Ein moderner Klassiker

"Dieses Buch wurde in der Hoffnung verfasst, dass diese Generation sich abkehrt von der größten aller Gottlosigkeiten - davon, dass Geschöpfe an die Stelle des Schöpfers gestellt wurden.

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DeYoung: Leg einfach los! Ein befreiender Weg, Gottes Willen zu entdecken - Cover

  • DeYoung: Leg einfach los! Ein befreiender Weg, Gottes Willen zu entdecken - Cover

DeYoung: Leg einfach los!

Artikel-Nr.: 176325

Kevin DeYoung
Leg einfach los!
Ein befreiender Weg, Gottes Willen zu entdecken


Paperback, 129 S., Betanien Verlag 24.03.2017

7,90 € *

lieferbar - Lieferzeit: 1 – 5 Werktage*

Details

Der zweite Untertitel ist vielsagend: "Oder: Wie man Entscheidungen trifft ohne Träume, Visionen, Wollvließ, Eindrücke, offene Türen, zufällige Bibelverse, Lose werfen, Gänsehautmomente, Schriftzüge am Himmel etc."

Zu oft tun Christen sich schwer, sich für einen Job, einen Partner oder eine Gemeinde oder für überhaupt irgendetwas zu entscheiden. Sie sorgen sich krampfhaft, dass sie nicht Gottes perfekten Willen für ihr Leben gefunden haben. Viele fallen in Passivität und Frustration, weil sie Gottes Willen suchen, aber nicht finden. Dabei hat die Bibel eine klare Lösung für dieses Problem: Gott hat seinen Plan für unser Leben bereits offenbart!
Kevin DeYoung verdeutlicht diese biblische Lösung auf erfrischende und sehr lebensnahe Weise. Besonders für junge Leute – die ja vor den wichtigsten Entscheidungen ihres Lebens stehen – ist dieses Buch eine große Hilfe, um befreit und aktiv zur Ehre Gottes leben zu können.

„In weiten Teil des Christentums grassiert ein falsches Verständnis des Willens Gottes. Die Gemeinde braucht dringend Korrektur von diesen irrigen Vorstellungen. Erfreulicherweise bietet Kevin DeYoung diese Korrektur.“ – Albert Mohler, Präsident des Southern Baptist Theological Seminary

 

Endlich! Auf die deutsche Übersetzung dieses Buchs habe ich schon lange gewartet. DeYoung gibt eine klare Antwort auf die immer wieder gestellte Frage danach, was wir in bestimmten Lebenssituationen tun sollen. Bete aber dann „Leg einfach los“. Gottes Wort ruft uns nirgends dazu auf, seinen geheimen Willen für unser Leben zu erforschen, bevor wir Entscheidungen treffen und handeln. Unser liebender Vater hat uns alles klar offenbart, was wir wissen müssen, um unser Leben zu meistern. Wenn wir danach handeln, können wir frei und mutig Entscheidungen treffen.

Unsere Gesellschaft leidet unter viel zu vielen Menschen, die nicht bereit sind, mutig Entscheidungen zu treffen und voran zu gehen. Wir Christen sollten diesem Fehlverhalten nicht unter dem Deckmantel des demütigen Wartens auf Gottes Wegweisung folgen. Im Gegenteil – als Christen wissen wir um den Herrn, der für uns ist. Mit diesem Herrn an unserer Seite sollten gerade wir mutig vorangehen. Kevin deYoung macht Mut dazu und liefert uns klare biblische Argumente. „Leg einfach los“ – dem ist nichts hinzuzufügen. – Matthias Lohmann, Pastor der FEG München-Mitte und Vorsitzender von Evangelium21

Die ersten 50 Seiten zum Reinblättern:

Zusatzinformation

ISBN 9783945716250
Verlag Betanien Verlag
Gewicht 0.2000
Erscheinungsdatum 24.03.2017
Seiten 129
Einband Paperback
Ausrichtung reformatorisch
Bestseller Rang: 5

Kundenrezensionen

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Kundenrezension von Philip J.

Zusammenfassung: Leg einfach los - ja, beten kannst du auch noch.

