Alle Kundenrezensionen - Bewertungen die Ihnen weiterhelfen

  1. Auferstehung und ihre Folgen Von: Henrik
    Datum: 04.02.2023
    Der blaue Planet ist in aller Munde. Doch was genau hat es mit der Erneuerung der Erde in Gottes Plan auf sich? Ian Smith geht in „Noch nicht am Ziel“ darauf ein, wie biblische Aussagen über die Heimat der Gläubigen zu deuten sind.


    Wer ist der Autor?

    Ian K. Smith ist Rektor des Christ College in Sydney, wo er auch Griechisch und Neues Testament unterrichtet. Er hat auch im Pfarrdienst und als Missionar im pazifischen Inselstaat Vanuatu gedient. Er spricht regelmäßig in Kirchen, Konferenzen und anderen Veranstaltungsorten.


    Worum geht es in dem Buch?

    Um es gleich vorneweg zu sagen, das vorliegende Buch ist keines über die Umwelt oder den Umweltschutz. Vielmehr ist die Ausarbeitung dazu da, der Fragestellung nachzugehen, ob die endgültige Heimat für Gottes Volk der Himmel oder die Erde sein wird: etwas völlig Neues für unsere Erfahrung oder etwas Vertrautes.


    Christen, die sterben, wissen, dass sie beim Herrn sein werden. Doch in dem Zwischenzustand, sind Leib und Seele noch nicht vereint. Vielmehr gehen Gläubige in ein Zuhause auf Zeit, aber noch nicht in die endgültige Heimat. Was dieses endgültige Zuhause betrifft, so scheint die Bibel anzudeuten, dass es nicht „da draußen“ ist, sondern direkt hier auf der Erde. Smith zeigt dem Leser in den 12 Kapiteln auf, dass man bezüglich der Begrifflichkeiten differenziert vorgehen sollte, um die Inhalte nicht zu verwaschen, sondern klar füllen zu können. Denn ein Verständnis der Zukunft hat erhebliche Auswirkungen darauf, wie wir sie im Hier und Jetzt sehen.

    Tim Challies betont: „Wenn wir verstehen, dass das Ende aller Dinge die Erneuerung aller Dinge ist, dann werden alle Dinge wichtig. Wenn wir verstehen, dass die Auswirkungen der Auferstehung viel größer sind, als wir uns jemals vorgestellt haben, wird sich unsere Weltanschauung ändern. In unseren Predigten geht es nicht mehr nur darum, was nach dem Tod passiert (so wichtig das auch ist), das Evangelium wird auch mit Relevanz für dieses Leben, für die Erde, für die Orte, die wir bewohnen und unser Zuhause nennen, widerhallen.“

    Die Ausarbeitung kann als solide Grundlage der biblischen Theologie verstanden werden. Der Leser erhält einen Überblick über den Begriff Heimat, wie er sich von der Schöpfung in der fernen Vergangenheit bis zur Neuschöpfung in nicht allzu ferner Zukunft erstreckt. Der Auftrag, den Gott seinem Geschöpft schon in Eden, im Namen Gottes die Herrschaft über Gottes Schöpfung auszuüben, wird bestehen bleiben, aber dieses Mal werden wir in der Lage sein, ihn perfekt und ewig auszuführen. „Wenn wir verstehen, dass die Erde von Gott gemacht und für sehr gut erklärt wurde und dass sie erneuert werden wird, und dass viele unserer gegenwärtigen Errungenschaften vernichtet werden und ewige Bedeutung haben werden, wird der Wert unserer Aktivitäten sehr unterschiedlich gemessen. Eine solche Weltanschauung ist ganzheitlich und gibt so vielen unserer aktuellen Bestrebungen so viel Bedeutung.“


    Wer sollte das Buch lesen?

    Die Lektüre eignet sich für all jene, die sich mit den aktuellen Zukunftsthemen beschäftigen, um eine biblische Sichtweise dazu zu erhalten. Des Weiteren ist sie all jenen ans Herz gelegt, die einen geliebten Menschen verloren haben, um Ermutigung zu erhalten. Zuletzt hilft die Verbindung zwischen der Auferstehung Jesu und der himmlischen Heimat, den Gläubigen im Hier und Heute in der Nachfolge zu stärken, um ein biblisches Verständnis von der Erde und Gottes Mission mit ihr zu erhalten.


    Was gibt es Kritisches?

    Wenngleich die Lektüre kompakt gehalten ist, ist sie inhaltsreich. Man wird an einigen Stellen herausgefordert, aktiv mitzudenken und seine eigene Position hinsichtlich diverser Lehrmeinungen zu hinterfragen. Ob man dem Autor in allen Fragen folgt (z. B. starke Betonung von Bünden; Auflösungsthematik der Erde), muss der Leser anhand der Schrift für sich entscheiden.


    Weshalb sollte man das Buch lesen?

    Die Lektüre ermutigt einerseits und fordert andererseits heraus. Sinclair B. Ferguson fasst treffend zusammen, was beim Leser in Gang gesetzt wird. „Zuhause muss sicherlich eines der emotionalsten Wörter in der englischen Sprache sein. Hier gehören wir hin. Aber wo ist die Heimat des Christen? Leben wir hier auf der Erde in einem fernen Land und warten nur auf einen besseren Tag, an dem wir die Erde verlassen und einfach den Himmel genießen können? […] Mit theologischem Geschick und geschickter Einfachheit kann er ihre lange Geschichte erklären. Er versteht, wo wir in seine Geschichte passen. Er ist auch sensibel für die Verantwortung, die Christen gegenüber unserer ‚Heimat‘ haben, auch wenn wir ihren endgültigen Wiederaufbau noch nicht gesehen haben.“ Das Buch ist kurz, doch wird man am Ende über die reichhaltige Inhaltsfülle und die Relevanz für das persönliche Leben staunen.
  2. Gott besser kennenlernen Von: Henrik
    Datum: 03.02.2023
    Die Bibel ist für alle. Genau aus diesem Grund möchte Jen Wilkin mit „Frauen studieren die Bibel“ aufzeigen, wie wir Gottes Wort mit Herz und Verstand studieren können.



    Wer ist die Autorin?

    Jen Wilkin ist Autorin und Bibellehrerin aus Dallas, Texas. Sie hat Studien für Frauen im häuslichen, kirchlichen und parakirchlichen Kontext organisiert und geleitet.[1]



    Worum geht es in dem Buch?

    Die Autorin nimmt es sehr genau damit, den Gott der Bibel kennenzulernen. Dabei ist ihr Ansatz im Vergleich zu anderen Zugängen leicht zugänglich und nützlich. Dabei nutzt sie die fünf P – Plan, Perspektive, Persistenz[2], Prozess und persönliches Gebet, um sowohl von den biblischen Geschichten als auch deren Personen zu lernen. Deshalb beabsichtigt sie „nicht nur eine Glaubenslehre, ein Konzept, eine Handlungslinie“ dem Leser beizubringen, sondern möchte eine „Studienmethode [sein], mit der Sie die Bibel auf eigene Faust aufschlagen und erkunden können.“

    Die einzelnen Kapitel gehen dabei auf wesentliche Aspekte des Bibelstudiums ein (Autor, Adressat, Stil, u.a.). Im Bereich der Methode betont sie die drei Phasen Verständnis – Interpretation – Anwendung. Doch alles Studieren wäre nichts, wenn das Gespräch mit Gott nicht genügend Raum findet. „Bitte lernen Sie, Gott mit Ihrem Verstand durch ein vertrauensvolles Studium seines Wortes zu lieben, aber bitte hängen Sie Ihre Zuneigung nicht an irgendetwas Geringeres als die Person Gottes selbst.“



    Wer sollte das Buch lesen?

    Der Autorin ist es egal, ob man schon jahrzehntelang ein Christ ist oder noch jung im Glauben steht. Wilkins Ansätze helfen jedem, Orientierung in Gottes Wort zu finden, um im Glauben voranzuschreiten. „Es ist ein Buch für diejenigen, die bereit sind, dem Berg ihres bruchstückhaften Schriftverständnisses direkt in die Augen zu schauen, die Schippe zu schwingen und ihm zu befehlen, sich zu bewegen.“



    Was gibt es Kritisches?

    Gerade weil es sich um eine Anleitung zum Bibelstudium handelt, wäre Raum für Notizen am Ende der Kapitel eine hilfreiche Ergänzung gewesen. Ebenso hätten Kernsätze hervorgehoben werden können, sodass der Textfluss aufgebrochen worden wäre. Des Weiteren wären Kästen zur optischen Gliederung nützlich, um diverse Ansätze kompakt zusammenzufassen (z. B. die verschiedenen Ansätze).



    Weshalb sollte man das Buch lesen?

