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Kundenrezensionen

Artikel 1 bis 15 von 807 gesamt

Seite:
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Schmidt-Schell: Luisas Entscheidung
Bewertung:
Luisas neuer Vater und seine Veränderungen
"Glaube ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht." (Hebr.11,1)
Der frühe Tod ihres Vaters bei einem Autounfall hat Luisa und ihre Mutter eng zusammengeschweißt. Für Luisa die ihre Mutter Nani nennt, ist sie die wichtigste Person geworden an ihrer Seite. Deshalb hat sie auch große Angst als ihr Mutter im Krankenhaus operierte werden muss. So wird es Luisas größtes Ziel die Beste der Klasse zu werden, zwei Klassen überspringen, schnell Geld verdienen damit sie für ihre Nani sorgen kann. Doch eines Tages erfährt Luisa dann, das ihre Mutter mit dem Arzt, der sie operiert hat verabredet war und sie planen zusammenzuziehen und zu heiraten. Für Luisa bricht eine Welt zusammen, den sie denkt, der neue Mann will ihr ihre Mutter wegnehmen. Deshalb setzt sie auch alles daran den neuen Mann ihrer Mutter zu hassen. Durch den Umzug kommt Luisa in eine neue Schule, lernt Lea kennen und sie werden besten Freundinnen. Als Lea ihr von Jesus Christus und ihrem Glauben erzählt ist Luisa zuerst skeptisch, doch Lea lässt nicht locker. Wird sich Luisa für Jesus entscheiden und wird sich dadurch manches verändern?

Meine Meinung:
Ich hatte dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung bekommen. Die Bilder auf dem Cover wirkten auf mich geeignet für ein Jugendbuch ab 11 Jahre. Der Schreibstil ist sehr gut, einfach, fast sogar schon ein wenig kindlich und ich persönlich würde es sogar für Leser unter dieser Altersangabe empfehlen. Man merkt sehr gut das diese Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beruht. Den das Zusammenziehen und die Heirat der Mutter kam mir dann doch etwas sehr schnell. Auch die ganze Art wie sich die Personen benahmen, passte eher zu dieser Zeit. Leider blieben für mich manche Personen recht unnahbar, kühl, geradezu schroff und es fehlten mir dann auch ein wenig die Emotionen an dem ganzen Geschehen. Vielleicht lag es daran das der Autor so den Wandel von Luisa und ihre Familie, dem Leser deutlicher aufzeigen wollte. Im Anbetracht das dieses Buch nur 142 Seiten hat, konnten die Charaktere und die Geschichte sicher nicht weiter vertieft werden. Man merkt hier sehr gut, dass es ein evangelistisches Buch für Kinder ist. Was mir jedoch gut gefallen hat, war die Deutlichkeit die der Autor in Sachen Glaube, Lebensübergabe und Gebet in diesem Buch klar aufzeigt. Dabei sind dann auch Luisas große Veränderung in ihrem aber auch im Leben ihrer Eltern nicht zu übersehen. Die Mutter hingegen gefiel mir gar nicht, sie wirkte recht kühl schon als sie ihrer Tochter von dem neuen Mann erzählte. Auch der Vater wirkt sehr patriarchalisch­, was sicher zu dieser Zeit und in seiner Position damals normal war. Vielleicht wäre es gut gewesen in der Geschichte zu erwähnen, wann genau das ganze spielt. Ich kann dem Buch von daher leider nur 3 1/2 von 5 Sterne geben.
claudi-1963 . am 02.08.2018
Adams: Aufgepasst und mitgedacht
Bewertung:
sehr Hilfreich
Jeden Sonntag ist es dasselbe. Wir sitzen im Gottesdienst, singen, beten und hören eine Predigt. Dann gehen wir nach Hause und man fragt sich was bleibt.
„Hatte ich im Lobpreis meine Begegnung mit Gott? Oder hat die Predigt mich nachhaltig verändert? Ja… die Predigt. Irgendwie war die nichts für mich. So flach, und dauernd dieses Ähm und Öh.“

