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Fruchtenbaum: Jesus war ein Jude

Artikel-Nr.: 4111019

Arnold G. Fruchtenbaum
Jesus war ein Jude
Überarbeitete und erweiterte Neuauflage

Taschenbuch, 192 Seiten, CMVH 11/2016

7,50 € *

lieferbar - Lieferzeit: 1 – 5 Werktage*

Details

Wer war Jesus von Nazareth? Diese kontrovers diskutierte Frage beschäftigt bis heute Menschen jeglicher Herkunft. War er ein Prophet, ein guter Lehrer oder bloss der Verfechter einer religiösen Schule? Unabhängig davon wie die Antwort ausfällt - Jesus war in erster Linie Jude. 

In seinem Buch geht Arnold Fruchtenbaum diese und ähnliche Fragen an. Er diskutiert dazu eine Vielzahl von Meinungen jüdischer Fachleute und setzt sich namentlich mit der messianischen Erwartung auseinander. Jesus war ein Jude enthält darüber hinaus 35 Berichte von Juden aus allen Schichten und Berufen, die uns mitteilen, wie sie über Jesus denken. (Verlagstext)

Zusatzinformation

ISBN 9783943175844
Verlag CMVH
Gewicht 0.1610
Erscheinungsdatum 11/2016
Seiten 192
Einband Taschenbuch
Ausrichtung allgemein
Bestseller Rang: 234

Kundenrezensionen

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Kundenrezension von Hans-Werner D.

Zusammenfassung:

Bewertung:
Dieses Buch enthält fraglos einige wertvolle Informationen und Betrachtungen über das Judentum und den jüdischen Hintergrund der gesamten Bibel. Es zeigt auch die Erfüllung alttestamentlicher Verheißungen in Jesus Christus auf, die von Juden leider nicht richtig interpretiert werden, z.B. Jesaja 53.

Eine interessante Frage, die der Autor aufwirft, ist: Was ist eigentlich ein Jude? Wie ist die jüdische Identität definiert? Bemerkenswert ist hier, dass heutige Israelis selbst keine Antwort darauf haben. So zitiert der Autor das Ergebnis einer Umfrage in der israelischen Zeitung Jerusalem Post, wo die Leser gefragt wurden, wer oder was ist ein Jude? Es kamen die unterschiedlichsten Antworten in bunter Mischung heraus. Am häufigsten wurde gesagt, Jude sei, wer sich selbst als Jude betrachtet (23%), gefolgt von der Auffassung, Jude sei, wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde oder zum Judentum konvertiert sei (19%) und den Ansichten, Jude würde man durch das Einhalten jüdischer religiöser Vorschriften bzw. dadurch, dass man in Israel lebt oder sich mit dem jüdischen Staat identifiziert (je 13%). (Seite 94-95)

Nachdenklich stimmt auch, dass in Israel offenbar die Auffassung vorherrscht, ein Jude könne sehr wohl Atheist und dennoch Jude sein, aber wenn er an Jesus glaubt, sei er kein Jude mehr (Seite 95).

Diesen Ansichten stellt Arnold Fruchtenbaum dann seine angeblich biblische Definition vom Judesein gegenüber. Für diese Definition zieht er jedoch ausschließlich das Alte Testament heran und verweist auf Abraham und Gottes Bund mit ihm: „Im Bund mit Abraham finden wir eine einfache Definition dessen, wer ein Jude ist … Die Nationalität gründet sich auf die Abstammung“ (S. 98-99).

Diese Definition entspricht aber nicht dem Neuen Testament. Paulus schreibt: „Nicht alle, die aus Israel sind, die sind Israel, auch nicht, weil sie Abrahams Nachkommen sind, sind alle Kinder“ (Röm 9,6-7). Anschließend nennt er die Beispiele von Ismael und Esau, die zwar Nachkommen Abrahams waren, aber keine „Kinder der Verheißung“, also nicht zum erwählten Volk gehörten. Die Nachkommen Jakobs gehören nicht automatisch zum wahren Israel!

Damit greift Paulus auf, was er schon in Römer 2 gesagt hatte: „Nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, noch ist die äußerliche Beschneidung im Fleisch Beschneidung; sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und Beschneidung ist die des Herzens“ (Röm 2,28-29; vgl. Kol 2,11; Phil 3,3).

Fruchtenbaum schreibt jedoch: „Nach dieser Definition [der Abstammung von Abraham, Isaak und Jakob] bleibt ein Jude ungeachtet dessen, was er glauben oder nicht glauben mag, ein Jude … Er ist ein Jude, weil er von Abraham, Isaak und Jakob abstammt.“ (S. 99)

Schon Johannes der Täufer hat vor diesem rein irdisch-ethnischen Verständnis des Judentums gewarnt: „Meint nicht, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich sage euch, dass Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken vermag“ (Mt 3,9)
Der Herr Jesus führt das weiter aus: „Sie antworteten und sprachen zu ihm: Abraham ist unser Vater. Jesus spricht zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder wäret, so würdet ihr die Werke Abrahams tun … Ihr tut die Werke eures Vaters ... Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben … Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun.“ (Joh 8,39-44).

Abraham stammte selber aus einer heidnischen Familie von Götzendienern (Jos 24,2-3). Dem Volk Israel wird diese Tatsache vor Augen gehalten, damit sie sich nicht für eine von Natur aus vorzügliche „Edelrasse“ halten, sondern sich der bedingungslos erwählenden Gnade Gottes bewusst sind. Die Zugehörigkeit zu Gottes wahrem Volk wurde seit dem Sündenfall nur durch eine neue, geistliche Geburt aus Gott erlangt. Das galt auch im Alten Testament, denn Nikodemus (Joh 3) hätte das aus dem AT wissen müssen.