    Wilkin möchte keine Theoretikerin sein, sondern zielt auf den praktischen Glaubensalltag ab. Hierzu dienen die Fragen zum Nachdenken am Ende eines jedes Kapitels. Des Weiteren dient das Buch besonders der Zurüstung von Frauen, um die Bibel zu studieren, wenngleich auch Männer vom Inhalt profitieren. Die einzelnen Kapitel sind überschaubar von der Länge und bieten eine kompakte Einführung in das vertiefte Bibelstudium. Lobenswert ist, dass es auch eine Hilfestellung für Lehrende gibt, sodass Frauen andere Frauen anleiten und begleiten können.
  3. Eine vernachlässigte Tugend neu entdecken Von: Henrik
    Datum: 31.01.2023
    Mental Health ist in unseren Tagen ein vielfach bewegter Begriff. Gott wusste bereits von Beginn an, was den Menschen emotional, sozial und körperlich stärkt. John Flavel zeigt dies in „Behüte dein Herz“ auf, denn es gilt, die Liebe zum Herrn zu bewahren.



    Wer ist der Autor?

    John Flavel (ca. 1627–1691) war ein englischer puritanischer presbyterianischer Geistlicher und Autor.[1]



    Worum geht es?

    Das Buch stellt dem Leser den Puritaner Flavel zu Beginn kurz vor, um anhand von vier Kapiteln das Thema zu beleuchten.



    Im ersten Teil erläutert Flavel, was es genau bedeutet, sein Herz zu behüten. Dabei zeigt er auf, dass das Herz der Entscheidungsträger unseres Handelns ist. „Die größte Schwierigkeit bei der Bekehrung besteht darin, das Herz für Gott zu gewinnen. Und nach der Bekehrung besteht die größte Herausforderung darin, das Herz für Gott zu bewahren.“



    Daran schließt sich ein Kapitel an, welches Gründe darlegt, weshalb Christen es nicht vernachlässigen sollten, ihr Herz zu behüten. „Ein begnadigtes Herz, das eifrig behütet ist, nährt während des Tages viele kostbaren Gedanken über Gott.“



    Das dritte Kapitel beleuchten dann zwölf besondere Zeiten im Leben eines Christen, die die größte Sorgfalt erfordern, um das Herz zu behüten. Flavel möchte einerseits mahnen und andererseits ermutigen, die Ehre des Glaubens in den Fokus zu stellen und weniger die persönlichen Befindlichkeiten.



    Im letzten Kapitel vertieft Flavel seine Darlegung und fordert den Leser zum Handeln auf. „Ihr könnt niemals erwarten, dass euer Herz in einem besseren Zustand sein wird, bis ihr dafür mehr Mühe aufbringt.“



    Wer sollte das Buch lesen?

    Die Lektüre richten sich an Christen, die ihre Liebe zum Herrn bewahren möchten und ihr Herz einer Generalinventur unterziehen möchten. „Studiert eure Herzen, bewacht eure Herzen, behütet eure Herzen!“



    Was gibt es Kritisches?

    Man wird merken, dass Flavel nicht dem 21. Jahrhundert entstammt. Die Sätze sind hier und da komplex und inhaltsreich. Dennoch ist die Übersetzung gelungen und die Lektüre liest sich flüssig. Das Hervorheben markanter Kernsätze wäre eine optische Auflockerung. Zudem hätte ein Foto des Autors die Kurzbiografie weiter aufgewertet.



    Weshalb sollte man das Buch lesen?

    Die Lektüre hat das Potenzial, den Leser zu verändern. Das liegt u. a. daran, dass Flavel deutlich die biblische Botschaft lehrt. Seine systematische Darlegung der Wichtigkeit des Behütens führt den Leser zum Nachdenken über den eigenen Umgang mit seinem Herzen. Die puritanischen Weisheiten haben, trotz der ins Land gegangenen Jahre, an Aktualität und Bedeutsamkeit nichts verloren. Vielmehr dienen sie auch heute noch dazu, den Fokus neu auf den Herrn auszurichten. „Bezieht eure Waffenrüstung aus dem Wort Gottes.“

  4. Gottesfürchtige Kennlernphase Von: C
    Datum: 28.01.2023
    Durch dieses Buch konnte ich einige Richtlinien zum Thema Dating auffrischen und wurde dazu aufgefordert nichts aus Selbstsucht zu tun. Es ist mir nochmal wichtiger geworden, dass ich nicht blind dem Verständnis der Welt folge, wenn es um dieses Thema geht, sondern mich durch die Bibel prägen lassen. Dieses Buch hat mir näher gebracht, seinen eigenen Willen dem Willen Gottes zu unterstellen und erklärt wie das praktisch aussieht. Ich konnte daraus entnehmen was ich und andere Frauen tun/ lassen sollten und worauf zu achten ist.
    Auch wenn man sich nicht in dieser Phase befindet, kann man ganz Praktische Anwendungen daraus nehmen. Entweder für den Zeitpunkt wo es so weit sein wird oder auch um dies mit anderen Jugendlichen zu teilen und sie dafür zu sensibilisieren wie wichtig es ist, dass auch Dating nach Gottes Willen verläuft.
    Gerade im Gespräch mit jungen Mädchen habe ich gemerkt, dass die hier beschriebenen Prinzipien sehr hilfreich sind, um verständlich weiterzugeben worum es bei der Partnersuche geht. Ich durfte mich selbst wieder überprüfen und mir bewusst machen, wie wichtig es ist gottesfürchtig zu leben.
    Ich bin Gott dankbar, dass es solche Bücher gibt, die einen zum Nachdenken anregen und durch die man so viel Wichtiges lernen darf.
  5. Für Väter Von: Henrik
    Datum: 28.01.2023
    Was sollte ich meiner Tochter mit auf ihren Lebensweg geben? Byron und Robin Yawn geben Vätern in „Eine wahrhaftige Frau“ eine an der Bibel basierte Orientierung an die Hand.



    Wer ist der Autor?

    Byron Forrest Yawn ist „Senior Pastor“ in der Community Bible Church in Nashville, Tennessee. Er ist verheiratet und Autor mehrere Bücher.



    Worum geht es in dem Buch?

    „Die Liebe eines Vaters schwebt wie eine Festung über dem unberührten Schatz des Lebens seiner Tochter.“ Dieser Satz entstammt einem offenen Brief an seine Tochter und umschreibt den Inhalt des Buches treffend.



    Der Autor ist davon überzeugt, dass es das Schlimmste ist, wenn ein Vater nichts tut. „Der Schaden, der einer Kinderseele zugefügt wird, wenn ein Vater sich einfach nicht kümmert oder nicht aufmerksam ist, kann man nicht ermessen.“ Deshalb möchte er mit seinem Ratgeber wachrütteln und dies teilweise mit deutlichen Appellen an Väter und werdende Männer.



    Die einzelnen Kapitel beleuchten Inhalte, die ein Vater im Leben seiner Tochter ansprechen und besprechen sollte. Immer wieder zeigt Yawn dabei auch auf, welche Fehler er gemacht hat und wie er mit diversen Lebenssituationen umgegangen ist. „Das Herz einer Tochter zu lieben ist eine Fähigkeit, die ein Vater erlernen muss.“ Ergänzt wird das Ganze durch Bibelpassagen und Lebensberichte sowie Anekdoten, sodass ein praktischer Ratgeber dem Leser zur Verfügung steht.



    Wer sollte das Buch lesen?

    Der Verfasser hat besonders werdende und seiende Väter vor Augen. Ebenso eignet sich die Lektüre aber auch für junge Männer und auch Frauen, damit sie eine biblisch basierte Lebensorientierung erhalten.



    Was gibt es Kritisches?

    Die Farbe der Über- und Zwischenüberschriften ist zu sanft, d. h. hier hätte es mehr Tiefenstärke gebraucht.



    Warum sollte man das Buch lesen?



    Das Buch ist eine echte Hilfe, egal ob man nun ein frisch gebackener Papa ist oder schon länger als Vaterfigur seiner Tochter vorstehen darf. Yawn führt seinem Leser sehr deutlich vor Augen, weshalb Töchter zu schützen sind. Diese Lektionen mögen für manch einen Leser des 21. Jahrhunderts etwas befremdlich vorkommen, doch sind sie heilsam, da die Welt um uns herum, eine ganz andere Sprache spricht und auch werdende Väter mit einem unbiblischen Umgang mit Frauen aufwachsen.
  6. Standardwerk Von: Henrik
    Datum: 28.01.2023
    Braucht es denn ständige neue Bücher, die sich dem Thema Predigen widmen? Die Antwort darauf zeigt sich wohl im Inhalt des Buches. Bryan Chapell hat mit „Die Auslegungspredigt mit Fokus auf Christus“ ein Kompendium fürs Predigen vorgelegt, das definitiv das Predigen fördert.



    Wer ist der Autor?