Ja dass kann einen stören und ein guter Prediger will gelernt haben so etwas zu vermeiden. Doch nicht immer gelingt es. Prediger haben im besten Fall einen guten Homiletikunterricht (Predigtlehre) besucht und viele Tipps und Tricks gelernt, um die Botschaft Gottes verständlich und einfach zu transportieren. Aber auch wir – die Hörer können dazulernen! Der Prediger kann immer nur ein Teil der Lösung sein! Wenn Du also den Predigterfolg nicht allein dem Prediger überlassen willst und wieder mehr aus der Verkündigung „mitnehmen“ willst, ja vielleicht, sogar mehr als der Prediger überhaupt zu geben hat, dann empfehle ich dir dieses Buch!
Adams gibt uns einen ca. 150 Seiten starken Leitfaden in die Hand, der ziemlich jede Predigt zu einem persönlichen Erfolgserlebnis machen kann. Sein Ziel für uns: Hören wie die Beröer. Wie das aussah, lesen wir in Apostelgeschichte 17,11f: „Diese aber waren edler als die in Thessalonich; sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften, ob dies sich so verhielte. Viele nun von ihnen glaubten, und von den griechischen vornehmen Frauen und Männern nicht wenige.“
Aber zuerst klärt er die Grundvoraussetzungen: ausgeschlafen zu sein, pünktlich zum Gottesdienst zu kommen, etc. Dazu betont er auch unsere Geisteshaltung. Gehen wir schon mit Vorurteilen gegenüber dem Prediger in die Predigt hinein, weil er ein spezieller Typ ist? Oder sehen wir ihn als einen Botschafter, dessen Nachricht das eigentlich wichtige ist? Wie ist unser geistlicher Zustand? Haben wir den Wunsch, Gott immer mehr zu gefallen oder wollen wir gerade eh‘ unser eigenes Ding machen?
Sind diese Sachen geklärt, empfiehlt Adams, aktiv während der Predigt mitzudenken und auch mitzuschreiben. Er stellt heraus, dass Zuhören nicht „zurücklehnen und genießen“ heißt, sondern mit dem Text arbeiten.
Dabei ist der Professor für Homiletik auch durchaus nicht zurückhaltend und wirft dem Leser Sätze entgegen wie: „Jene, die sich beschweren, geistlich ‚nicht richtig ernährt zu werden‘, meinen oft eigentlich, dass sie nicht mit dem Löffel gefüttert worden sind.“ Ein Klapps, der uns vielleicht wieder zur Vernunft bringt und uns selbständig denken lässt.
Etwas, das uns auch helfen kann bei (vermeintlich) schlechten Predigten, „dünnen Suppen“ oder gar bei irrigen Aussagen, mit Gewinn aus der Predigt herauszugehen. Auch dazu gibt es jede Menge Tipps und Anregungen von Adams.
Für mich persönlich war das Buch ein Gewinn. Was beschrieben wird, hat mir sehr gut gefallen und ist mir eine Hilfe geworden. Das Meiste ist im Alltag leicht umsetzbar, Anderes ist hingehen etwas ambitionierter und erfordert eine kleine Bibelarbeit zu Hause. So oder so bewegt es mich aber, wenn ich es von anderen höre und es auch selber erlebe, dass Predigten mich und andere durch die Woche hindurch bewegen, zum Nachdenken führen und das Leben nachhaltig verändern. Dies geschieht so natürlich viel intensiver und sollte zurecht unser Ziel werden.
Ich empfehle Dir also dieses wundervolle Buch, auf dass Du fortan, aus wirklich jeder Predigt etwas „mitnehmen“ kannst! Ich hoffe es sehr und wünsche es dir!
Florian
Florian L. am 10.07.2018
Leeman: Gemeindemitgliedschaft
Bewertung:
Die Gemeinde ist Volk eines Köngreichs, kein Verein
„Die Bibel spricht nicht von Mitgliedschaft auf die Art und Weise, wie wir es uns vielleicht vorstellen. Sie spricht stattdessen darüber, wie Gottes Volk sich unter seiner höchsten Herrschaft versammelt.“ (22)
„Christen treten Gemeinden nicht bei, sie ordnen sich ihnen unter.“ (26)
„Die Welt von heute liebt die Aktivitäten, jedoch nicht die Institution.“ (45)
„Hat man Christus gewählt, hat der Christ keine andere Wahl, als eine Gemeinde zu wählen, der er beitritt.“ (59)

