflikte und durch das entdeckte Buch "The Confusing World of Benny Himm" über falsche Prophetien seines Onkels fängt er an allmählich die Lehren zu hinterfragen. Das Buch liest sich schnell in seinen 232 Seiten und beschreibt viele interessante Details, sowie das Leben eines reichen Wunderheilers, der wie ein König auf Erden lebte. Es erzählt eine authentischen lebendigen Lebenslauf von dem spannendes Leben eines ehemaligen Verführers. Ab dem 8.Kapitel deutet Hinn auf die richtige Theoligie der Bibel und berichtet, wie er damals das Vertrauen der Leute missbrauchte, um gierig Reichtum anzuhäufen. Es ist ein großer Unterschied zwischen Menschen zu verehren, die vergebens keine Heilungen geben können als Gott in Heiligung und Demut zu verherrlichen. Am Ende gibt er mehrere nützliche Ratschläge, wie man betroffene Opfer dieser Irrlehren auf das wahre Evangelium hinweißen kann. Dieses Buch ist die idelle Aufklärung und Wahrheit, zum Zeugnis der Großen Strömungen der Charismatiker und Pfingstler und eignet sich bestens zur Empfehlung. Es sollte in unserer Zeit des Umbruchs um jeden Preis und Mittel verbreitet werden.
  13. Proteus Fitness Jackshirt
    Reflektiere dein Sündenverständnis Von: Henrik
    Datum: 25.02.2021
    Ein kleines Ratespiel zu Beginn. Welcher Begriff wird gesucht: „Übertretung eines göttlichen Gebotes“? Richtig, es handelt sich um das Wort Sünde. Der Ausdruck hat mittlerweile eine große Bedeutungsvielfalt, wodurch seine inhaltliche Brisanz verloren geht. Der Puritaner Ralph Erskine beleuchtet in „Die Kraft der Sünde“ dessen Bedeutung und seine gravierenden Folgen für den Menschen. Ralph Erskine (1685-1752) war ein schottischer Prediger. Zusammen mit seinem Bruder Ebenezer Erskine hatte er bedeutenden Einfluss in der Kirche Schottlands. Er war als Prediger im schottischen Dunfermline tätig. Joel Beeke schreibt über ihn, „dass Erskine ein großer Mann Gottes, ein bedeutender Prediger sowie Poet gewesen ist“. Das vorliegende Buch ist das erste des Autors, das in deutscher Übersetzung vorliegt. Es scheint so als ob sich Erskine mit dem Thema in mehreren Predigten beschäftigt hat, die er 1727 zu verschiedenen Anlässen hielt. „Sünde hat die Kraft zu verunreinigen, und die Kraft zu zerstören; die Kraft zu töten und zu verdammen“. Der Verfasser ist dabei davon überzeugt, „dass die Kraft der Sünde derartig groß ist, dass alle Menschenkinder und auch die meisten Kinder Gottes von ihr gefangen gehalten werden. […] Doch so stark die Sünde auch ist, so erkennt man ihre Kraft noch nicht, und nur wenige wissen, worin ihre Macht besteht“. Daher lautet die Ausgangsthese des Verfassers folgendermaßen: „Die Kraft der Sünde liegt im Gesetz. Die Macht und Herrschaft der Sünde besteht so lange weiter, bis der Sünder gleichsam mit der scharfen Klinge des Geistes Christi geschoren und dadurch vom Gesetz abgeschnitten und mit Christus, der Erfüllung des Gesetzes, verbunden wird“. Damit möchte er jedweder religiösen Handlung einen Riegel vorschieben. Zwei Grundsätze leiten Erskine bei seinen Ausführungen: 1) Die Sünde ist eine starke und mächtige Angelegenheit. 2) Die Kraft der Sünde ist das Gesetz oder das Gesetz der Werke ist die Kraft der Sünde bei einem Sünder, der es missachtet und übertreten hat. Und so führt er die Lehre darüber folgendermaßen aus. Zunächst zeigt er das Wesen und die Natur der Sünde auf. Schließlich ist sie nichts anderes als Rebellion gegen Gott. Danach blickt er auf ihre Beschaffenheit. Die zehn Merkmale bieten eine gute Reflexionsmöglichkeit des eigenen Sündenverständnisses. Gelungen ist die Thematisierung der Dimensionen der Sünde in den grammatikalischen Formen des Indikativs, Komparativs und Superlativs. Daraus zeigt sich nämlich die Kraft der Sünde. „Wenn der Mensch am heiligsten sein