    Bryan Chapell leitet derzeit das Verwaltungskomitee der Presbyterianischen Kirche in Amerika und ist emeritierter Pastor der historischen Grace Presbyterian Church in Peoria, Illinois, und emeritierter Präsident des Covenant Theological Seminary in St. Louis, Missouri. Er dient an den Fakultäten zahlreicher Seminare und Bibelschulen in verschiedenen Teilen der Welt und habe das Privileg, jedes Jahr Pastorenkonferenzen in mehreren Ländern zu leiten. Außerdem ist er auch der Gründer und Moderator von „Unlimited Grace“, einem täglichen halbstündigen Bibellehrprogramm, das von Radiosendern in den Vereinigten Staaten und in mehr als 80 Ländern auf der ganzen Welt gehört wurde und jetzt auch für Zuhörer online verfügbar ist.[1]



    Worum geht es in dem Buch?

    Das vorliegende Buch ist ein Kompendium des Predigens. Chapell hat hier seine Erfahrung aus Jahrzehnten des Predigens niedergeschrieben. In drei Teilen bringt er dem Leser näher, wie zuverlässige, biblische Wahrheiten neu ihren Weg auf die Kanzeln unserer Gemeinden finden.



    Ihm geht es im ersten Teil darum zu vermitteln, wie wichtig die Verkündigung ist, und was beim Predigen wirklich bedeutend ist. Ein Verkündiger steht nämlich in der Pflicht für die Erarbeitung einer guten Predigt die Verantwortung zu übernehmen. Dazu gilt es die grundlegenden Werkzeuge und Regeln zu verstehen, um einen Text auszuwählen und korrekt auszulegen. Hierzu ist es hilfreich, die historischen, homiletischen und von der Haltung abhängigen Bestandteile einer Auslegungspredigt bestimmen zu können.



    Danach wird das Augenmerk auf die Vorbereitung des Verkündigens gelegt. Chapell vermittelt hier die grundlegenden Techniken und erläutert den Prozess des Erklärens, zeigt die Bedeutung einer Gliederung und Struktur sowie die Notwendigkeit von Veranschaulichungen auf. Ebenso betont er den Großen Nutzen der Anwendung, bevor er Einleitungen, Schlussfolgerungen und Überleitungen bespricht.



    Im dritten Teil geht er dazu über, eine Theologie der christuszentrierten Auslegungspredigt darzulegen. Aufgrund seiner Predigterfahrung betont er hierbei besonders den erlösungsbetonten Ansatz der Verkündigung und erläutert, wie man Predigten erstellt, die die Erlösung aufzeigen. Dieser Teil der Ausarbeitung ist derjenige, der besonders wertvoll für Prediger ist.



    Wer sollte das Buch lesen?

    Das Buch richtet sich an Brüder, die in den Verkündigungsdienst eingeführt werden sollen oder bereits seit Jahren aktiv das Wort Gottes an die Gemeinde austeilen. Egal, ob man ein Neuling oder ein reiferer Bruder ist. Chapells Ausführungen werden das eigene Predigen fördern, denn der Inhalt fördert die Rückbesinnung auf die auslegende Verkündigung.



    Warum sollte man das Buch lesen?

    Das Buch ist nicht nur an Bibelschulen im Bereich der Predigtschulung ein wichtiges Werk. Aufgrund der Praxiserfahrung, der Fragen zur Wiederholung und der praktischen Übungen eignet es sich für jeden Verkündiger des Wortes Gottes, um der Gemeinde noch wirkungsvoller zu dienen. „Die Gesundheit der Gemeinde kann nicht ohne die geistliche Verpflichtung aufrecht gehalten werden, den „ganzen Ratschluss Gottes“ zu verkündigen.“ Und hierzu hat Chapell ein wirklich hilfreiches Werk verfasst, das das eigene Predigen verändern wird, weil Christus noch mehr in den Fokus gerückt wird.
  7. Vermeidbar Von: Henrik
    Datum: 28.01.2023
    Das vertrauliche Gespräch ist ein bedeutendes Instrument, um gebeutelte Seelen aufzurichten. Doch dabei gilt es, Fehler zu vermeiden. In „Biblische Seelsorge auf dem Prüfstand“ geht Bob Kellemen auf zehn Fehler ein.



    Wer ist der Autor?

    2004 gründete Autor und Pädagogen Dr. Bob Kellemen RPM Ministries. Das Ziel von RPM ist es Pastoren, Laien, Pädagogen, Studenten und biblischen Seelsorger mit christuszentrierten, kirchenbasierten, umfassenden, mitfühlenden und kulturell informierten Ressourcen für biblische Seelsorge auszustatten. [1]



    Worum geht es in dem Buch?

    Die Verwendung der Bibel allein, macht noch keine Seelsorge aus. Davon ist Kellemen überzeugt. Vielmehr geht es darum, wie man Gottes Wort in der Seelsorge anwendet.



    Nach einer Einleitung zeigt der Autor auf, das oftmals die Anamnese ur Person als wichtiger angesehen wird, als unsere Beziehung zu ihr. Daran schließt sich an, dass wir Gottes Geschichte erzählen, ohne die irdische Geschichte des Ratsuchenden gehört zu haben. Das hat zur Folge, dass wir auf die Ratsuchenden einreden, anstatt die Bibel gemeinsam mit ihnen zu erforschen. Ebenso konzentriert man sich nur auf die Sünde und minimiert dabei das persönliche Leiden. Des Weiteren wird versäumt, Seelsorge nach dem Modell der Dreieinigkeit auszuüben. Daher betrachten wir Personen nur aus einem Blickwinkel, anstatt ganzheitlich zu denken. So entwerten wir die Bedeutung menschlicher Emotionen, anstatt sie als Gottes Idee zu verstehen. Bei aller biblischen Theologie wird zudem die Komplexität der Beziehung zwischen Körper und Seele heruntergespielt und so wird u. U. die Sünde maximiert, aber die Gnade minimiert. Schlussendlich verwechseln wir die Kompetenz des Seelsorgers mit der Allgenügsamkeit der Schrift.



    Abgerundet wird das Buch durch ein Fazit, das die eigene biblische Seelsorge beurteilt.



    Wer sollte das Buch lesen?

    Das Buch richtet sich an jeden, der im Bereich der Seelsorge aktiv ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob man dies beruflich ausführt oder ehrenamtlich im Gemeindienst aktiv ist.



    Warum sollte man das Buch lesen?

    Das Buch legt schonungslos offen, worin mancher Seelsorger oftmals strauchelt. Besonders hilfreich sind die Selbsteinschätzungen am Ende des jeweiligen Kapitels, damit der eigene blinde Fleck lokalisiert wird und mithilfe von Gott Veränderung bei einem selbst stattfinden kann, damit man anderen besser dient. Hervorzuheben ist auch die Kompaktheit. Kellemen ufert nicht aus, sondern kommt zügig zum Punkt.
  8. Ermutigung statt Zwang Von: Henrik
    Datum: 28.01.2023
    Vielfach wird der Begriff Heiligung als belastend empfunden. Sinclair B. Ferguson zeigt in „Ein Gott geweihtes Leben“ auf, welche Blaupausen Gottes Wort dazu bereithält und wie Gott der Initiator und Vollender dieses Prozesses ist.



    Wer ist der Autor?

    Sinclair Buchanan Ferguson (geboren am 21. Februar 1948) ist ein schottischer Theologe, der in reformierten christlichen Kreisen für seine Lehrtätigkeit, sein Schreiben und seine redaktionelle Arbeit bekannt ist. Er ist seit 2017 Kanzlerprofessor für Systematische Theologie am Reformed Theological Seminary und kommt aus Schottland, wo er stellvertretender Geistlicher an der St. Peter's Free Church of Scotland in Dundee ist.[1]



    Worum geht es in dem Buch?

    Ferguson legt mit seiner Ausarbeitung ein Handbuch vor, das keine neue Lehre enthält, sondern welches die grundlegenden und umfangreichen Textpassagen des Neuen Testaments zum Thema Heiligung beleuchtet. „Ich muss mir im Klaren darüber sein, wer ich bin, wem ich gehöre und was meine Berufung ‚in Christus‘ ist.“ Dabei liegt es dem Autor am Herzen, im Verstand und im Herzen des Lesers eine Reihe von zentralen Bibelstellen zu verankern, die ein Wachstum im Verständnis von der Heiligung ermöglichen. Deshalb betont der Verfasser ausdrücklich, dass sein Buch keine Gebrauchsanleitung ist, die in erster Linie Methoden für das Wachstum in der Heiligung vorstellt, sondern es ist ein Buch, „das aufzeigt, wie Gott Heiligung verstanden haben will.“



    Die besprochenen Bibeltexte hat Ferguson aus der Überzeugung heraus ausgewählt, „dass ein verändertes Leben auch einen veränderten Verstand braucht – ein klares Verständnis davon, was das Evangelium eigentlich ist und wie es funktioniert, führt dann zur Entwicklung neuer Neigungen und schließlich zu einem neuen Lebensstil.“ Obwohl der Autor sich inhaltsreich und tiefgründig mit den einzelnen Bibeltexten auseinandersetzt, betont er regelmäßig, selbst den biblischen Grundlagen für die Heiligung nachzugehen. „Wenn wir als Christen lernen würden, biblischer zu denken, so wären unser Leben, unsere Gemeinde, unsere Arbeit und unser Zeugnis wohl auf einer ganz anderen Ebene.“



    Wer sollte das Buch lesen?