Die Herausforderung unserer Zeit: Gemeinde als individuelles Angebot

… beschreibt Michael Horton in seinem Vorwort: Der christliche Glaube wird in eine Frömmigkeiten verbogen, „die eine rein persönliche Beziehung zu Jesus gegen die sichtbare Gemeinde und ihr gemeinschaftliches Leben ausspielt.“ (10)
„Die meisten Menschen in unserer westlichen Welt ordnen Gemeinden in dieselbe Kategorie wie Fußballvereine oder Wohlfahrtsverbände ein. Wir sagen, Gemeinden seien bloß eine weitere Art gemeinnütziger Organisationen. Wahlweise halten wir Gemeinden auch für Dienstleistungsunternehmen wie etwa einen Handwerksbetrieb, der unsere Seele wartet, oder eine Tankstelle, bei der wir einmal geistlich auftanken können.“ (16)

Für wen ist das Buch geschrieben worden?

Leeman adressiert Gemeindemitglieder, die sie noch nie richtig mit der Frage befasst haben. „Ich richte mich an den durchschnittlichen Gemeindebesucher, Gemeindeangehörigen und Gemeindeleiter, der bei diesem Thema bisher mit der Masse mitgeschwommen ist. Sie sagen: Ich weiß zwar nicht genau, was an Gemeindemitgliedschaft so wichtig ist, aber okay, befassen wir uns einmal mit dem Thema.“ (14)

Die zentrale Botschaft: Die weltweite Gemeinde als geistliches Imperium (Kapitel 1)

„Jesus ist alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben, und er hat seiner Gemeinde die Autorität verliehen, die Nationen geistlich einzunehmen. … Die Ortsgemeinde ist ebenfalls eine seiner Bevollmächtigten und Jesus gab ihr eine Autorität, über die Sie und ich als individuelle Christen nicht verfügen.“ (17)
Wir sollen beginnen die Gemeinde als Volk eines Königreichs oder einer Nation anzusehen. Das ist nichts weniger als ein Paradigmenwechsel, die der Autor vorschlägt.

Die biblische Begründung (Kapitel 2)

Leeman unternimmt einen Schnelldurchgang durch die Apostelgeschichte (30-35), aus dem er mehrere Argumente ableitet, u. a: Christen gehören in der Regel einzelnen, jedoch untereinander vernetzten Gemeinden an. Der erste Schritt bestand in der Taufe. Zudem gab das gemeinschaftliche Leben der Gemeinde den Christen Gestalt und Richtung (siehe Röm 12,4-16; 1Kor 5,11; Gal 2,11f; 1Tim 5,9f; Hebr 10,34; 1Petr 4,8-11, S. 38). Sie ordneten sich Ältesten unter (1Tim 5,17; Hebr 13,17).

Im dritten Kapitel definiert Leeman darüber hinaus die (Orts-)Gemeinde und bettet sie in die Heilsgeschichte (die Geschichte der Aufrichtung von Gottes Königreich) ein. Die Gemeinde ist „Erklärung einer Bürgerschaft in Christi Königreich“ (57).

Einwand: Organismus oder Organisation?

Oftmals wird der erste Aspekt gegen den zweiten ausgespielt. Leeman vergleicht ihn mit dem menschlichen Körper. Er braucht sowohl die Knochen (Organisation) als auch Sehnen, Haut und Fleisch (Organismus).

Wer darf aufgenommen werden?

Der Autor nennt Glaube, Busse (als öffentlicher Beginn des Lebens im Glauben) und die Taufe als Voraussetzungen.

Ausserdem…

spricht der Autor über die Art und Weise der Unterordnung (z. B. geografisch, indem sie die Nähe zur Gemeinde bei einem Umzug mitbedenken, Kapitel 6), über den Ausschluss und die Grenzen der Unterordnung (Kapitel 7) sowie die formellen Unterschiede in unterschiedlichen Ländern (Kapitel 8).