Bewertung:
Der Titel ist Programm. Der Autor des Büchleins "Leg einfach los" hat eine zögernde, junge, von den schier unendlich vielen Möglichkeiten (die unsere Zeit so sehr prägen) verunsicherte Christenheit vor Augen, die viel zu wenig tut. Diese möchte er bewegen, aufzuhören danach zu suchen, dass Gott ihnen, wie einst Gideon, starke Zusicherungen gibt, dass dies sein Weg sei. Und einfach loszulegen.

+ Der Autor stellt klar das Problem dar: Ein unbiblischer Wunsch nach perfekter Erfüllung, Angst vor Problemen und davor, selbst Verantwortung für seine Entscheidung zu übernehmen führt dazu, dass Christen Angst vor Entscheidungen haben.
+ Sehr gut stellt der DeYoung dar, was eigentlich Gottes Wille ist: Dass wir zuerst nach Gottes Reich und seiner Gerechtigkeit trachten sollen, dass wir ihn verherrlichen sollen und für Gott in der Heiligung leben
+ Von diesem geoffenbarten Willen Gottes leitet DeYoung ab, dass wir uns darum, um viele nicht-ethische, sekundäre Entscheidungen keine Sorgen machen müssen; das entspricht der Aussage von Mt6: Sorge nicht - trachte nach Gottes Reich.
+ weiterhin spricht für das Buch, dass DeYoung bei aller (wohl berechtigten) Warnung vor "Eindrücken", diese nicht verneint, sondern das Bewusstsein ausdrückt, dass Gott so handeln kann. Die Basis für eine Entscheidung ist und bleibt jedoch das Wort Gottes.
+ Der Autor korrigiert unseren Blick auf Gott, indem er aufzeigt, dass wir nicht durch eine sekundäre Entscheidung (wie die der Berufswahl, Heirat etc.) in eine hoffnungslose Situation "außerhalb des Zentrums von Gottes Willen" kommen können, wenn wir primär Gottes moralischen Willen suchen.
+ Er ermutigt dazu, nicht um Erkenntnis des Willens Gottes zu beten, aber z.B. um Bewahrung vor falscher Motivation bei einer Entscheidung (praktisches Beispiel).

- negativ erscheint mir, auf welche Weise der Autor die Lehre von Gottes Vorsehung und die Frage nach richtigen Entscheidungen verknüpft. Es kann der Gedanke (oder die Entschuldigung) aufkommen, dass wir tun können, was wir wollen, weil Gott schließlich alles vorherbestimmt habe. DeYoung beschreibt zwar ebenso die Verantwortung des Menschen (und prangert an, wenn wir Gott für unsere Entscheidungen verantwortlich machen); mir erscheint diese Gegenüberstellung in diesem Kontext jedoch unpassend zu sein (Und Vorsehung = Vorhorbestimmung?)
- Leider wertet DeYoung zugunsten seiner Intention das Gebet etwas ab. Es bleibt ein "ja, beten musst du natürlich auch" übrig. Auch wenn er Gebet als Punkt aufführt, kommt meiner Wahrnehmung nach in seinen Aussagen ; tatsächlich ist jedoch Fakt, dass Christen heute zu wenig beten. Und dass wir dem Gebet zu wenig Macht beimessen. Wir sollen beten: Erforsche mich, oh Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich, und erkenne wie ich es meine, und sieh ob ich auf bösem Weg bin und leite mich auf dem ewigen Weg Psalm 139,23-24 (wohlgemerkt: hier steht nicht: und sage mir, welcher Weg mir nicht gefallen könnte, damit ich den richtigen nehme. Es heißt: leite mich.) Er scheint es auch überflüssig zu finden, für jede Kleinigkeit zu beten (er nennt das übermäßige Vergeistlichung). Genau das scheint jedoch die Lehre der Schrift zu sein.
- Schließlich scheint Titel und Intention etwas überspannt (zumindest ich habe nicht den Eindruck, dass zu viele Gläubige "gar nichts" tun, weil sie keine Entscheidungen treffen, mag Zukunftsmusik sein, da Amerika oft etwas "weiter" ist). Dies ist auch mit der Grund, weshalb ich zögern würde, das Buch uneingeschränkt zu empfehlen: Ich möchte Menschen eigentlich nicht dazu ermutigen "irgendetwas, irgendwie" zu tun. Der Autor sagt zwar, was die Bedingung ist (Mt 6,33), betont jedoch viel stärker das "Just du something".
- damit zusammen hängt ein weiterer Kritikpunkt: Der Schreibstil des Buches ist sehr "jugendlich" aber leider in meinen Augen nicht immer gottesfürchtig (die Gottesfurcht fördernd).