    Die Lektüre ist jedem Christen ans Herz gelegt, der sein Leben zur Ehre Gottes leben möchte und beabsichtigt, in der Heiligung zu wachsen. „Die Rechtfertigung findet niemals ohne die Wiedergeburt statt, was zugleich auch der Beginn der Heiligung ist.“



    Was gibt es Kritisches?

    Die reformierte Überzeugung und Prägung des Autors kommen deutlich zum Ausdruck. „Die Heiligung ist Gottes Werk, indem er uns für sich selbst absondert.“ Ferguson ist sehr klar darin, die Souveränität Gottes zu betonen. Das wiederum ist aber auch ermutigend, denn der Leser erkennt, dass Heiligung kein Zwang ist, sondern von Gott her gedacht, die Folge des Ausdruckes von Liebe. „Was auch immer die präzise Bedeutung von ‚heilig‘ meint, so beinhaltet es nicht nur die Zugehörigkeit zu Gott, sondern auch die Beeinflussung von ihm – von ihm beansprucht zu werden, um von ihm besessen zu werden und immer mehr wie er zu werden. In diesem Sinne beinhaltet Heiligkeit auch die Trennung von allem, was sündig ist.“



    Weshalb sollte man das Buch lesen?

    Es gibt viele Bücher zum Thema Heiligung. Und in der Tat wird man lehrmäßig keine Neuigkeiten oder neue Lehren kennenlernen. Im Gegensatz zu manch anderem Werk ist jedoch Fergusons Ansatz und Verständnis von Heiligung bereichernd. Indem er die Blaupausen der Schrift erforscht, zeigt sich, dass der Prozess der Heiligung kein Zwang ist, sondern aus einer Liebesbeziehung zum Herrn entstehen, wofür Gott dem Erlösten alles zur Verfügung stellt, damit dieser reifen und wachsen kann. „Von Anfang bis Ende sind Christsein und Heiligsein praktisch synonym.“ Die Lektüre wird dem Leser aufzeigen, dass sowohl die vornehmste Bestimmung Gottes als auch des Menschen die ist, die Ehre Gottes zu suchen. „Gott tut alles zu seiner eigenen Ehre (vgl. Röm. 11,36).“

  9. Gnade erleben Von: Henrik
    Datum: 27.01.2023
    Habe ich mein Bestes gegeben, um Gott zu gefallen? Reicht mein Handeln aus, um in den Himmel zu kommen? Diese und ähnliche Fragen bewegt William MacDonald in „Das tat Gott“.



    Wer ist der Autor?

    William MacDonald (1917 – 2007) war ein geschätzter Redner und treuer Diener Gottes. Er wurde bekannt mit seinen Kommentaren zum AT und NT, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Er war Präsident des Emmaus Bible College und Autor von 84 Büchern. Sein bekanntestes Buch ist „Wahre Jüngerschaft“. Er gehörte der Brüderbewegung an.



    Worum geht es in dem Buch?

    Wir Menschen stehen vor einem riesigen Problem: wir sind getrennt von Gott. Doch nicht nur der Mensch hat ein Problem, sondern auch Gott. Wie kann der Gegensatz der Liebe Gottes mit der Gerechtigkeit und Heiligkeit zusammengebracht werden? Welche Voraussetzungen sind nötig, damit Menschen mit Gott Gemeinschaft haben können und die Sünde nicht mehr ins Gewicht fällt?



    MacDonald zeigt in den einzelnen Kapiteln den Weg des Heilshandeln Gottes auf. Damit wird deutlich, dass es einen Stellvertreter braucht, der alle Voraussetzungen erfüllt. Je mehr der Leser in der Lektüre fortschreitet, desto größer wird ihm die Gnade Gottes, denn sie bewirkt alles.



    Die Lektüre ist gespickt mit Zitaten von Kirchenvätern und Bibelauslegern, die dem Leser dazu helfen, die Theologie des Stellvertreters Christi zu erkennen, die heutzutage – v.a. in neo- und postevangelikalen Strömungen – immer mehr unter Beschuss gerät. Dabei zeigt sich, dass aus der Gnade Gottes ein Sinn im Leben erwächst und Hoffnung zum Alltag wird. „Sie sind gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in Christus“.



    Zeitgleich wird der Leser auch in einer biblischen Theologie geschult, um zu erkennen, was ein falsches Evangelium auszeichnet, dass sich durch die Preisgabe des Retters und das Klammern an die eigenen Werke kennzeichnet.



    Wer sollte das Buch lesen?

    Vor allem Menschen, die zur Gesetzlichkeit neigen und meinen, sie können sich selbst den Himmel verdienen. Ebenso ist die Lektüre für Suchende gedacht, deren Herzen nach dem wahren Evangelium lechzen. Als dritte Gruppe können Christen angesprochen werden, die das Evangelium bisher missbraucht oder gar falsch verstanden haben.



    Warum sollte man das Buch lesen?



    William MacDonald gehört zu den Auslegern, die ihr Leben dem Studium des Wortes hingegeben haben. Dabei war es ihm immer ein Anliegen, Wahrheiten anhand der Schrift darzulegen und diese in möglichst einfacher Sprache weiterzugeben. Diese Stärke zeichnet seine Bücher aus und hat viele Leser erbaut, ermutigt und auch ermahnt. Dieses kleine Büchlein eignet sich hervorragend, um verschenkt zu werden, damit Menschen die Gnade Gottes erkennen, eine persönliche Beziehung – durch Glauben – zum Herrn Jesus eingehen und fortan ein Leben führen, in welchem die Ehre Gottes im Vordergrund steht.
  10. Prägnante Antworten Von: Henrik
    Datum: 27.01.2023
    Nicht nur neugierige Menschen fragen sich, was nach dem Tod kommen wird. William MacDonald gibt in „Wie wird es im Himmel sein?“ seine Erkenntnisse aus dem Studium des Wortes Gottes zu dieser Frage in seiner ihm üblichen Art und Weise wieder.



    Wer ist der Autor?

    William MacDonald (1917 – 2007) war ein geschätzter Redner und treuer Diener Gottes. Er wurde bekannt mit seinen Kommentaren zum AT und NT, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Er war Präsident des Emmaus Bible College und Autor von 84 Büchern. Sein bekanntestes Buch ist „Wahre Jüngerschaft“. Er gehörte der Brüderbewegung an.



    Worum geht es in dem Buch?

    Es stimmt, dass die Bibel uns nicht alle Fragen hinsichtlich der zukünftigen Wohnstätte eines Gläubigen beantwortet, aber sie gibt genug Auskunft über den Himmel, sodass die Freude auf das Jenseits im Diesseits schon entfacht werden kann.



    Die 16 Kapitel gehen in prägnanter und leicht verständlicher Art und Weise auf die Informationen ein, die uns die Bibel aufzeigt. MacDonald gelingt es dabei herauszuarbeiten, welchen Stellenwert die Anbetung des Herrn Jesus dabei hat und wie sehr wir ihm unseren Dank mitteilen werden, weil er sich für Sünder hingab. „Der Himmel wird voller Zeugnisse von der überführenden und verändernden Gnade Gottes sein.“



    Wer sollte das Buch lesen?

    Jeder, der Antworten auf die Frage über die himmlische Behausung der Gläubigen haben möchte, ohne dabei eine tiefschürfende und exegetisch inhaltsschwere Ausarbeitung zu lesen.



    Was gibt es Kritisches?

    An manchen Stellen wäre es wünschenswert, wenn der Autor noch stärker den biblischen Bezug herausgearbeitet hätte, da er ab und an mehr seine Überzeugung wiedergibt, als diese biblisch abzusichern. „Vielleicht bedeutet das, dass es dort keine Vergangenheit und keine Zukunft, sondern eine immerwährende Gegenwart.“



    Warum sollte man das Buch lesen?



    William MacDonald gehört zu den Auslegern, die ihr Leben dem Studium des Wortes hingegeben haben. Dabei war es ihm immer ein Anliegen, Wahrheiten anhand der Schrift darzulegen und diese in möglichst einfacher Sprache weiterzugeben. Diese Stärke zeichnet seine Bücher aus und hat viele Leser erbaut, ermutigt und auch ermahnt. Dieses kleine Büchlein eignet sich hervorragend, um verschenkt zu werden, damit Menschen Antworten erhalten und sich nicht in Spekulationen verirren. Erwähnt sei, dass es das Buch auch als Hörbuch gibt.
  11. Sei anziehend Von: Henrik
    Datum: 20.01.2023
    Kann christlicher Glaube anziehend sein? Dieser Überzeugung ist Daniel Strange in „Wieder der Glaube magnetisch wird“, da er fünf unterschwellige Themen vorstellt, über die unsere Kultur immer wieder spricht und diese Anknüpfungspunkte bieten, wie man sie mit Christus verbindet.