sollte, erweist sich die Sünde gerne am stärksten“. Das Ganze führt zu der Beschäftigung mit dem Woher. „Was das Gesetz verlangt, das tut der Mensch mit seinen aktiven begangenen Sünden, und was das Gesetz verbietet, davon nimmt der Mensch Abstand durch seine Unterlassungssünden“. Erskine geht auf den Urheber – den Teufel -, genauso wie auf die Werke des Gesetzes ein. Kapitel fünf erläutert die praktischen Anwendungen. Wie in den vorherigen Ausführungen ist er auf den Erlöser ausgerichtet. Er möchte keine „To-Do-Liste“ seinem Leser an die Hand geben, sondern stellt das Erlösungswerk Christi vor. Durch die Kraft, die den Herrn aus dem Tode erweckte, kann der Christ leben und ist befreit von der Kraft der Sünde und muss sich nicht dem Gesetz unterwerfen, das ja vielmehr Wegweiser auf Christus hin ist. Das vorletzte Kapitel widmet sich diversen Einwänden. Denn das zeichnet Erskine auch aus, dass er die wahren praktischen Probleme im Glauben nicht verschweigt, sondern offen anspricht. Das abschließende Kapitel richtet sich an diejenigen, die den Glaubensweg mit dem Herrn Jesus beschreiten und durch ihn freigemacht worden sind von der Kraft der Sünde. „Die Sünde ist nicht immer am stärksten, wenn man ihre Kraft am meisten verspürt“. Erskine zeichnet sich durch eine klare strukturierte und verständliche Darstellung der Sachverhalte aus. Schwierige theologische Themen wie die „Kraft der Sünde“ erklärt er so, dass auch ein „Laie“ versteht, was er aussagen möchte. „Der primäre Wert des menschlichen Lebens leitet sich von der Tatsache ab, dass er im Bilde Gottes geschaffen wurde. Wie schrecklich ist nun dieser Stachel der Sünde, der imstande ist, den Menschen, um dieses so wertvolle Leben zu bringen und somit das Ebenbild Gottes im Menschen anzugreifen, um es zu entstellen und zerstören!“ Der Verlag hat hier den Weg des Autors beibehalten und mit Absätzen und Aufzählungen die Klarheit der Ausführung beibehalten. Die Ausführungen richten sich an christliche Leser, enthalten aber auch verständliche Inhalte des Evangeliums für Nichtchristen. Es sei jedoch erwähnt, dass – obwohl der Schreibstil behutsam angepasst wurde – man sich ein wenig an die Sprache sowie den Tiefgang der Gedanken gewöhnen muss. Dies schadet dem Inhalt nicht, sondern fördert eher das aktive Mitdenken des Lesers. Die Kraft der Sünde ist ein Appell an Gläubige, sich neu der Dramatik und der Grausamkeit der Übertretung der göttlichen Gebote bewusst zu werden, um das Erlösungswerk in Christus neu wertzuschätzen und in seiner Tiefe und Bedeutung zu erkennen. Vor dem Hintergrund eines immer stärker werdenden gefühlsbetonten und oberflächlichen Christseins, kann das Buch ein Weckruf zurück zu den Klarheiten der Reformation sein, die die biblischen Wahrheiten neu zum Leuchten brachte. Mehr Rezensionen auf lesendglauben.de
  14. Proteus Fitness Jackshirt
    Beziehungen in der Ortsgemeinde pflegen Von: Henrik
    Datum: 06.02.2021
    Das Miteinander in einer christlichen Gemeinde gehört zu den Säulen des Glaubens. Dabei lernt man voneinander und vor allem soll man sich auch füreinander einsetzen. Doch in einer immer mehr individualistischen Welt, fällt das Miteinander schwerer. Seelsorger und Hochschullehrer, Edward T. Welch, zeigt in „Sorgt füreinander“ anhand von 8 Lektionen auf, wie wir gute Beziehungen in der Gemeinde pflegen. Der Autor (Dr. phil., University of Utah) doziert als Hochschullehrer an der Christian Counseling & Educational Foundation. Seit über dreißig Jahren ist er als Seelsorger tätig und hat viel über die Themen Depression, Angst und Sucht geschrieben. Im vorliegenden Buch blickt Welch auf das Miteinander unter Christen. Die acht Lektionen eigenen sich hervorragend, um sie in einer Kleingruppe durchzuarbeiten. Das Lesepensum ist sehr