FAZIT: Der Autor stellt in seinem Buch sehr gute Gedanken dar; in meinen Augen ist es jedoch nicht in jeder Hinsicht zu empfehlen; wenn man das Buch jemandem schenken will, sollte man es erst selbst lesen und sehen, ob (und evtl. mit welcher Widmung) man es weitergibt. Ich kenne jedoch kein Buch, dass auf dieselbe eindrückliche Weise die oben angeführten Stärken verbindet.


(Veröffentlicht am 15.04.2017)
Kundenrezension von Viktor J.

Zusammenfassung: Sehr empfehlswert!

Bewertung:
"Leg einfach los" ist ein sehr wichtiges Buch für unsere heutige Christenheit. Sowohl junge, als auch ältere Christen sind vom übergeistlichen Gedankengut infiziert, man solle Gottes Willen für jede Entscheidung erbeten und herausfinden. Kevin DeYoung spricht mit diesem gut lesbaren Buch diese falschen Vorstellungen an und macht die biblische Sichtweise zur Entscheidungsfindung deutlich!

Im ersten Kapitel geht es zunächst um eine Beschreibung unserer jungen Generation, die große Schwierigkeiten hat Entscheidungen zu treffen und sie durchzuziehen. Es ist eine gute kurze Analyse, der man voll und ganz zustimmen kann!

Das zweite Kapitel greift der Autor eine in der Christenheit übliche Unterscheidung von Gottes souveränem, moralischem und individuellen Willen auf. Dieses Konzept ist sehr hilfreich, um verständlicher über Gottes Willen zu sprechen.

Kapitel 3 nennt fünf Gründe, warum wir fälschlicherweise nach dem individuellen Willen Gottes fragen. Dieses Kapitel ergänzt das erste Kapitel um einige Schieflagen in unserer heutigen Christenheit. Unbedingt lesenswert!

Im nächsten Kapitel wird deutlich, warum die Suche nach dem individuellen Willen so problematisch ist. Es hat gravierende Folgen für unser Gottesbild und unseren praktischen Lebenswandel! Diese Ausführungen habe ich auch in anderen guten Büchern zu diesem Thema nirgends gelesen und dabei sind sie so wichtig.

In Kapitel 5 geht es um Gottes offenbarten Willen und Kapitel 6 die außergewöhnlichen Offenbarungen Gottes. Daraus folgen die Beschreibung von modernen, aber schlechten Wegen, um Gottes Willen zu erforschen (Kapitel 7) und ein Plädoyer für den biblischen Weg – den Weg der Weisheit (Kapitel 8).

Im vorletzten Kapitel wird die gesammelte Erkenntnis auf die Berufswahl und die Ehepartnerwahl beispielsweise und m.E. vorbildlich angewandt, bevor DeYoung im letzten Kapitel noch einmal zusammenfasst:
"Gott verleiht seinen Kindern den Willen, in seinen Wegen zu gehen – nicht, indem er die nächsten paar Schritte offenbart, die im Schatten verborgen liegen, sondern, indem er uns ein Herz gibt, das Freude an seinem Gesetz hat. Die Moral von der Geschichte lautet also: Lebe für Gott. Gehorche der Bibel. Denke zuerst an andere anstatt an dich selbst. Sei heilig. Liebe Jesus Christus. Und wenn du diese Dinge tust, dann tu, was ansonsten immer du möchtest, und du wirst im Willen Gottes wandeln." S. 112.
Das hört sich für mich sehr biblisch an (vergleiche Ps 37,4) und ist unheimlich befreiend!

Zuletzt bietet diese Buch einen Studienleitfaden, der dieses Buch auch für Hauskreise und andere Kleingruppen interessant macht.

Sicher könnte man den Weg der Weisheit noch detaillierter aufzeigen, indem man dem Leser einzelne Schritte an die Hand gibt. Aber offenbar wollte es der Autor bewusst nicht kompliziert und unnötig lang machen. Die Stärke liegt eindeutig bei der klaren Problembeschreibung der heutigen Praxis Gottes Willen "herauszufinden".