Das Leseerlebnis

Jonathan Leeman schreibt gewinnend, klar und – in gesundem Rahmen – anekdotenhaft. Er verbindet biblische Argumentation mit Analogien, systematischen Schlüssen und arbeitet vor allem das säkulare Verständnis als Gegensatz (und Hindernis) für die Unterordnung heraus. Und man merkt es dem Buch ab, dass er selbst in der Verantwortung als Ältester steht.
Hanniel . am 19.06.2018
David Platt: Keine Kompromisse
Bewertung:
Radikaler Gehorsam - zu lesen mit Packungsbeilage
An meinem Geburtstag las ich bewegt einen Teil des Buches "Radical" von David Platt. Der englische Untertitel "Taking Back Your Faith from the American Dream" sagt schon viel darüber aus, weshalb das Buch im Westen solchen Anklang findet. Im deutschen Teaser heisst es "Dieses Buch ist ein Weckruf für die eingeschlafene westliche Christenheit." Ich pflichte bei: Sie ist eingeschlafen. Ein wichtiger Bestandteil des einschläfernden Cocktails ist die Vermittlung billiger Gnade, die Verkündigung einer Nachricht, welche die Nachfolge ausklammert.

Ich muss dieser Rezension eine "Packungsbeilage" zum Aufruf zum radikalen Gehorsam beifügen. Worum geht es? Eine englische Rezension stellt zu Recht fest: "Platt repeatedly issues a call to 'live the gospel' (20, 94, 109, 136, 198, 200, 212; die Seitenzahlen beziehen sich auf die englische Ausgabe). Whether this arises from a laof precision or from the standpoint of theological conviction, the misrepresentation of the gospel for readers is much the same." In einer Predigt mit dem Titel "The Gospel Demands Radical Giving" wird es von Platt so zugespitzt: Das Evangelium erwartet von dir, dass du radikal gibst. Das läuft auf eine Vermischung der beiden fundamentalen Kategorien Gesetz und Evangelium hinaus. Nochmals die Rezi: "God's law discloses our sin and misery (Rom. 3:20).The gospel as extraordinary good news does not impose any commands."

Deshalb: Dieses Buch, so denke ich, kann mit Segen gelesen werden, wenn unser Denken dem Dreiklang des christlichen Glaubens folgt: Elend, Erlösung, Dankbarkeit. Durch das Gesetz Gottes erkenne ich, worin meine Misere vor Gott besteht; nur von Christus her kommt die Erlösung aus meiner aussichtslosen Lage. Die Dankbarkeit, ermöglicht durch das ewige Leben, verändert schrittweise mein Heute und Morgen.

Das Gesetz ist im Sünder drin; er weiss, dass er ihm nicht entspricht (Röm 1,32. Christus alleine hat das Gesetz vollkommen gehalten – an unserer Stelle. Das Evangelium ist die Gute Botschaft vom stellvertretenden Opfer von Jesus an unserer Stelle. Der Glaubende hat sein neues Sein «in Ihm». Seine Gerechtigkeit wird ihm angerechnet. Auch wenn wir alle Opfer der Welt gebracht hätten: Es wäre nur das, was sowieso schuldig gewesen wären (Lk 17,10). Wenn wir, durch das neue Leben beschenkt und befähigt, die Änderung von Gewohnheiten anstreben, geschieht es aus einer anderen Motivation heraus (Röm 8,4). Ansonsten besteht die Gefahr einer neuen Gesetzlichkeit, auf die besonders Menschen mit einem schwachen Gewissen einsteigen.

Wenn also die Prämisse nicht DAMIT, sondern WEIL lautet, dann können wir dieses Buch – auch und besonders die Abschnitte über das Geben (siehe z. B. S. 112, 122, 175) – mit Segen lesen.

Ergo: Auch wir reformatorisch Gesinnten müssen gehörig aufpassen, dass wir nicht in eine neue Gesetzlichkeit fallen. Das Buch entwickelt ohne den Kontext einen starken Drall in diese Richtung. Dies wird durch das Wort "radikal" verstärkt. Dies trifft wiederum einen anderen Teil der säkularen Botschaft etwas Besonderes und Aufregendes darstellen zu wollen. Ich glaube, dass die Unschärfe insbesondere Teil 2 und 3 des Dreiklangs betrifft: Die Dankbarkeit wird mit der Erlösung vermischt. Daraus resultiert: WENN wir dankbar sind (indem wir z. B. radikal geben und auf jeglichen Luxus verzichten), DANN sind wir errettet bzw. haben für eine innere Gewissheit gesorgt.