überschaubar, jedoch theologisch tiefgründig. Im Austausch über den Inhalt kann die Kultur einer Gemeinde geprägt werden, sodass sie zu sicheren Orten der gegenseitigen Fürsorge werden kann. Dies gelingt, weil Welch eine biblisch fundierte und sehr praktische Anleitung vorlegt, um tiefergehenden Austausch in unseren Ortsgemeinden zu ermöglichen. Gerade die ersten beiden Lektionen setzen hier an, indem die Tugend der Demut und das aufeinander Zugehen betont werden. „Wenn unserer Weisheit und Hilfe nicht Demut vorausgeht, sind unsere Bemühungen bedeutungslos“ Das Buch zeichnet sich durch leicht verständliche praktische Leitlinien aus, die das Wie zur Veränderung ansprechen und so das Zusammenwachsen als Gemeinde ermöglichen. Die Lektionen drei bis fünf thematisieren daher die persönliche Herzenseinstellung sowie entscheidende Einflüsse auf das Miteinander und legen dann den Fokus auf das persönliche Sein und Beten. So sind es nicht die Umstände, die Macht haben, uns von Jesus abzubringen oder ihn mehr zu lieben, sondern das ist der Zuständigkeitsbereich des Herzens. Daher gilt es an der „Schnittstelle von Leben und Herz“ genau hin zu horchen. Kapitel sechs und sieben enthält „Juwelen biblischer Weisheit“ und „solide Prinzipien, die die Leser dazu ermutigen“ ohne Scheu offen und ehrlich über schwere Themen wie Leid und Sünde zu sprechen. „In weisen Gesprächen wird Sünde thematisiert“, so Welch. Nachdem der Verfasser in den ersten sieben Kapiteln gewöhnliche Merkmale von persönlichen Beziehungen analysiert und Anwendungsmöglichkeiten des Evangeliums Christi in Erinnerung gerufen hat, ermutigt er sich abschließend zu erinnern und das Erkannte zu reflektieren. Alles beginnt jedoch damit, dass wir „kleine Schritte aufeinander zugehen und miteinander leben“. In einer Zeit, in der das Füreinander immer mehr in Hände von Spezialisten abgetreten wird, ist die Ausarbeitung ein willkommener Ratgeber. „Offenbar gefällt es dem Herrn, gewöhnliche Menschen zu gebrauchen, damit sie durch scheinbar gewöhnliche Dienste der Nächstenliebe den größten Beitrag zur Reifung seiner Kinder leisten“. Daher richtet sich das Buch an jedes Gemeindemitglied und eben nicht nur an Pastoren und Älteste. Der seelsorgerliche Auftrag gilt jedem Gläubigen. Gerade vor dem Hintergrund der globalen Pandemie ist das füreinander Sorgen eine überlebenswichtige Tugend, die es zu pflegen und praktizieren gilt. Sorgt Füreinander hat das Ziel, die Kultur unserer Gemeinden weiter zu prägen, damit innerhalb des Leibes seelsorgerliche Beratung und gegenseitige Fürsorge zu natürlichen Merkmalen des alltäglichen Lebens werden. Mehr Rezensionen auf lesendglauben.de
  15. Proteus Fitness Jackshirt
    Besiege deine Faulheit mit Gottes Hilfe Von: Henrik
    Datum: 05.02.2021
    Schiebst du gerne mal etwas auf die lange Bank? Hast du viele Dinge zu erledigen, aber kannst dich nicht aufraffen? Warum fehlt dir die Motivation? Adam Embry, Militärseelsorger, geht in „Mir fehlt die Motivation“ diesem Problem auf den Grund. Die Serie Taschenhilfe gibt auf alltägliche Fragen und Herausforderungen biblische Antworten. Der Fokus dieser Bücher liegt darauf, leidenden und hilfesuchenden Menschen zu helfen, und gleichzeitig sind sie eine Orientierungshilfe für diejenigen, die anderen helfen wollen. Auf 70 bis 80 Seiten wird ein Thema in verständlicher Sprache behandelt. Dies ist jedoch weniger ein Selbsthilfeprogramm, sondern die Prinzipien leiten sich aus dem Wort Gottes ab. Ein Highlight der Reihe ist, dass jedes Buch demselben Aufbau folgt. Im ersten Kapitel wird das Thema des Buches anhand persönlicher Erfahrung geschildert. Im nächsten Kapitel wird das Thema aus biblischer Perspektive untersucht und erklärt, so dass man zum Kern der Sache vordringen kann. Im dritten Kapitel wird