Insgesamt habe ich mich sehr über dieses Buch gefreut. Es ist einfach zu lesen und klar und biblisch in seinen Aussagen. Es ist ein nötiges Buch für unsere Zeit! Man kann es ohne Einschränkung allen Entscheidungsgeplagten und "Gotteswillen-Suchenden" weiterempfehlen! Es ist wie Joshua Harris im Vorwort schreibt: "Es ist mein neues Non-plus-ultra-Buch zum Thema "Gottes Willen finden" und Entscheidungen treffen.

(Veröffentlicht am 10.04.2017)
Kundenrezension von Mathias B.

Zusammenfassung: Sprachlich sehr angenehm und mit der Ausstrahlung gewisser Demut

Bewertung:
Mit "Leg einfach los" begegnet uns ein Buch, das eine klare Zielsetzung hat: Eine Frage zu klären, nämlich wie man Gottes Willen bei den Entscheidungen des Lebens herausfinden kann.
Der Autor hat an sich selbst den Anspruch, dies ausschließlich anhand der Bibel zu beantworten und betrachtet zunächst verschiedene Vorstellungen zum Thema. Theologen, die raten, bei jeder noch so kleinen Entscheidung nach einem gewissen Schema Gottes Rat zu suchen und eben diejenigen, die die Ansicht vertreten, Gott würde uns keine persönlich abgestimmte Anleitung in Alltagsfragen geben.
Sprachlich sehr angenehm und mit der Ausstrahlung gewisser Demut führt einen das Buch sehr flüssig tiefer in verschiedene Aspekte des Themas. Es hat mich sehr zum Nachdenken gebracht und hat einen meines Erachtens tiefen, wahren Kern, von dem man viel lernen und an dem man sich vermutlich gar sein ganzes Leben orientieren kann.
Negativ ist mir aufgefallen, dass manche Interpretationen der Bibel als biblische Tatsachen hingestellt werden und nicht als das, was sie sind: Als menschliche Interpretationen. So greift der Autor immer wieder den Gedanken der Vorherbestimmtheit, auch alltäglicher Ereignisse, auf, wohingegen sehr viele Christen die biblische Vorherbestimmung eben als nicht auf den Alltag bezogen ansehen. Die Erläuterungen in dem Buch zu diesem Punkt waren für mich persönlich nicht stimmig und nicht überzeugend.
Abgesehen von unterschiedlichen Ansichten wie zu dem genannten Thema spreche ich eine klare Lese- und Kaufempfehlung für das Buch aus. Zumindest mich hat es weitergebracht und ich denke, das wird auch auf viele andere Leser zutreffen.
(Veröffentlicht am 08.04.2017)
Kundenrezension von Hanniel S.

Zusammenfassung: Ein Must Read für alle zögernden Millenials

Bewertung:
Für den eiligen Leser: Dies ist ein kurzes, in frischer Sprache geschriebenes Buch vom US-Pastor Kevin de Young (* 1976) über das Thema: Wie erkenne ich den Willen Gottes? Ein Must Read für alle zögernden, zaudernden Millenials. „Bitte nicht darum, alle Pläne zu erkennen, dich ich für dich habe. Bitte mich um Weisheit, damit du weißt, wie du gemäß meinem Wort leben kannst.“ (89)

Gott ist der Mikromanager unseres Lebens

„Es ist Gottes Wille für dich, dieses Buch zu lesen. Ja, ich meine genau dich. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass du ‚einfach so‘ dieses Buch nimmst, diese Seite aufschlägst und anfängst zu lesen? Offensichtlich ist das ein Zeichen. Von den Millionen von Büchern auf der Welt hast du gerade dieses gefunden. Wow. Ich bekomme Gänsehaut. Verpasse nicht diesen von Gott arrangierten Moment. Wenn du ihn versäumst, ist es sehr wahrscheinlich, dass du Gottes Willen für den Rest deines Lebens komplett verfehlen und deine Tage in Trauer und Bedauern verbringen wirst.“ Mit diesen Worten eröffnet Joshua Harris das Vorwort des Buches und bringt eine wesentliche Botschaft auf den Punkt: Gott führt uns souverän bis in die Details unseres Lebens hinein.

Der Schreibanlass: Die Entscheidungsschwäche der Multioptionsgesellschaft!