Mit dieser Rahmung kann ich auf den Inhalt eingehen: Gott hat «ein radikal weltweites Ziel für dein Leben» (85). Ob Gesundheit, Reichtum oder Wohlstand: «Radikaler Gehorsam Christus gegenüber riskiert, all diese Dinge zu verlieren.» (177) Platt legt – mit der Begleitung jeweils eines Bibeltextes – dieses Ziel auf fünf Bereiche um: Hunger nach Gottes Wort, Gebet, Jüngerschaft, den Einsatz für Arme und das Geben und das Hingehen dorthin, wo Not ist.
Hanniel . am 19.06.2018
NeÜ Bibel.heute - Mini-NT mit Psalmen und Sprüchen
Bewertung:
Top
Lieferung schnell und sehr gut verpackt. Top
Jacqueline . am 12.06.2018
R.C. Sproul: Die Heiligkeit Gottes
Bewertung:
Ein Klassiker, der unser Gottesbild nachhaltig zurechtrückt
*** Ich arbeitete mit einem Rezensionsexemplar. ***

Ein Klassiker neu aufgelegt

„Das Denken vieler Menschen geht etwa in folgende Richtung: Falls es überhaupt einen Gott gibt, ist er bestimmt nicht heilig. Wenn er doch heilig sein sollte, ist er nicht gerecht. Selbst wenn er sowohl heilig als auch gerecht sein sollte, brauchen wir ihn dennoch nicht zu fürchten, denn seine Liebe und seine Barmherzigkeit sind größer als seine heilige Gerechtigkeit.“
„Unser Verständnis hinsichtlich der Person und des Wesens Gottes wirkt sich auf jeden Aspekt unseres Lebens aus. … Sein heiliges Wesen bzw. sein Heiligsein hat Bedeutung für alle Gebiete meines Lebens.“
„Jedes Mal, wenn ich Atem hole, ist das ein Geschenk göttlicher Gnade. Gott schuldet mir gar nichts. Ich schulde ihm alles.“

Ich freue mich darüber, dass eine gekürzte Ausgabe des Klassikers „Die Heiligkeit Gottes“ des kürzlich verstorbenen R. C. Sproul in deutscher Sprache in Kurzform (wieder) aufgelegt worden ist.

Der Ausgangspunkt

Sproul beginnt mit einem Erlebnis als Student, das einen tiefen Einschnitt in sein Leben bedeutete. „Ich war allein mit Gott, mit einem heiligen Gott – einem Gott, dem man nur mit Ehrfurcht und Ehrerbietung begegnen konnte, mit einem Gott, der mich in einem Augenblick in Schrecken versetzen und im nächsten Augenblick mit Frieden erfüllen konnte.“ (12) Sproul war bereits Christ, doch es war ihm bewusst geworden: „Gottes Befehle sind nicht begrenzt. Er kann erschaffen durch die bloße Macht seiner Befehle. Er kann etwas aus dem Nichts hervorbringen, sogar Leben aus dem Tod.“ (17)

Schwerpunkte des Buches

Welchen Charakter trägt das Buch? Es ist eine intensive Form der Andacht. Sproul malt uns buchstäblich die Grösse unseres Gottes vor Augen, indem er zentralen Abschnitten der Bibel nachgeht (dem Berufungsbericht Jesajas, Jesaja 6; der Sturmstillung Jesu in Mk 4 und dem Fischfang in Lk 5; der geheuchelten Heiligkeit der Pharisäer, die Jesus offenlegte, Mt 23; dem reichen Jüngling, Lk 18). Der biografische Bericht von der Wende im Leben Martin Luthers nimmt ebenfalls bedeutenden Raum ein.
Der Autor definiert Heiligkeit in Kapitel 3 so: „Wenn die Bibel Gott als heilig bezeichnet, so bedeutet das nicht allein, dass er vollkommen gerecht ist, sondern ebenso, dass er weit über unserem Erfahrungsbereich steht und auch in dieser Hinsicht völlig von uns getrennt ist. Er ist so viel höher als wir, dass er uns von seinem Wesen her völlig fremd ist. Heilig zu sein, bedeutet, anders zu sein, anders auf ganz spezielle Weise. … Wenn aber die Bibel sagt, dass Gott heilig ist, so bezeichnet sie damit nicht in erster Linie eine göttliche Eigenschaft, sondern sie sagt damit vielmehr, dass Heiligkeit das Synonym für Göttlichkeit ist.“
Sproul wendet sich im zweiten Teil den schwierigen Themen der Bibel zu, die unser Gottesbild korrigieren. In Kapitel 6 geht er zu den „Problemstellen“ des Alten Testaments, die das drastische Eingreifen Gottes zum Gericht schildern (der Tod der beiden Nadab und Abihu, 3. Mose 10; der Tod Ussas, 1. Chronik 13; die blutige Eroberung Kanaans; die Stellungnahme Jesu zu aktuellen Bluttaten, Lk 13,1-5). Das 7. Kapitel beschäftigt sich mit Menschen der Bibel, die mit Gott rangen (Jakob, Hiob, Habakuk).