Auch im Alten Testament war es schon so: Einerseits waren nicht alle gebürtigen Israeliten automatisch wahre Juden, und andererseits gehörten zum wahre Israel nicht nur gebürtige Nachkommen Abrahams. Die kanaanitische Hure Rahab und die Moabiterin Ruth sind Beispiele dafür. Sie wurden durch die Gnade Gottes uneingeschränkt in das Volk Israel integriert. Wären sie keine vollgültigen Juden geworden, dann wäre auch der Herr Jesus nicht vollkommen jüdischer Abstammung, denn beide Frauen sind im Stammbaum Jesu aufgeführt (Mt 1,5).

Der Galaterbrief lehrt, dass alle, die „in Christus“ sind, damit auch wahre Kinder Abrahams sind: „Wenn ihr aber des Christus seid, so seid ihr damit Abrahams Nachkommenschaft und nach Verheißung Erben“ (Gal 3,29). Das ist einfach darin begründet, dass der Herr Jesus der einzig wahre Same Abrahams ist. Es kann nur einen einzigen verheißenen Nachkommen Abrahams geben (Gal 3,16), und das ist der Herr Jesus Christus. Er war nicht nur ein Jude, sondern er ist der Jude schlechthin, er ist der wahre Israel – der eine wahre verheißene Same Abrahams, der wahre Sohn, den Gott aus Ägypten berufen hat, der wahre Weinstock usw. Er ist das Haupt des einen Volkes Gottes, und alle, die unter seiner Hauptschaft stehen, sind seine Miterben. Da ist nicht mehr gebürtiger Jude noch Grieche, sondern er hat am Kreuz aus gläubigen Juden und Heiden eins gemacht und die Zwischenwand der Umzäunung abgerissen (Eph 2,14). So sind auch Heiden aufgrund der überschwänglichen Gnade Gottes zu „Mitbürgern“ Israels geworden (Eph 2,19), ja sogar „Miterben und Miteinverleibte und Mitteilhaber der Verheißung“ (Eph 3,6). Neutestamentliche Gläubige werden uneingeschränkt und vollgültig Kinder Abrahams genannt. Sie hoffen dabei wie schon Abraham und seine alttestamentlichen Glaubenskinder auf die himmlische „Stadt die Grundlagen hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist“, das himmlische Jerusalem (Hebr 11,10; vgl. Gal 4,,25-26) und „trachten nach einem besseren, das ist himmlischen“ Vaterland (Hebr 11,16).

Arnold Fruchtenbaum lässt die neutestamentliche Defintion des Judeseins gänzlich außer Acht. Das ist umso erstaunlicher, da das Buch dieses Thema ja nicht nur am Rande behandelt, sondern sogar sein Titel lautet „Jesus war ein Jude“. Da aber Jesus der wahre Jude schlechthin ist und das Neue Testament dies als Erfüllung eines ganzen Komplexes alttestamentlicher Verheißungen herausstellt, hat Fruchtenbaums Buch sein Ziel und seinen Sinn schlicht verfehlt.

Bemerkenswerterweise definiert Fruchtenbaum das Judentum auch gar nicht als Volk Gottes, sondern rein ethnisch-national. Es wäre ja noch eine akzeptable Definition, zu sagen, ein Jude ist – zumindest im Alten Testament – ein Angehöriger des Volkes Gottes. Aber die geistliche Körperschaft lässt der Autor durchgehend außer Acht.

Dennoch stellt Fruchtenbaum eine nationalen Hoffnung der Juden als Volk heraus – aber als was für ein Volk, wenn nicht Volk Gottes? Er erkühnt sich sogar zu behaupten, Paulus sei „ausgesprochen nationalistisch“ (S. 103) gewesen. Als angebliche Belege dafür zitiert er Röm 11,1; 2Kor 11,22 und Phil 3,4-8. In Römer 11 drückt Paulus tatsächlich seine Liebe und Heilshoffnung für seine Verwandten im Fleisch aus. Aber ist das nationalistisch? Paulus’ Wunsch ist doch, dass seine „Brüder im Fleisch“ das Heil in Christus erlangen und mit allen geistlichen Segnungen gesegnet werden wie auch die Heidenchristen – und nicht die Aufrichtung eines jüdischen Nationalstaates! In den beiden anderen Stellen, 2Kor 11 und Phil 3, wird allerdings das Gegenteil dessen gesagt, was Fruchtenbaum behauptet, und er zitiert diese Verse sogar im Wortlaut: „… was mir Gewinn war [u.a. das Judesein im irdischen Sinne], das habe ich um Christi willen für Schaden gehalten … und halte es für Unrat …“ (Phil 3,7-8). So stolz und „nationalistisch“ war also Paulus’ Einstellung zu seiner jüdischen Abstammung!

Es ist zwar legitim, wie Fruchtenbaum eine ethnische Definition des Judentums zu nennen – denn auch das Neue Testament gebraucht die Begriffe Israel und Juden neben der neuen geistlichen Definition auch weiterhin im irdischen Sinne. Die jeweilige Bedeutung ist aus dem Kontext zu erschließen. Aber nicht legitim und irreführend ist es, diese ethnisch-irdische Definition als die wahre biblische Bedeutung darzustellen. Es würde auf eine falsche Glaubenslehre hinauslaufen, wenn man geistliche Wahrheiten aus dieser einseitigen irdischen Definition schließt. Die „Hoffnung Israels“ ist in Christus gekommen und erfüllt, Paulus hat diese „Hoffnung“ verkündet (Apg 26,6-7; 28,20). Wenn man etwas anderes als das eine Evangelium als Hoffnung Israels lehrt, kommt man der Gefahr der Irrlehre bedenklich nahe.

(Veröffentlicht am 27.05.2010)

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