    Wer ist der Autor?

    Daniel Strange ist Direktor des Crosslands Forum, einem Zentrum für kulturelles Engagement und missionarische Innovation. Zuvor war er College-Direktor und Tutor für Kultur, Religion und öffentliche Theologie am Oak Hill College in London. Strange ist ein beitragender Redakteur für Themelios und Mitglied der Hope Community Church, Gateshead, UK, die Teil der Fellowship of Evangelical Churches (FIEC) ist. Er ist Vizepräsident der Southgate Fellowship.[1]



    Worum geht es in dem Buch?

    Der Untertitel lässt es schon anklingen. Strange ist – wie der Theologe J. Bavinck – der Ansicht, dass es fünf grundlegende Dinge gibt, nach denen alle Menschen suchen und von denen jeder von uns unvermeidlich „magnetisch“ angezogen wird. Dazu zählen: Absolutheit, Normen, Erlösung, Bestimmung und eine höhere Macht. „Diese fünf Themen sind wie ein Juckreiz an Stellen, an denen sich jeder Mensch kratzt, obwohl sie dadurch noch mehr gereizt werden.“



    Der erste Teil des Buches stellt zunächst einmal Stranges‘ Ansatz vor. Nach einem einführenden Kapitel fasst er den biblischen Rahmen zusammen, durch den sein Ansatz gestützt wird. Kapitel 3 bis 7 beleuchten dann jeden der fünf Aspekte nacheinander. Ziel dabei ist zu lernen, wie man den jeweiligen Aspekt in der Kultur um einen herum erkennen kann. . „Ich bin überzeugt, dass die Gemeinde die Möglichkeit hat, eine gewaltige Lücke auf unserem säkularen und fragmentierten Markt zu füllen.“



    Im zweiten Teil des Buches untersucht der Autor, wie jedes dieser Themen endgültig und vollkommen in Jesus Christus erfüllt ist. Hier erhält der Leser Anregungen, wie man an die grundlegenden Themen anknüpft, um anderen von dem Herrn Jesus zu erzählen. „Indem Jesus Identität, Annahme und Gemeinschaft anbietet, zeigt er, dass er selbst die subversive Erfüllung des magnetischen Punktes der Bestimmung ist.“



    Wer sollte das Buch lesen?

    Das Buch versteht sich vorrangig als Motivator für all jene Leser, die ein Herz für Evangelisation und Apologetik haben. Allerdings liegt es Strange am Herzen, die beiden Aspekte mit Jüngerschaft zu kombinieren, denn „unsere Evangelisation sollte aus unserer Jüngerschaft fließen, statt eine zusätzliche Aktivität zu sein.“



    Was gibt es Kritisches?

    Die angeführten Fallbeispiele – dies gibt der Autor schon zu Beginn preis – sind natürlich nicht tagesaktuell, sondern situationsbedingt. Jedoch dienen sie als anschauliche Beispiel, um die fünf grundlegenden Themen zu erläutern.



    Warum sollte man das Buch lesen?

    Strange warnt vor der Entmagnetisierung sowie des Fortgezogenwerdens und hebt die Abhängigkeit von Gott und die Verantwortung ihm gegenüber hervor, um magnetisch als Christ in der säkularen Welt zu leben. „Erwarten Sie nicht, dass Sie jede Beziehung nutzen können, doch fangen Sie an, es zu versuchen.“

  12. Balanciere dein Gottesbild aus Von: Henrik
    Datum: 20.01.2023
    Jonathan Edwards hielt eine Predigt, die den Titel trug „Sünder in den Händen eines zornigen Gottes“. Sie veränderte das Leben vieler Menschen. Deshalb wurde sie in einem ansprechenden Design neu abgedruckt.



    Wer ist der Autor?

    Jonathan Edwards (1703-1758) war Pastor, Missionar und gilt allgemein als der größte amerikanische Theologe. Als gesegneter und begabter Schriftsteller ist Edwards für seine Predigten bekannt. Zudem war er ein dienstbares Werkzeug in den Händen Gottes und war eine wichtige Persönlichkeit der Erweckungsbewegung (First Great Awakening – 1734/35).



    Worum geht es in dem Buch?

    Nach einer kurzen Biografie, die Edwards dem Leser von heute näher bringt, befindet sich die bekannteste Predigt des Autors. Gott gebrauchte diese Predigt, um den Verstand und die Herzen vieler Menschen für die Unsicherheit unseres zerbrechlichen Lebens, die Realität Seiner Existenz und die Härte Seines kommenden Gerichts zu öffnen.



    Inhaltlich wird der Leser eine Botschaft hören, die heutzutage selten auf den Kanzeln verkündigt wird. Edwards gelingt es, mit anschaulichen Bildern und unerbittlichem Nachdruck vor den ewigen Schreckensqualen der ewigen Verdammnis zu warnen. „Der Bogen des Zornes Gottes ist gespannt und der Pfeil ist auf die Sehne gelegt, und die Gerechtigkeit richtet ihn auf euer Herz und strafft den Bogen, und es ist nichts als der bloße Wille Gottes, und zwar eines zornigen Gottes, der an kein Versprechen oder irgendeine Verpflichtung gebunden ist, der den Pfeil des Todes noch einen Augenblick davon abhält, auf euch abzuschießen (5. Mo. 32,42; Jer. 46,10).“



    Doch bleibt Edwards nicht beim Warnen stehen. Vielmehr spürt der Leser dem Prediger ab, dass er seine Zuhörer zu Christus führen möchte. Edwards – obwohl bekennender Calvinist – fordert seine Zuhörer auf, dem zukünftigen Zorn zu entfliehen und ihr Vertrauen allein auf den Herrn Jesus zu setzen. „Und jetzt habt ihr eine außergewöhnliche Gelegenheit, einen Tag, an dem Christus die Tür der Gnade weit geöffnet hält; dort steht Er in der Tür und ruft mit lauter Stimme den armen Sündern zu.“



    Wer sollte das Buch lesen?

    Diese Predigt sollte jeder Christ lesen, um das heutzutage einseitige Gottesbild auszubalancieren. Vor allem sollte die Predigt an solche verschenkt werden, die dem christlichen Glauben skeptisch gegenüberstehen. Die oftmals klaren Worte werden der sündigen Seele nicht gefallen, aber der Herr kann durch Seine Gnade die Wahrheit der ewigen Verdammnis nutzen, um Menschen von ihrer Sünde und Schuld zu überführen und sie in die Arme des Erlösers zu führen. „O Sünder, bedenkt doch die schreckliche Gefahr, in der ihr schwebt! Gottes Hände halten euch immer noch über dem Abgrund Seines Zorns, über dem Abgrund – der ewigen Verdammnis.“



    Was gibt es Kritisches?

    Das Buch ist sehr wertig aufgemacht, weshalb es sich auch gut als Geschenk eignet. Im Bereich der Biografie hätten 2-3x Bilder mehr für noch mehr Anschaulichkeit sorgen können. Am Ende der Predigt hätte man zudem Reflexionsfragen einfügen können.



    Warum sollte man das Buch lesen?



    Wie bereits erwähnt, hilft die Lektüre das heutige oftmals einseitig vermittelte Gottesbild auszubalancieren. Ebenso wird man selbst von der „zornigen Seite“ Gottes neu betroffen gemacht und zu Dank und Anbetung geführt. Des Weiteren dienen die Worte der Warnung zur Motivation, aus der Passivität der eigenen Komfortzone herauszutreten und Menschen in seinem Umfeld mit Christus in Berührung zu bringen.
  13. Essen = Gemeinschaft Von: Henrik
    Datum: 20.01.2023
    Der Esstisch ist ein Ort der Gespräche, Gemeinschaft und Genüsse. Leider wird die Zeit miteinander immer weniger wertgeschätzt. In „Die Wunschliste“ geht Esther Weiss ansprechend, anschaulich und altersgemäß auf das gemeinsame Essen ein.


    Wer ist die Autorin?

    Esther Weiss ist verheiratet mit Viktor. Die beiden haben drei lebensfrohe Kinder und wohnen im bergigen West Kelowna, BC, Kanada. Nach dem erfolgreichen Absolvieren ihres Musik- und Lehramtsstudiums, arbeitet sie an einer Grundschule. Mit der Buchreihe „Behüte dein Herz“ möchte sie viele Kinderherzen erreichen und diese zum Glauben an Gott führen.


    Worum geht es in dem Buch?

    Das vorliegende Buch ist der vierte Band der Reihe „Behüte dein Herz“. Erneut hat sich Weiss ein Thema aus dem Alltag vorgenommen, um praktische Anregungen zu biblischen Werten weiterzugeben.