nun der biblische Lösungsweg aufgezeigt und der Zusammenhang zum Evangelium erklärt. Schließlich wird der Leser dazu aufgefordert, das Gelesene in seinem Leben auf biblische Weise anzuwenden. Zum Schluss wird dem Leser biblische Hoffnung vermittelt, die im Evangelium verankert ist. Auf mehreren Seiten werden dem Leser konkrete Schritte vorgeschlagen, die er in der Anwendung des Gelesenen gehen kann. Abgerundet wird jedes Buch mit einer weiterführenden Lektüreliste, um vertiefter manchen Aspekten nachgehen zu können. Das vorliegende Büchlein entstand aus einer Predigtserie des Autors zum Buch der Sprüche und ist eine Anpassung und Erweiterung einer darin enthaltenen Predigt. Embry ist der Überzeugung, dass unsere Welt uns viele Motivationskiller beschert, die entlarvt werden müssen, um der Kraft des Evangeliums Raum zu geben. „Dieses Büchlein will dir helfen, zu entdecken, was die Heilige Schrift über Faulheit zu sagen hat, damit du sie besiegen kannst“. Der Autor zeigt auf, dass „das Problem fehlender Motivation“ darin begründet liegt“ weil unsere Herzen bei allen Dingen, die wir tun, Gott nicht dienen wollen“. Nicht umsonst gibt es Faulpelze, Drückeberger, Stubenhocker usw. Dies veranschaulicht er am Bild der Dornen, die sowohl im AT als auch NT ein Bild für die negativen Folgen der Faulheit sind. Dies untermauert er dann mit Beispielen aus den Sprüchen und zeigt fünf prägnante Folgen auf. Wer ehrlich zu sich selbst ist, wird hier Potenzial zur Selbstreflexion finden. Doch im Gegensatz zu säkularer Literatur, zeichnet der Verfasser jetzt nicht einen individuellen Selbsthilfeplan auf, der binnen weniger Wochen zum Erfolg kommen soll, sondern er betont den Sieg Jesu. Wer Buße über seine Sünde getan hat, der kann nun ein Leben im Sieg Jesu leben und von ihm her die Kraft erhalten. „Jesus kehrt unseren Status als Narren um“. Abschließend zeigt er auf, dass wir arbeiten sollen, um Gott und anderen zu gefallen. Dies können wir mit jedwedem Beruf – solange er keine sündigen Aktivitäten enthält tun, denn die Bibel kennt keine Berufehierarchie. Im praktischen Anwendungsteil gelingt es dem Autor durch geschickte Fragen den Leser zum Nachdenken anzuregen. Embry geht offen mit dem Thema um, denn er ist selbst ein Betroffener. „Der letzte Grund, warum ich dieses Büchlein geschrieben habe, hat damit zu tun, dass ich selbst faul bin“. Dies kommt dem Leser zugute, denn er fühlt sich nicht von „oben herab“ betrachtet, sondern vielmehr aufgenommen von einem, der dieselben Schwierigkeiten hat. Mir fehlt die Motivation bietet neben theologischem Input vor allem auch Anregungen, biblische Wahrheiten in den Alltag zu übernehmen, um in der Kraft des Evangeliums ein Leben zur Ehre Gottes zu führen, ohne dabei auf seine eigene Stärke, Disziplin und Weisheit zu vertrauen. Mehr Rezensionen auf lesendglauben.de
  16. Proteus Fitness Jackshirt
    Hervorragend herausfordernd Von: Felix
    Datum: 30.01.2021
    Wer ein Buch sucht, dass Heiligung und Heilsgewissheit nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch vermitteln will, ist hier vollkommen richtig. Zunächst werden die verschiedenen Konzepte vorgestellt, die es zu diesen Fragen gibt. Die Autoren machen deutlich, dass wir uns das Heil nicht verdienen können, aber dessen Erlangung dennoch kein Selbstläufer ist. Dieses Werk ist also perfekt geeignet für diejenigen, die auf der einen Seite Angst haben, trotz Glauben das Heil aufgrund der eigenen Unvollkommenheit garnicht zu erlangen und auf der anderen Seite für jene, die meinen, aufgrund ihrer falschen Heilssicherheit den Glaubensweg nicht gehen zu müssen. Dieses Buch fordert den Leser hervorragend heraus und schenkt einen erweiterten Blick auf Gottes Heilshandeln zum einen und unserer Verantwortung auf der anderen Seite.