Fazit

"Wenn wir Gott ansehen, wenn wir etwas von seiner Heiligkeit erkennen, fangen wir an, das abgrundtief böse Wesen der Sünde und unsere totale Hilflosigkeit zu begreifen. Weil wir von Natur aus hilflose Sünder sind, können wir nur überleben, wenn uns Gottes Gnade zuteilwird. Unsere Kraft ist – für sich genommen – völlig nutzlos. Ohne den gnädigen Gott sind wir geistlich absolut unfähig. Wir mögen uns den Zorn und die Gerechtigkeit Gottes nicht gern vor Augen führen, aber nur, wenn sich uns dieser Aspekt des Wesens Gottes erschließt, können wir das verstehen und dankbar annehmen, was uns die Gnade erworben hat." (S. 220f)
Hanniel . am 06.06.2018
Dever: Wachstum durch Jüngerschaft
Bewertung:
Auf der gemeinsamen Reise Christus nach und zu Christus hin
*** Ich arbeitete mit einem Rezensionsexemplar. ***

«Jesus setzte zwölf ein, die er auch Apostel nannte, dass sie bei ihm sein sollten…» (Markus 3,14)

Die Dringlichkeit des Themas

Bei oder gerade mit allen technischen Möglichkeiten der Kommunikation entfremden wir uns unseren Nächsten. Eine Familie sitzt gemeinsam am Tisch – und jeder schreibt Textnachrichten. Manche laden sich lieber eine Predigt aus dem Netz, als die Gemeinschaft vor Ort zu suchen.

Von einem Autor, der Jüngerschaft lebt

Bei manchen Büchern fragt man sich, wie denn der Alltag des Autors aussehe. Nicht dass ich perfekte Vorbilder erwartete – im Gegenteil. Im Schlusswort schreibt der Mitarbeiter Jonathan Leemann über den Autoren:
«In diesem Buch hat Mark hin und wieder anschauliche Beispiele dafür angeführt, wie er selbst Jüngerschaft praktiziert. Was der Leser – aus naheliegenden Gründen – nicht erfährt: Mark selbst ist mit seinem Leben eine großartige Veranschaulichung dessen, was er schreibt. Ich kenne Mark seit fast zwei Jahrzehnten und bin mit ihm seit fast zehn Jahren im Gemeindedienst tätig; deshalb kann ich diesen Mangel nur bedauern. Ich wünschte, der Leser hätte gesehen, was ich gesehen habe; dann würden die in den zehn Kapiteln vorgestellten Prinzipien mit Leben gefüllt.» (S. 105)

Zielsetzung des Buches

«Ziel dieses Buches ist es, biblische Jüngerschaft begreifbar zu machen und zum Gehorsam gegenüber Christus zu ermutigen.» (S. 17)
Ich kann kurz und bündig melden: Dieses Ziel wird erreicht.

Der Aufbau

Es gibt drei klar umrissene Teile: Was ist Jüngerschaft? Wo geschieht Jüngerschaft? Wie können wir Jüngerschaft praktizieren?
Im letzten Kapitel gibt Dever zudem einige konkrete Hinweise, wie Leiter herangebildet werden können.