    Der Leser wird mit an den Tisch von Familie König genommen. Doch statt eines Miteinanders erlebt er, wie Egoismus und fehlende Manieren zu Enttäuschung führen. Doch Papa König hat eine Idee. Mithilfe einer Wunschliste soll jeder neu entdecken, dass Gott sich freut, wenn man ihm auch beim Essen und Trinken die Ehre gibt. „Gott und unsere Mitmenschen zu lieben, ist wichtiger, als alles richtig zu machen. Und wenn wir uns gegenseitig unsere Wünsche erfüllen, zeigen wir uns auch noch mal, dass wir uns lieb haben.“ Denn schließlich lesen wir in der Bibel: „Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut – tut alles zur Ehre Gottes!“


    Wer sollte das Buch lesen?

    Weiss richtet sich insbesondere an Kinder ab sechs Jahren. Deshalb wurde u. a. ein großes Schriftbild verwendet, damit Erstleser bereits selbst auf Schatzsuche gehen können.


    Weshalb sollte man das Buch lesen?

    Das Buch möchte auf spielerische Art und Weise biblische Wahrheiten vermitteln. Im vierten Band bleibt der Fokus weiterhin auf das Herz der Leser gerichtet. Diesmal sprechen die Autoren das Thema der Tischmanieren an und zeigen auf, dass Gott in allen Bereichen des Lebens – und mögen sie auch noch so unscheinbar sein – die Ehre gebührt. Besonders die praktischen Anregungen zu biblischen Geschichten und Werten sind gelungen, da die Leser zum Nachdenken angeregt und nicht nur informiert werden. Über die biblischen Werte bis hin zum praktischen Aspekt des Tischdeckens ist alles dabei, was man zur Förderung von Kindern benötigt. Hervorzuheben ist zudem die Anschaulichkeit, denn viele Klappen im Text laden spielerisch zum Entdecken und Lernen ein. Zusätzlich zum Printmedium kann auf der Homepage www.behuetedeinherz.de auf weiteres Material (v. a. das Lied) zugegriffen werden.
  14. Gott sprengt Fesseln Von: awii186
    Datum: 10.01.2023
    Ein Leben, was zum Scheitern verurteilt ist. Pasquale ist im tiefsten Sumpf der Drogen, Kriminalität und inneren Leere angekommen.
    Als Graffitisprayer zieht er durch die Lande und begibt sich auf lebensgefährliche Abenteuer. Doch dann greift Gott ein und berührt sein Herz.
    Eine so ergreifende Lebensgeschichte, die durch die Vergebung der Sünden eine völlige Umkehr bewirkt und zeigt, wie groß Gott ist und wie er im Leben von Pasquale "Neues und Gutes" entstehen läßt.
    Durch den spannenden Schreibstil habe ich das Buch in einem durchgelesen. Oft stockt einem der Atem und man wird völlig in den Bann gezogen.
    Viele Bilder runden das Ganze ab, so kann man sich manches besser vorstellen. Im Anhang befindet sich ein Graffiti Lexikon, in der die Begriffe der Graffiti Szene sehr gut erläutert sind.
    Das Buch eignet sich auch sehr gut zum Verteilen an Jugendliche /junge Erwachsene. Es wird sehr gerne genommen.
  15. Wie kann ich in einer gefallenen Welt leben? Ein mehr als empfehlenswertes Buch. Von: Grace2
    Datum: 07.01.2023
    Das neue Buch „Gott beruft uns zu einem produktiven Leben in einer verfallenen Welt“ des Autors Paul David Tripp hat mich sehr angesprochen, da ich mir erhoffte, Antworten auf Fragen zu finden, die ich mir schon lange stellte, und ich wurde nicht enttäuscht. Ja, auch nach der Lektüre des Buches bleiben noch (neue) Fragen offen, vielleicht sogar mehr als vorher, doch der Autor gibt auch Antworten.

    Paul David Tripp nimmt als Beispiel für seine Argumentation, das Leben in einem abrissreifen Haus. Manche sehen wirklich nur den Schaden, doch andere sehen das Potenzial. Und auch wenn ich es vorher noch nicht so gesehen haben mag, leuchtet mir das Beispiel dieses Hauses und die damit verbundene Restauration als Leben in dieser verfallenen Welt ein. So hat mich der Autor von Beginn an mit seiner Argumentation logisch überzeugt und diese Erfahrung zieht sich durch das gesamte Buch. Jede geistige Erfahrung unterlegt er mit Beispielen, die nachvollziehbar und wahrhaftig sind.

    Sein Buch hat der Autor zweigeteilt. Im ersten Abschnitt geht es um das Wissen, er behandelt Fragen wie „Wissen, wo oder wer Sie sind“, „Ruhen in Gottes Souveränität“ oder auch „Grenzen“ und „Vertrauen“. Hier klärt Paul David Tripp die Punkte ab, wo der Leser in dieser Welt steht. Er legt so zu sagen das Fundament bzw. entkernt das Haus oder das Leben, wie es im jetzigen Zustand ist. Im zweiten Teil geht es um die Schlüsse aus den Antworten zum ersten Teil und der sich daraus ergebenen Konsequenz zum Tätig werden. Hier werden Themen wie Untätigkeit, Gemeinschaft, Gnade, u.a. angesprochen.

    Mich hat dieses Buch absolut begeistert. Auch wenn sich der Schreibstil des Autors leicht und gut liest und die Begründungen auch für Nicht-Theologen einfach nachzuvollziehen sind, ist es doch kein Buch, das man einfach so nebenbei weg liest. In jedem Kapitel stecken so viele Gesichtspunkte, dass man oder zumindest ich es nur abschnittsweise lesen konnte. Es gibt zu vieles zu durchdenken und ins Gebet zu bringen, dass ich dieses Buch noch mehrmals lesen muss, um alles aufnehmen zu können. Ich kann es jedem gläubigen Christen nur empfehlen, der Antworten auf die Fragen sucht, wie man in dieser gefallenen Welt als Christ leben kann. Wie bereits oben geschrieben, dieses Buch gibt Antworten, aber es wirft auch neue Fragen, über das eigene Leben auf. Betet darüber!
  16. In Christus Von: Henrik
    Datum: 07.01.2023
    Vielerorts stellt sich nicht nur gesellschaftlich, sondern auch in der persönlichen Lebenswelt die Frage: Was macht mich aus? Kenneth Berding geht in „Meine Identität: In Christus!“ auf Entdeckungsreise zum Leben mit Jesus.



    Wer ist der Autor?

    Kenneth Berding ist Professor für Neues Testament an der Talbot School of Theology der Biola University und Autor zahlreicher Bücher und Artikel. Er ist verheiratet mit Trudi und Vater von vier Töchtern. Einer seiner Schwerpunkte sind die Briefe und Lehren von Paulus.



    Worum geht es im Buch?

    Das Hauptthema des Buches ist die Gemeinschaft mit Christus. „Das Ziel des Buches ist es, darzulegen und zu verdeutlichen, wie die Gemeinschaft mit Christus unser Leben als Christen beeinflusst.“ Berding zeigt in seinen 100 Impulsen auf, dass das Leben mit Christus einen echten Unterschied vorzuweisen hat. Ihm geht es dabei nicht nur darum aufzuzeigen, wer man als Christ ist, sondern er hilft seinem Leser auch zu verstehen, wie man als Christ leben sollte.



    Zunächst einmal blickt er dabei auf die Stellung und Identität in Christus. „In Christus zu sein, ist die Identität eines Christen. Und es ist keine Übertreibung, wenn wir sagen, dass es das Wichtigste von allem für uns ist.“ Danach widmet sich der Autor dem täglichen Leben in Christus. „Solltest du dich jemals fragen, warum Gott Leid in deinem Leben zulässt, dann führe dir vor Augen, dass Gottes ultimative Absicht für dich nicht deine Bequemlichkeit ist, sondern dich an sein Bild anzupassen.“ Zuletzt geht er auf die Gemeinde und Mission in Christus ein. „Du kannst dem Leib Christi dienen – und du wurdest dazu berufen -, denn du bist in Christus.“



    Wer sollte das Buch lesen?

    Die 100 Andachten sind für jeden, der sich 100 Tage intensiv mit seiner Identität in Christus beschäftigen möchte. Lobenswert ist, dass die Andachten etwa den gleichen Umfang haben und in knappen 5 Minuten gelesen werden können.



    Was gibt es Kritisches?

    Obwohl es am Ende der Andachten genügend Raum gibt, um sich eigene Notizen zu machen, wären Reflexionsfragen und Anregungen, die sich am Ende des Buches zu jedem Kapitel finden, besser ans jeweilige Andachtenende zu setzen.



    Weshalb sollte man das Buch lesen?