„Wir sind unbeständig und instabil. Wir halten an nichts fest. Wir sind nie sicher, ob wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Meistens sind wir nicht einmal in der Lage, überhaupt eine Entscheidung zu treffen. Und wir ziehen unsere Entscheidungen nicht durch. … unsere Suche nach dem Willen Gottes (ist) ein Komplize darin geworden, das Erwachsenwerden aufzuschieben. Diese ständige Suche ist ein bequemer Ausweg für junge (oder ältere) Christen, um sich ohne Sinn und Ziel durchs Leben treiben zu lassen. Zu viele von uns verkaufen ihre Instabilität, Unbeständigkeit und die endlose Selbsterkundung als angebliches ‚Suchen nach Gottes Willen‘, als wären das Vermeiden von klaren Entscheidungen und ein stetes Herumwinden Kennzeichen eines besonderen geistlichen Feinsinns.“ (11+13)

Die tragenden Argumente: Drei Kategorien von Gottes Willen

1. Gottes souveräner Wille: „Damit ist das gemeint, was Gott verordnet hat. Alles, was geschieht, geschieht gemäß Gottes souveräner Verordnung (seinem Ratschluss). Und alles, was er verordnet, wird letztendlich eintreten. Gottes souveräner Wille kann nicht vereitelt werden. Er ist unveränderlich und steht absolut fest.“ (16)
2. Gottes moralischer Wille: „Damit ist das gemeint, was Gott befohlen hat – was er von seinen Geschöpfen möchte, dass sie es tun.“ (18)
3. Die dritte Kategorie, Gottes individuellen Willen für spezifische Entscheidungen, stellt de Young in Abrede. „Gottes souveränem Willen zu vertrauen ist gut. Seinem moralischen Willen zu folgen ist Gehorsam. Auf Gottes individuellen Willen zu warten ist das reinste Chaos.“ (22)
Hinter der angeblichen Suche nach dem Willen Gottes für persönliche Entscheidungen stecke nur zu oft die Suche nach der perfekten Erfüllung. „Wir wollen alles. Und Gott soll uns den Weg dahin zeigen.“ (27)

Gewöhnliche Führung und aussergewöhnliche Überraschungen

De Young legt dem Leser nahe, sich nicht auf das Aussergewöhnliche, sondern auf den Alltag zu konzentrieren. „Gott hat keine weiteren Mittel verheißen, um uns zu führen, außer den Heiligen Geist, der durch die Bibel zu uns spricht, und wir sollten auch keine anderen Weisen erwarten.“ (63) Wir sollen deshalb das Aussergewöhnliche nicht zur Norm machen!

Fazit

Der Untertitel ist Programm: „Wie man Entscheidungen trifft ohne Träume, Visionen, Wollvliess, Eindrücke, offene Türen, zufällige Bibelverse, Losewerfen, Gänsehautmomente, Schriftzüge am Himmel etc.“ Es ist viel unspektakulärer. Das weist de Young in frischer, unverstellter Sprache fest und unterlegt es mit soliden Schriftbeweisen. Entdecke das, was Gott angeordnet hat und bewege dich treu innerhalb dieser Leitplanken! Es befreit von der „Sklaverei der Subjektivität“. De Young wendet dies auf die drei wichtigen Entscheidungen Ehe, Arbeit und Gemeinde an.

Sieben Zitate

1. „Ich bin überzeugt davon, dass vorherige Generationen nicht so stark wie wir damit gerungen haben, Gottes Willen zu entdecken, weil sie nicht so viele Optionen hatten wie wir. In vielerlei Hinsicht ist unsere ständige Sorge über den Willen Gottes ein westliches Phänomen der Mittelschicht der letzten fünfzig Jahre.“ (29)
2. „Wir lassen uns von Dingen in Beschlag nehmen, die Gott nicht erwähnt hat und wohl auch nie erwähnen wird, während wir uns vergleichsweise wenig all den anderen Dingen widmen, die Gott bereits in der Bibel offenbart hat.“ (41-42)
3. „Wenn es wirklich einen vollkommenen Willen Gottes gibt, den wir entdecken sollen und in dem wir grenzenlose Freiheit und Erfüllung finden können, warum scheint es dann, dass alle, die den Willen Gottes suchen, so versklavt und orientierungslos sind?“ (50)
4. „Ich liebe es, hinter der Kanzel zu stehen und den Leuten zu sagen: »Ich weiß haargenau, was der Wille Gottes für dein Leben ist!« Gewöhnlich schauen sie dann etwas perplex. Dann lasse ich sie 1. Thessalonicher 4,3 aufschlagen. Die meisten Zuhörer sind enttäuscht, wenn sie meinen Punkt verstehen. Sie wollten etwas Konkreteres als Heiligung.“ (54)
5. „Im Allgemeinen führt und leitet Gott sein Volk, indem er ihnen als Gebetserhörung das Licht seines Heiligen Geistes gibt, der sie befähigt, die Bibel zu verstehen und zu lieben.“ (John Newton, 79)
6. „Die Bibel studieren, auf andere hören und beständig beten – das ist die beste Vorgehensweise, nicht nur in entscheidenden Momenten, sondern als Lebensstil.“ (91)
7. „Männer, wenn ihr heiraten wollt, sucht euch eine gottesfürchtige Frau, behandelt sie gut, sprecht mit ihren Eltern, stellt die Willst-du-Frage, gebt euch das Jawort und fangt an, Babys zu bekommen.“ (101)
(Veröffentlicht am 30.03.2017)
Kundenrezension von Hans-Werner D.