  17. Proteus Fitness Jackshirt
    Schaue hin auf Jesus Von: Henrik
    Datum: 06.01.2021
    Ist der Satz: „Wir sollten uns mehr mit Christus in der Herrlichkeit beschäftigen!“, zu forsch formuliert, zu geistlich oder doch praxisrelevant? Michael Hardt, Autor und Bibelliebhaber, ist davon überzeugt, dass der Blick auf den Herrn Jesus Kraft gibt. Mit „Ihr werdet mich sehen“ zeigt er in 49 Andachten auf, wie der Glaubende bereits jetzt schon einen Blick in den Himmel werfen kann, um für den Dienst auf Erden gestärkt zu werden. Hardt betont zurecht, dass es beim Blick auf den verherrlichten Christus darum geht, von ihm die Kraft im Alltag, in Krisen und Herausforderungen zu erhalten. Er sieht im „Stephanus-Blick“ die biblische Relevanz für seine These, denn dieser Mann Gottes zeigt auf: Je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, desto mehr versteht man, wie es gelingt, bzw. gelingt – und dass es gelingt“. In seinen Ausführungen erhebt der Autor nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern er möchte dem Leser den Blick dafür neu oder erstmalig öffnen und somit einen Geschmack geben, um motiviert das auszuprobieren, was die Schrift lehrt. „Wir können ‚hier unter‘ nur dann richtig leben, wenn wir den verherrlichten Christus ‚oben‘ fest ins Visier nehmen!“ Nach einem Vorwort und einer Einführung hat Hardt ein wichtiges Kapitel eingefügt, bevor er seine 49 Andachten zum Thema vorlegt. Mit dem Kapitel „Der Himmel geöffnet“ legt er das Fundament im Wort Gottes. Er geht dabei auf die relevanten Stellen im Alten und Neuen Testament ein und kommt schlussendlich zu der Erkenntnis: Der Blick des Gläubigen auf den verherrlichten Christus ist Gottes Hilfsmittel, um für den Glaubensweg die Tankstelle Gottes zu erkennen, um Gottes Treibstoff für das Dasein im Hier und Heute zu erhalten. „Was gibt uns besondere Kraft für unser Leben auf der Erde? Der Blick auf den verherrlichten Christus!“ Die nun folgenden 49 Andachten blicken auf Texte der Apostel Paulus, Petrus und Johannes. Erster befasst sich mit der gegenwärtigen Herrlichkeit Christi im Himmel, wohingegen Petrus mehr auf die kommende Herrlichkeit Christi eingeht und Johannes den Schwerpunkt auf die persönliche Herrlichkeit Christi als Sohn Gottes legt. Die Andachten sind kompakt, inhaltsreich und vor allem bibelbasiert. Damit die biblische Belehrung nicht nur kognitiv zu „mehr Wissen“ führt, hat Hardt am Ende einer jeden Andacht drei Fragen zum Nachdenken formuliert: Was habe ich an Christus neu entdeckt? Was bedeutet dies für mich? Wofür kann ich danken? Während des Gebrauchs des Buches empfiehlt es sich die aufgeschlagene Bibel parat zu haben, um die Einzelverse in ihrem Kontext zu lesen, damit das Beschriebene noch besser kontextualisiert werden kann. Das Lesen der 49 Andachten wird dazu führen, den besser kennenzulernen, der alles in seiner Hand hält und für den alles bereitet worden ist: den Herrn Jesus Christus. Christen werden so „mit ihren ‚Augen des Herzens‘ in den geöffneten Himmel schauen“ und eine Herrlichkeit nach der anderen entdecken. Als Lesepublikum ist das Andachtsbuch jeder Altersklasse zu empfehlen. Vor allem ist es nicht nur für solche Geschwister gedacht, die bereits „reifer im Glauben“ sind, sondern es sollte definitiv auch der jüngeren Generation ans Herz gelegt werden, damit ein festes Fundament gelegt wird, um in den alltäglichen Anfechtungen immer wieder den Blick nach oben zu richten und von dort die Hilfe zu erbeten. Mit Ihr werdet mich sehen liegt ein Andachtsbuch vor, das weitaus mehr sein will, als himmlisches Christentum in der Theorie darzustellen. Vielmehr soll der Segensstrom aus den himmlischen Örtern angezapft werden, damit der Herr in uns das Werk vollenden kann, zu welchem er uns bestimmt hat. „Wir dürfen eine Herrlichkeit nach der anderen erfassen und daraus neue Kraft und Orientierung schöpfen für unsere oft herausfordernden Lebenssituationen“. Mehr Rezensionen auf lesendglauben.de
  18. Proteus Fitness Jackshirt
    Gottes Gebote für unser Heute Von: Henrik
    Datum: 06.01.2021