    Berding profitiert aus dem reichen Erfahrungsschatz als Professor, Missionar, Ehemann und Vater und bleibt deshalb nicht bei der frommen Theorie stehen, sondern überträgt diese in das Diesseits. Die Bedeutung und Wichtigkeit der neuen Identität ist hilfreich, um im Trubel des Alltags zu bestehen, damit ein tiefes, gebetserfülltes Nachsinnen über das „In-Christus-Sein“ stattfindet. Dabei führt der Autor den Leser an die elementaren Wahrheiten der Bibel heran und bezieht sie auf den Alltag, damit geistliche Reife im Leben des Glaubenden ermöglicht wird. Dabei ist das Reflektieren über unser „In-Christus-Sein“ erfrischend und belebt das eigene Heute des Glaubens.
  17. Glaube bedeutet ... Von: Henrik
    Datum: 27.12.2022
    Es gehört zur Natur des Menschen Fragen zu stellen. R. C. Sproul gibt in „Was ist Glaube?“ Antworten auf Fragen zum christlichen Glauben.

    Wer ist der Autor?

    R. C. Sproul (1939 – 2017) war Professor für Systematische Theologie, Pastor und Autor von mehr als 100 Büchern. Er gründete Ligonier Ministries und war dessen Vorsitzender. Mit der Radiosendung „Renewing Your Mind“ war er international im Radio als Bibellehrer zu hören. Er war mit Vesta Ann verheiratet, die beiden haben zwei Söhne. Sproul war zudem einer der führenden Unterzeichner der Chicagoer-Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Bibel (1978), vertrat den Kreationismus und befürwortete eine calvinistisch geprägte Theologie, weshalb er an Prämissen wie der Allmacht, Allwissenheit und Souveränität Gottes unerschütterlich festhielt.

    Worum geht es in dem Buch?

    R. C. Sproul nimmt den Leser mit in eine der bedeutendsten Fragen: Was ist Glaube? Schließlich ist der Glaube „für das biblische Verständnis der Erlösung zentral und damit für das Christentum von größter Wichtigkeit“.

    Bei der Lektüre zeigt der Autor dem Leser auf, wie der Glaube in der Bibel definiert wird. „Der Glaube ist ein Überzeugtsein, weil er auf Gott gerichtet ist.“ Sproul legt dabei den Fokus darauf, wie der Glaube mit der Erlösung des Menschen zusammenhängt und welche Komponenten für den sogenannten „rettenden Glauben“ notwendig sind. „Der Glaube wird als Gnadengabe bezeichnet, weil er uns von Gott geschenkt wird – wir können ihn uns nicht erkaufen, verdienen oder sonst irgendiwe aneignen.“ Außerdem wird darauf eingegangen, wie Glaube und Vernunft zusammenhängen. Dabei streift der Leser die biblischen Vorbilder und wird aber auch mit Zeugen aus der Kirchengeschichte vertraut gemacht. „Der Glaube ist also ein Geschenk Gottes, das durch den Heiligen Geist hervorgebracht wird – und der göttliche Weg, auf dem der Glaube geschenkt wird, ist durch das Wort.“

    Wer sollte das Buch lesen?

    Vordergründig stehen solche Leser dem Autor vor Augen, die dem christlichen Glauben skeptisch gegenüberstehen. Aber auch Christen profitieren von der Lektüre, denn Sproul hat die Gabe, komplexe Sachverhalte allgemeinverständlich und bibelbasiert dazulegen.

    Was gibt es Kritisches?

    Das handliche Taschenbuchformat ist ansprechend und auch der Umschlag ist wertig gestaltet. Jedoch spricht das Cover durch seine Schlichtheit weniger an. Da es sich um ein apologetisches Buch handelt, wären Fragen zum Reflektieren des Dargestellten eine hilfreiche Ergänzung. Um den Textfluss aufzulockern, wäre das Highlighten von Kernsätzen eine willkommene Abwechslung gewesen. Zuletzt muss man sagen, obwohl das Buch wertig verarbeitet ist, ist es mit knapp 7 € nicht mal so eben ein evangelistische Give-away. Das ist schade, denn der Inhalt ist bestechend und ergiebig. Bei seiner Erläuterung nimmt der Autor immer wieder Bezug auf das Westminster Bekenntnis und hier zeigt sich, dass bei der Reformierten Theologie eben auch Bekenntnisse, die vieles Richtiges auf den Punkt bringen, eine Rolle bei der Argumentation spielen.

    Weshalb sollte man das Buch lesen?

    Die Frage nach dem Glauben ist allgegenwärtig und in einer multioptionalen Gesellschaft braucht es klare Antworten. Sproul versteht es aufzuzeigen, was die Bibel unter Glauben versteht. Dabei scheut er sich auch nicht für die Souveränität Gottes einzutreten und ermutigt sich unter das Wort Gottes zu begeben und das Wort selbst zu lesen. „Die Bibel fordert uns an einer Stelle auf, einen Sprung in die Finsternis zu wagen.“ Das Buch ist eine gelungene Handreichung, um Menschen auf Fragen des Glaubens Antwort zu geben. Mit seiner evangelistischen Komponente ist es auch gut geeignet, um solchen eine Hilfe zu sein, die dem Glauben skeptisch gegenüberstehen. Sproul ist es zu verdanken, dass er bei seinen Ausführungen auch kritische Rückfragen an die Erwählungslehre aufnimmt und plausible Antworten – aus Gottes Wort – liefert, die Fragen beantworten.
  18. Verstehe das Heute Von: Henrik
    Datum: 27.12.2022
    Wie kam es dazu, dass Staat, Gesellschaft, Schule, Familie und Alltag erotisiert wurden? In „Der Siegeszug des modernen Selbst“ geht Carl Trueman auf die kulturelle Amnesie sowie den expressiven Individualismus ein und zeigt den Weg der sexuellen Revolution auf.

    Wer ist der Autor?

    Carl Trueman ist Professor für Biblische und Religiöse Studien am Grove City College (USA). Er ist freier Redakteur bei First Things, ein geschätzter Kirchenhistoriker und arbeitet als Wissenschaftler am Ethics and Public Policy Center. Trueman hat zahlreiche Bücher verfasst oder herausgegeben.

    Worum geht es in dem Buch?

    Die Ausarbeitung Truemans ist ein Augenöffner, um die aktuellen Veränderungsprozesse in der Politik zu verstehen und weshalb es zur Ausbreitung des neuen Selbst kommt.

    Im ersten Teil geht der Verfasser auf die Architektur der neuen Vorstellungen vom Selbst ein und zeigt auf, wie unsere westliche Kultur neu gedacht wird. Dabei wird deutlich, dass eine Identitätsrevolution im Gang ist. „Im Zeitalter des psychologischen Menschen hat sich das eindeutig umgekehrt. Befriedigung und Sinn – Authentizität – werden jetzt in der Hinwendung nach innen gefunden, und die Kultur wird entsprechend neu konfiguriert.“

    In den Grundlagen stellt er den unbekannten Gesetzgeber vor, der zur Geburt eines plastischen Menschen beitrug und betont, dass das moderne Selbst und seine Kultur ihre unmittelbaren Wurzeln eindeutig in den intellektuellen Entwicklungen des 18. und 19. Jahrhunderts haben. „Wenn die Gesellschaft und Kultur nur ein Konstrukt ist und die Natur keinen inneren Sinn oder Zweck hat, dann muss der Mensch selbst Sinn erschaffen.“

    Der dritte Teil richtet nun den Fokus auf die Sexualisierung der Revolution. Hierbei steht besonders Sigmund Freud im Blick, da sein Denken Zivilisation und Sex auch noch heute prägen und von der Neuen Linken aufgenommen wurde, um Sex zu politisieren. „Von dem Augenblick an, da man Identität als sexuell verstand, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis Sex politisch wurde.“

    Zuletzt stellt Trueman den die Siege der sexuellen Revolution des Selbst vor. Dabei konzentriert er sich auf drei Themenschwerpunkte: das Erotische, das Therapeutische und die Transgenderthematik. „Der Grundtenor der therapeutischen Gesellschaft, von ihrer Psychologisierung von Unterdrückung bis hin zu ihren historischen Erzählungen, die die Opfer der Geschichte zu den wahren Helden macht, kultiviert emotional (und daher moralische) Macht, die heute jemand einfordert, der sich als Opfer hinstellt.“

    Wer sollte das Buch lesen?

    Das Buch ist anspruchsvoll – ohne Frage. Einerseits wird man in philosophische und gesellschaftstheoretische Denkweisen eingeführt, andererseits werden auch historische Bezüge eingebracht. Daher sollte ein Interesse für solche Themenfelder beim Leser vorhanden sein. Dennoch gelingt es Trueman gut verständlich zu schreiben. Besonders Pastoren und Gemeindeleitern sowie Jugendleitern und Bildungsverantwortlichen ist das Buch zu empfehlen, da es gilt, die Ideen hinter den aktuellen Bestrebungen zu kennen, um aufzuklären und dies ohne Polemik.

    Weshalb sollte man das Buch lesen?