Zusammenfassung: Ein sehr wichtiges Buch, das man auch sehr gut an junge Leute weitergeben kann

Bewertung:
Bücher zum Thema, wie man Gottes Willen erkennt, gibt es bereits eine ganze Menge. Leider sind viele davon fragwürdig und insbesondere mystisch geprägt. Sie lehren entweder ausdrücklich oder implizit, dass Gott neben der Bibel noch weitere Offenbarungsweisen habe wie innere Eindrücke, Zeichen usw. Solche Vorstellungen klingen fromm, untergraben aber das Prinzip „allein die Schrift“ und lenken die Erwartungshaltung, wie Gott sich uns auch für unser Alltagsleben allgenugsam offenbart, weg vom geschrieben Wort. Insbesondere junge Leute, die vor wichtigen Entscheidungen wie der Wahl des Ehepartners oder des Berufes stehen, können hier leicht falsch beraten werden und dem Irrtum des trügerischen Herzens (Jer 17,9) erliegen.

Kevin DeYoung ist ein in den USA besonders unter jungen reformierten Christen sehr beliebter Pastor und Autor, der auch schon in Deutschland zu reformatorisch geprägten Konferenzen als Redner eingeladen war (Evangelium 21). Zu oft, so schreibt er in diesem Buch, machen es Christen sich zu kompliziert mit Entscheidungen wie Wahl der Arbeitsstelle, des Ehepartners oder der Gemeinde und sorgen sich zu sehr, dass sie bisher nicht Gottes perfekten Willen für ihr Leben gefunden haben. Oder – was noch schlimmer ist: Sie tun einfach absolut nichts, verharren in einer entscheidungslahmen Starre und Frustration und warten endlos auf klare, direkte und unmissverständliche Wegweisung „von oben“.

DeYoung rät Christen, in nüchterner Weise und mit einem biblisch geschärften Verstand Entscheidungen zu treffen und sich anschließend daranzumachen, die getroffenen Entscheidungen auf biblische und gottesfürchtige Weise auszuleben. Er zeigt aus der Bibel: Gott muss uns nicht bei jeder Weggabelung sagen, was wir tun sollen. Er hat seinen Plan für unser Leben bereits offenbart: Der Bibel zufolge ist sein Wille für unser Leben in erster Linie, dass wir ihn ganz praktisch von Herzen lieben, seinem Wort gehorchen und uns zu seiner Ehre in das Bild seines Sohnes verwandeln lassen. Darüber hinaus haben wir die Freiheit, zu seiner Ehre das zu tun, wozu wir uns in Weisheit entscheiden und was wir bevorzugen. Deshalb heißt das Buch „Leg einfach los.“ Ein zweiter Untertitel beschreibt die irrigen Vorstellungen, mit denen DeYoung aufräumt: „Wie man Entscheidungen trifft ohne Träume, Visionen, Wollvließ, Eindrücke, offene Türen, zufällige Bibelverse, Lose werfen, Gänsehautmomente, Schriftzüge am Himmel etc.“ Gerade in unserer Zeit des gefühls- und erfahrungsorientieren Christseins ein sehr wichtiges Buch, das man auch sehr gut an junge Leute weitergeben kann.
(Veröffentlicht am 15.03.2017)

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