Was mir bleibt

1. Ich wurde bestätigt in meiner Haltung, dass ich dort Einfluss ausübe, wo ich mich aufhalte. Also gilt es danach Ausschau zu halten, wie ich diesen Einfluss gebrauche. «Der Bibel zufolge macht ein Jünger Christi andere zu Jüngern, indem er ihnen dabei hilft, Christus nachzufolgen.» (24) «Jüngermachen beinhaltet, in jedem Moment seines Lebens die eigene Kenntnis Gottes und seines Wortes anderen weiterzugeben.» (26)
2. Es führt kein Weg an der Jüngerschaft vorbei. «Jüngerschaft ist für mich der einzige Weg, wie ich Ungläubige evangelisieren und Gläubige für den Ort ausrüsten kann, an den ich niemals selber reisen werde: für die Zukunft nach meinem Tod. Wenn ich andere zu Jüngern mache, versuche ich damit, Zeitbomben der Gnade zu hinterlassen.» (32)
3. «Manchmal heißt Jüngerschaft auch, jemanden vor den Konsequenzen seiner Entscheidungen zu warnen. Man wächst nicht nur durch die Belehrung mit allgemeinen Wahrheiten, sondern auch durch die Korrektur konkreter Fehler.» (36)
4. Die Not in den Gemeinden: «Wenn schon Jüngerschaft ohne Gemeinde unweise ist, dann ist eine Gemeinde ohne Jüngerschaft noch schlimmer. Doch ist bei vielen Gemeinden nicht genau das der Fall? Christen werden Gemeindemitglieder und keiner kümmert sich um sie. Es fehlt die Kultur, alleinstehende Christen in Familien wohnen zu lassen, damit sie dort von den anderen Gläubigen lernen, wie man Christus dient. Es fehlt die Kultur, ausländischen Studenten das Evangelium zu vermitteln. Gastfreundschaft ist selten und beschränkt sich auf gelegentliche Einladungen zum Mittagessen nach dem Gottesdienst. Männer leiten ihre Frauen nicht an. Ältere Frauen unterweisen nicht die jüngeren. Unter den Gemeindegliedern findet keine persönliche Seelsorge statt – Seelsorge gibt es, wenn überhaupt, nur in den Gemeindebüros.» (50-51)
5. Die Apostel waren «nicht frei herumstreunende Mentoren zwischen unverbindlichen und losen Gruppierungen von Christen. Vielmehr taufen sie in Gemeinden hinein, wo anschließend jegliche persönliche Jüngerschaft und Gemeinschaft stattfindet.» (54)
6. «Wenn Jüngerschaft bedeutet, anderen in der Nachfolge Jesu zu helfen, dann hindern solche Gemeinden, die schlechte Lehrer tolerieren, die Nachfolge Jesu.» (61)
7. «Unsere gemeinsame und unsere persönliche Verantwortung verschmelzen letztlich zu einer Kultur des Jüngermachens.» (64)
8. Unsere Familienbeziehungen sind die wichtigsten Jüngerschaftsaufgaben, die wir haben. (73)
9. Das Wort Gottes sollte in jeder Jüngerschaftsbeziehung im Mittelpunkt stehen. (82)
10. Es ist wichtig Fragen zu stellen: Was sind seine Interessen, Hintergründe, Neigungen, Gewohnheitssünden, Verletzungen, Ängste, Hoffnungen? (84)
Hanniel . am 06.06.2018
Ray: Susannah Spurgeon
Bewertung:
Liebe zu Gott und zum Ehepartner
Charles Spurgeon ist vielen Christen bekannt. Er lebte im 19. Jahrhundert, und war ein sehr beliebter Prediger und Autor. Wer war aber die Frau an seiner Seite, Susannah Spurgeon? Davon erzählt dieses Buch, das schon zwei Jahre nach ihrem Tod geschrieben wurde, im Jahr 1905.

Susanne Spurgeon lebte von 1832-1903. Sie besuchte in ihrer Jugend mit ihrer Familie eine Kirche, und in einem Gottesdienst erlebte sie eine persönliche Hinwendung zum Glauben. Aber dieses Erlebnis ging bald im Alltag unter. Eines Tages predigte der 19jährige Charles Spurgeon zum ersten Mal in ihrer Kirche. Susannah war an diesem Abend nicht besonders beeindruckt von ihm, aber je öfters sie ihm zuhörte, desto mehr erwachte in ihr der Wunsch von ganzem Herzen für ihren Glauben zu leben.