    Die Ausarbeitung dient als Einstieg in die Auseinandersetzung der Themenfelder, die Familie, Kultur und Nationen verändern. Trueman gelingt es dabei aufzuzeigen, dass Ideen, „die heute sowohl die bewussten Philosophien als auch die Institutionen durchdringen und damit das soziale Vorstellungsschema dominieren, tief in der Geschichte verwurzelt sind.“ Ein Glossar am Ende hilft dem Leser, sich im woken Begriffe Wirrwarr besser zurechtzufinden. Hervorzuheben ist Truemans unwissenschaftlicher Epilog zum Ausgang, der u. a. auch Zukunftsaussichten sowie Anregungen für die Christenheit beinhaltet, denn als Christen sollten wir mit den Herausforderungen in Liebe umgehen, aber klar in der Sache sein können. „Wie war das heute anstellen und wo dabei die Grenzen liegen – das sind die drängenden Fragen der Gegenwart.“
  19. Scharfsinnig und originell Von: Henrik
    Datum: 10.12.2022
    Der Autor A. W. Tozer gilt als eindringlicher Mahner und begabter Prediger und in „Die Wurzel der Gerechten“ möchte er die Leser- und Hörerschaft für eine Rückbesinnung in der Beziehung zu Christus sensibilisieren.

    Wer ist der Autor?

    Aiden Wilson Tozer (1897-1963), besser bekannt als A. W. Tozer, war ein US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor. Seine Werke werden dem Evangelikalismus zugeordnet.

    Worum geht es in dem Buch?

    Über einen Zeitraum von 43 Jahren diente Tozer in den USA und Kanada in mehreren Gemeinden. Die vorliegenden Kapitel entstanden in einem Zeitraum von fünf Jahren und wurden an vielen Orten und unter einer Vielzahl interessanter Umstände geschrieben. Sie wurden erstmalig in Form von Leitartikeln in The Alliance Weekly veröffentlicht, bevor sie als Buchausgabe erschienen. Tozer selbst schreibt: „Sie sind keinesfalls beschauliche religiöse Abhandlungen; sie haben vielmehr ihren Sitz mitten im Leben.“

    Als Leser erhält man 46 kurzweilige Kapitel, die sich jedoch einem roten Faden verschrieben haben: Besinne dich auf deine Beziehung mit Christus zurück, damit du ein authentisches Christsein im Alltag lebst. Und so dienen die Kapitel auch heute noch als ein notvoller Aufruf zu einem geistlichen Neuanfang. Ein paar Zitate sollen dies verdeutlichen:

    Tragt euer Kreuz, folgt eurem Herrn und schenkt den zeitbedingten religiösen Strömungen und keinerlei Beachtung.
    Vernachlässigen wir jedoch die Gemeinschaft mit Gott, fügen wir uns an einer Stelle Schaden zu, an der wir es uns nicht leisten können.
    Wie bei allen anderen Dingen hängt die Wirkung unserer Gebete davon ab, wie unser Leben aussieht.
    Ein Großteil des Leidens, das wir auf dem Weg der Heiligkeit gemäß unserer Berufung ertragen sollen, ist ein inneres Leiden, für das nur selten eine äußere Ursache zu finden ist.

    Wer sollte das Buch lesen?

    Die Lektüre ist jedem Christen zu empfehlen, um sich selbst zu prüfen, inwieweit er bereits Kompromisse eingegangen ist. Des Weiteren sollten sich Leiter und Prediger des Wortes mit den Inhalten auseinandersetzten, da die Gemeinde Jesu im 21. Jahrhundert schwer erkrankt ist, weil die Lehre verwässert und das Gefühl und die Emotion emporgehoben werden.

    Weshalb sollte man das Buch lesen?

    Den Autor zeichnet aus, dass er das, was er schrieb, aus einem Herzen verfasste, welches aus der Liebe zu Gott sowie aus der Sorge um die Menschen seiner Zeit entzündet war. Zudem war es sein scharfsinniger Einblick in die christliche Welt gepaart mit seiner tiefen geistlichen Erfahrung, von der Leserinnen und Leser auch heute noch profitieren können. Wolfgang Bühne betont, dass es auch Tozers Originalität war, wenn er bestimmte Erscheinungsformen der von ihm beobachteten Glaubenspraxis in seinem Umfeld beschrieb und daraus entsprechende Schlussfolgerungen zog, sowie sein charakteristischer literarischer Stil, der auch heute noch begeistert.
  20. Logik ist wichtig Von: Henrik
    Datum: 10.12.2022
    Die Frage nach dem Ursprung ist kontrovers. Wer hat recht: Atheisten oder bibeltreue Christen? Jason Lisle zeigt in „Eine Frage der Logik“ auf, wie der menschliche Verstand bei alledem eine gewichtige Rolle spielt.



    Wer ist der Autor?

    Dr. Jason Lisle ist ein christlicher Astrophysiker, der zu Fragen der Wissenschaft und des christlichen Glaubens forscht. Lisle promovierte in Astrophysik an der University of Colorado in Boulder. Dr. Lisle hat bei Answers in Genesis, dem Institut für Schöpfungsforschung, gearbeitet und ist der Gründer des Biblical Science Institute.[1]



    Worum geht es in dem Buch?

    Wir leben in einem so oft genannten „wissenschaftlichen Zeitalter“ und der Skeptizismus gegenüber dem Anspruch der Bibel, das unfehlbare Wort Gottes zu sein, wächst. Vor allem die Ursprungsfrage wird kontrovers gesehen.



    Dr. Lisle ist es zu verdanken, dass er in der vorliegenden Ausarbeitung auf brillante Art und Weise Argumente verwendet, die die meisten Leser oftmals für rein fachspezifische Art halten. Doch dem Verfasser gelingt es Schritt für Schritt den Leser mit Kompetenz auszustatten, sodass dieser nicht zwingend ein Experte auf dem Gebiet der Logik und Philosophie sein muss. Denn Bücher, die sich mit biologischen, geologischen und kosmologischen Argumenten auseinandersetzten, gibt es schon zuhauf. Und die Interpretation von Daten hängt davon ab, welcher Weltanschauung der Interpret folgt.



    Und so beleuchtet Lisle in seinem Werk viel grundlegender die Auseinandersetzung zwischen einem Weltbild, das Gott aus der Gleichung streicht und einem, das Gott zur Gleichung macht. Und deshalb scheut sich der Autor auch nicht recht forsch zu formulieren, dass es einen „ultimativen Beweis“ gibt, der jedermann überzeugt.



    Als Leser wird man in den ersten Kapiteln deshalb das Wesen von Beweisen und deren Interpretation, gemäß der jeweiligen Weltanschauung, kennenlernen und dafür sensibilisiert, welche Rolle die Logik bei alledem spielt. „Wenn wir den ultimativen Beweis, seine verschiedenen Illustrationen und die ‚Nicht antworten, doch antworten‘-Strategie, wirklich verstehen, dann können wir jedes Argument, das gegen die biblische Weltanschauung vorgebracht wird, nehmen und zeigen, dass es in Wirklichkeit ein Argument für die biblische Weltanschauung ist.“



    Anschließend wird man als Leser in die Verteidigung des Glaubens eingeführt, wobei Lisle dem Grundsatz von Sprüche 26,4f folgt, bevor die nächsten zwei Kapitel die Grundlagen der formalen Logik erläutern. Danach gibt der Autor dem Leser eine kleine Apologetikschulung a la paulinischem Vorbild. „Der Schlüssel liegt also nicht darin, den Nichtgläubigen zuallererst mit Beweisen ‚zuzutexten‘, sondern darin, sein unterdrücktes Wissen über Gott aufzudecken.“ Den Schluss bildet ein umfangreicher Anhang, der viele kritische Fragen zum Themenkomplex aufgreift, die Answers in Genesis im Laufe der Jahre gestellt wurden.



    Wer sollte das Buch lesen?

    Zunächst einmal richtet sich das Werk an Christen, die Interesse an Apologetik haben und auch für die Debatte Evolution vs. Kreationismus einstehen möchten/müssen. Es sei erwähnt, dass der Leser auch eine Freude am logischen Denken mitbringen sollte, da aktives Mitdenken eingefordert wird, wenngleich der Schreibstil allgemeinverständlich ist. Gerade auch Pädagogen sollten sich mit den Inhalten auseinandersetzen, damit sie der Generation von Morgen das wissenschaftlich Kontroverse vorstellt und nicht die ideologisierte Weltanschauung als gesetzt weitergibt.



    Weshalb sollte man das Buch lesen?

    Die Kontroverse um den Ursprung ist in vollem Gange. Schülerinnen und Schüler werden tagtäglich mit der Evolutionstheorie konfrontiert, die als alleinige Wahrheit verkündet wird. Damit aber Mündigkeit entsteht, sollte man sich mit der jahrhundertelang geltenden Weltanschauung vertraut machen, die da lautet: Gott ist der Schöpfer. Des Weiteren wird man als Leser durch die Lektüre zugerüstet, um den Glauben an den Schöpfer fundiert zu verteidigen.