    Der Mensch ist unabhängig. Jeder darf sich selbst entfalten, wie er möchte. Grenzen und Gebote gelten als Einschränkungen der persönlichen Freiheit. Wer heute von Gottes Geboten spricht, wird kaum Beifall ernten. Peter Masters, Theologe und Prediger, zeigt mit „Gottes Lebensregeln für Heiligkeit“ Christen im 21. Jahrhundert auf, welche Bedeutung Gottes Zehn Gebote für die persönliche Heiligung in einer gefallenen Welt beinhalten. Peter Masters ist seit 1970 Minister des Metropolitan Tabernacle in der Londoner Innenstadt. Er gründete die Evangelical Times und leitet die School of Theology, eine jährliche christliche Konferenz für Pastoren und christliche Arbeiter. Zudem initiierte er 1976 das London Reformed Seminary und hat bereits 28 Bücher verfasst, die in dutzende Sprachen übersetzt wurden. Der Autor ist davon überzeugt, dass „sich nichts besser eignet als die Zehn Gebote, wenn es darum geht, unsere Heiligung zu fördern, sobald wir uns öffnen für alles, was sie uns lehren“. Jedoch betont er zurecht, dass niemand durch das Halten der Gebote gerettet wird; „aber für Gläubige, die durch Gnade und Glauben an Christus allein erlöst sind, sind sie von unschätzbarem Wert“. Und so legt er fünf Schlüssel vor, die bei der Entschlüsselung der Zehn Gebote für Christen im 21. Jahrhundert hilfreich sind, als da wären: 1. Die Gebote spiegeln das Wesen Gottes wider. „Fälschlicherweise bezeichnet man sie als vorübergehende Regelung für ein geordnete Leben der Menschheit in einer gefallenen Welt; aber sie sind weit mehr als das“. 2. Die Gebote behalten auch heute noch ihre volle Autorität.[1] „Wenn die Gebote das unwandelbare Wesen Gottes wiederspiegeln, folgt daraus, dass sie jeder veränderten Regelung von der Ära des Alten bis zu der des Neuen Testamentes [und bis heute] überlegen sind“. 3. Die Gebote sind für gläubige Menschen bestimmt. „Sie sollten zwar für die ganze Menschheit binden sein, aber für diejenigen, die den Herrn kennen und lieben, sollen sie eine besondere Hilfe sein“. 4. Die Gebote decken eine ganze „Familie“ von Sünden auf. „Wenn man die Gebote auf diese konkreten Sünden begrenzt [wortwörtliche Auslegung], bleibt von ihnen nur noch ein oberflächlicher Sinn“. 5. Die Gebote sind positive Regeln. „Obwohl sie negativ formuliert sind, sollen wir entsprechend dem Willen Gottes nach der entgegengesetzten Seite einer jeden Sünde streben“. Mit diesen „fünf biblischen Schlüsseln“ hilft der Verfasser dem Leser „die Reichtümer des ‚königlichen Gesetzes‘“ aufzuschließen. Jedem Gebot hat er dazu ein Kapitel gewidmet. Allein schon die Überschriften zeigen auf, welchen Wert der Gläubige aus dem jeweiligen Gebot für sein Hier und Heute ziehen kann (z. b. Gott an erster Stelle oder Diebstahl hat viele Gesichter). Die einzelnen Kapitel sind inhaltlich herausfordern, da sie dem Leser neu Gottes Spiegel vor Augen halten. Erwähnenswert ist, dass Masters nicht ausufernd argumentiert, sondern zügig zum Kern des Gebotes und seiner Bedeutung für Christen des 21. Jahrhunderts kommt. So sind auch seine Anekdoten und Veranschaulichungen so gewählt, dass nicht die antike Kultur – in welcher die Zehn Gebote gegeben wurden – vorgestellt werden, sondern Themen angesprochen werden, mit denen wir konfrontiert sind (z. B. Mode, lockere geistliche Lieder, Treue …). Das Buch richtet sich primär an Christen, die bereits eine aktive Beziehung zu Jesus Christus pflegen. Wer ein offenes Herz hat, wird durch die Ausführungen angesprochen und in seinem Glaubensleben hinterfragt, um sich neu der persönlichen Heiligung zu widmen. Sekundär kann auch der Inhalt einen Gottfernen ansprechen, da Masters aktuelle Themen aufgreift, die in das Leben des Einzelnen sprechen können. Schlussendlich dient das Gesetz dazu, die persönliche Sündhaftigkeit vor Gott aufzuzeigen, um Jesus Christus als Stellvertreter und Lebensretter zu erkennen. Mit Gottes Regeln für Heiligkeit hat der Verfasser ein Buch vorgelegt, welches das Geheimnis des göttlichen Segens dem Leser vor Augen führt. „Nachdem wir Jesus als unseren Erlöser angenommen haben, werden wir gemäß dem Maßstab des Gesetzes unser Herz erforschen, unsere Seelen inspirieren und unseren Verstand beherrschen lassen. Das ist der Weg der Heiligung, das Leben in vollkommener Abhängigkeit des Heiligen Geistes. Das Gesetz bleibt unser Maßstab, unsere Richtschnur und unser Schutz“. Heiligung haben Christen zu allen Zeiten bitter nötig, um den Worten Jesu: „Liebt ihr Mich, so haltet Meine Gebote“ (Joh. 14,15) Folge zu leisten. Mehr Rezensionen auf lesendglauben.de
  19. Proteus Fitness Jackshirt
    Was Gott zu sagen hat Von: Henrik
    Datum: 06.01.2021
    2019 war der Startschuss für eine Predigtreihe über den Propheten Jona, die schlussendlich im Buch „Ein Sturm, ein Fisch, ein Wurm und du…“ abgedruckt wurde. Grund für die Beschäftigung mit dem alttestamentlichen Buch war der Studienkurs „Propheten. Menschen der Bibel“ von Wayne Barber, Eddie Rasnake und Richard Shepherd. Der vorliegende 12-Wochen-Studienkurs entstammt dem evangelikalen Verlag rigatio, der sich zum Ziel gesetzt hat, Material zum Selbst- und Gruppenstudium herauszugeben. Der hier beschriebene Studienkurs beleuchtet jede Woche einen anderen Propheten. Der Kursteilnehmer streift so das Leben von Samuel, Elia, Elisa, Jona, Hosea, Jesaja, Micha, Jeremia, Habakuk, Daniel sowie Haggai und Jesus Christus in seiner Funktion als Prophet. Die Propheten haben ihrer Generation und darüber hinaus die Wahrheit verkündet. Und so hat auch dieser Studienkurs das Ziel, den Teilnehmer für die generationsübergreifende Weitergabe der biblischen Wahrheiten auszurüsten. „In der Zeit und im Leben der Propheten spiegeln sich viele unserer heute erlebten Situationen“. Wie schon vor über 3.000 Jahren so wollen Menschen nicht die biblische Wahrheit hören, weil sie unangenehm, unbequem oder „politisch inkorrekt“ ist. Jedoch ändert dieser Sachverhalt nichts an der Notwendigkeit, die Botschaft des Wortes Gottes weiterzugeben. Denn schlussendlich ist die Wahrheit das Fundament des Dienstes für den Herrn Jesus. Und so möchte der vorliegende Kurs neu zur geoffenbarten Wahrheit zurückkehren, zerfallende Fundamente wegräumen und den Teilnehmer mit Gottes felsenfester Wahrheit ausstatten. Im Gegensatz zu manch anderem Kurs zur Prophetie haben die Autoren nicht den Anspruch, eine „heute nicht mehr aktuelle“ Gabe zu beschreiben, Tipps und Tricks zum Erhalt der „prophetischen Gabe“ zu beschreiben, sondern sie möchten das Leben der Propheten aus dem Alten Testament mit Blick auf den Mittelpunkt allen prophetischen Redens – Jesus Christus – aufzeigen. „Es ist unser Wunsch, dass Sie durch das Studium dieses Kurses das Licht und die Wahrheit Jesu Christi erkennen und ihm folgen, mit größerer Treue, mit mehr Tiefgang und mit mehr Wahrhaftigkeit“. Um nur ein paar Aspekte zu nennen: Elia zeigt auf, wie man dem Zeitgeist widersteht. Haggai geht der Frage nach der Neuordnung des Lebens nach. Hosea stellt den Weg der Umkehr zu Gott dar. Habakuk blickt auf die Frage nach der Lebensgestaltung in einer Talsohle. Jona thematisiert den göttlichen Auftrag des Einzelnen. Das Material besticht durch seine ansprechende und strukturierte Aufarbeitung. Besonders positiv ist, dass die Einheiten auf fünf Wochentage begrenzt sind. Insgesamt braucht man für eine Einheit ca. 15 bis 20 Minuten, je nach Anzahl der nachzuschlagenden Bibelstellen. Dies ist wiederum ein Pluspunkt. Die Autoren vermeiden seitenweises Kommentieren, sondern lassen Gottes Wort zur Sprache kommen. Hinzukommen zahlreiche Grafiken, Übersichten und Schaubilder sowie wissenswerte Randbemerkungen, die historische Sachverhalte, chronologische Zeitleisten und aktuelle Forschungsergebnisse aus der Geschichte und Archäologie auf den Punkt bringen. Zudem ist ausreichend Platz im Fließtext als auch am Rand, um die eigenen Erkenntnisse zu notieren. Das Wochenende ist auch immer einheitlich, da man am fünften Tag die Erkenntnisse und Vorarbeiten noch einmal reflektieren soll, um dann in einem Gebet das aufzuschreiben, was man in dieser Woche gelernt hat, damit Jesus mit in den persönlichen Umgestaltungsprozess integriert wird. So bleibt es nicht nur beim Kopfwissen, sondern der Weg ins Herz und in die Hand ist unter Leitung des Heiligen Geistes gestellt. Mit Propheten – Menschen der Bibel liegt ein Studienkurs vor, in dem man zwölf Propheten begegnet, die Gottes Wahrheit in einer Welt reden, wo man diese Botschaft nicht oft hören will. Aus den Erfahrungen, Erlebnissen und Erkenntnissen der Männer Gottes, wird nicht nur das eigene Bibelwissen vertieft, sondern der persönliche Glaube herausgefordert, um auf Fragen in unserem Hier und Jetzt biblische Antworten geben zu können. Ergänzt wird das Ganze noch durch zahlreiches Zusatzmaterial auf der Verlagsseite! Mehr Rezensionen auf lesendglauben.de
  20. Proteus Fitness Jackshirt
    Entschlüssle Gottes Wort Von: Henrik
    Datum: 06.01.2021
    Heutzutage legen junge Menschen viel Wert auf musikalischen Worship. Die Grundlage vieler Songst ist das Wort Gottes. Deshalb sollte es auch viel gelesen und studiert werden. Doch irgendwie scheint die Bibel auch kompliziert zu sein. Jim George, Autor und Pastor, legt mit „Teenager lesen Bibel“ einen Studienkurs für Heranwachsende vor, der Teenager ausrüstet, Gottes Wort zu lesen und zu verstehen. Der vorliegende Studienkurs entstammt dem evangelikalen Verlag rigatio, der sich zum Ziel gesetzt hat, Material zum Selbst- und Gruppenstudium herauszugeben. Der vorliegende Kurs möchte zu einem persönlichen Ratgeber im Umgang mit der Bibel werden. In 12 Lektionen erhält der Nutzer viele Tipps, wie man Gottes Wort erforscht und so viel wie möglich aus ihm herausholt. George liegt es besonders am Herzen, nicht nur Kopfwissen, sondern gelebte Glaubenspraxis zu fördern. Deshalb setzt der Autor auch an der Lebenswelt heutiger Teenager an. Mit motivierenden Kapitelüberschriften wie „Überhol deinen Deutschunterricht“ oder „Gebrauche deine Geheimwaffe“ und „7 Tage/24 Stunden“ werden Themen aufgegriffen, die grundlegend für das Verständnis der Bibel sind. Der Studienkurs ist zwar vordergründig für Teenager konzipiert, aber aufgrund seiner theologischen Tiefe, seiner alltagsrelevanten Impulse für den Umgang mit Gottes Wort, kann er durchaus auch „reiferen“ Semestern zur Durcharbeit ans Herz gelegt werden. Beispielhaft sei hier nur auf „Ein Gott, ein Buch, eine Botschaft“ hingewiesen. In diesem Kapitel geht es darum die Bibel besser kennenzulernen. Mithilfe der Tabellen und v. a. des Kernsatzes zum Inhalt erhält man ein Tool, das das große Bild des Wortes Gottes dem Leser vorstellt. Ganz neu erkennt man so, dass Altes und Neues Testament zusammengehören. Dies ist umso bedeutsamer, da die universitäre und auch evangelikale Theologie (z. B. Worthaus) von diesem Verständnis immer weiter abrücken. Das Material besticht durch seine ansprechende und strukturierte Aufarbeitung. Insgesamt braucht man für eine Einheit ca. 60 bis 90 Minuten, je nach Anzahl der nachzuschlagenden Bibelstellen und des eigenen Vorwissens. Hilfreich zum Verständnis sind auch die kurzen Erläuterungen von Jim George, wobei der Schwerpunkt des Materials die Auseinandersetzung mit Gottes Wort ist. Herz und Verstand sollen von der Bibel und nicht von menschlicher Weisheit geprägt werden. Hinzukommen zahlreiche Grafiken und Übersichten. Zudem ist ausreichend Platz im Fließtext als auch am Rand, um die eigenen Erkenntnisse zu notieren. Abgerundet wird jede Lektion mit einer Zusammenfassung, die die Kernelemente der Einheit nochmals darstellt. Erwähnt sei noch, dass auf der Verlagsseite rigatio.com noch Zusatzmaterial (kostenfrei) erworben werden kann. Mit Teenager lesen Bibel liegt ein Studienkurs vor, der nicht nur Jüngeren, sondern auch Älteren neu einen Zugang zu den Schätzen der Bibel ermöglicht. Vereinzelt hat der Autor jedoch mit seinen Fragen nicht ganz ins Schwarze getroffen. Hier sollte ein Begleiter im Vorfeld „unverständliche Fragen“ klarer formulieren. Ebenso sollte die „Generation-Smartphone“ Motivation und Sitzfleisch mitbringen, da die Inhalte im wahrsten Sinne des Wortes erarbeitet werden wollen. Doch durch das Training des Beobachtens, des Kontextes, der Auslegungsregeln und des praktischen Übertragens in sein persönliches Hier und Jetzt, ermöglicht das Material dem Teilnehmer ein tieferes Verständnis von Gottes Wort. Dies trägt dazu bei, dass der Nutzer am Ende besser die Bibel versteht und vor allem gewappnet ist, um den Angriffen auf Gottes Wort, seine Ethik und der biblischen Moral im Chaos des 21. Jahrhunderts standzuhalten. Mehr Rezensionen auf lesendglauben.de