Charles und Susanne lernten sich besser kennen, und schließlich wurde sie seine Frau. Die Ehejahre waren von einer tiefen Liebe der Partner zueinander geprägt. Sie litten beide unter schmerzhafte Krankheiten, die ihre Möglichkeiten stark einschränkten. Trotzdem setzten sie sich mit ganzer Kraft für ihren Glauben ein. Susannahs großes Anliegen war die Beschaffung von Büchern für Prediger. Da Pfarrer damals kaum genug verdienten, um ihre Familien zu versorgen, gab es für sie keine Möglichkeit sich mit guter, geistlicher Literatur weiterzubilden. Trotz großer Schmerzen, arbeitete Susannah bis an ihr Lebensende für dieses Werk. Sie nahm Spenden an, las Anfragen der Prediger, und besorgte und verschickte dann die gewünschte Literatur. Über die Bücherarbeit wird ausführlich berichtet, das ist vielleicht heute nicht so interessant wie damals, als das Buch geschrieben wurde.

In diesem kurzen Buch werden die wichtigsten Ereignisse aus einem reichen Leben beschrieben. Fußnoten ergänzen an manchen Stellen den Text mit Informationen, die heute nicht so geläufig sind. Dazu enthält das Buch einige Zitate und Briefauszüge von Charles und Susannah Spurgeon. Was beim Lesen besonders auffällt, ist die große Liebe der Beiden zueinander. Sie mussten aus Krankheitsgründen oft getrennt sein, und darum schrieben sie sich sehnsuchtsvolle Briefe. Susannah unterstützte ihren Mann von Herzen gerne. Schon früh lernte sie ihre eigenen Wünsche zurückzustecken, um den Dienst ihres Mannes zu unterstützen.

Besonders schön ist es von ihrem hoffnungsvollen Tod zu lesen. Nach langer Krankheit nahm ihre Kraft ab. Schließlich starb sie mit einem strahlenden Gesicht, weil sie Jesus in seiner Herrlichkeit sah.

Dieses ermutigende Buch, das mehr als hundert Jahre überdauert hat, zeigt worauf es im Leben wirklich ankommt. Man sieht am Beispiel dieses Paars, dass ein erfülltes Leben nicht abhängig ist von Besitz oder Gesundheit. Obwohl beide unter Krankheit litten, und sie nicht vermögend waren, da sie gerne teilten, war ihr Leben reich, erfüllt und gesegnet.
Marianne M. am 31.05.2018
R.C. Sproul: Die Heiligkeit Gottes
Bewertung:
Einfach und klar
Sproul versteht es eben, einfach und deutlich zu schreiben. So versteht es jeder, von Namenschrist bis Dr. Theologe. Erstaunlich wie simpel er schreibt und doch solch eine Tiefe erreicht. Wertvolle Passagen zum nachsinnen und hilfreiche Illustrationen aus seinem Leben.

Nicht überladen und nicht zu knapp. Wunderbare Balance.
Bonacello . am 25.05.2018
CLeVer - das Bibelprogramm
Bewertung:
Clever die Bibel studieren mit der CLeVer-Bibelsoftware
Die Bibel hin und wieder digital zu lesen ist für dich wahrscheinlich eine Selbstverständlichkeit. Eine Bibel-App auf dem Smartphone oder eine Online-Bibel sind gute Ergänzungen zu unseren papiernen Ausgaben. Wenn du aber digital mehr machen willst als nur lesen, empfehlen wir dir eine Bibelsoftware. Wenn du eine Bibelarbeit vorbereiten musst, wirst du Bibelverse in die Textverarbeitung übertragen wollen. Oder wenn du in der Bibelschule und in Seminaren mitschreibst und schnell offline Bibelverse kopieren möchtest, wirst du eine Bibelsoftware benötigen.

Mit der Bibelsoftware CLeVer hat man nicht nur einige gängige Bibelübersetzungen an Board, sondern auch Kommentare, Lexika und Studienhilfen. Somit ist man als Bibelleser und Einsteiger mit dem notwendigsten ausgestattet und das vertiefte Bibelstudium kann beginnen:
• Bibelübersetzungen vergleichen
• Bibelstellen suchen
• Verse mit verschiedenen Farben und Stilen markieren
• Wörter nachschlagen
• Bibelauslegungen lesen

Die drei wichtigsten deutschen Bibeln in CLeVer sind: Schlachter 2000, Elberfelder Bibel von CSV und die Menge-Bibel. Die einzelnen Worte in der Elberfelder Übersetzung sind mit dem jeweiligen Wort in der Grundsprache (hebräisch/griechisch) nach dem Strong-Prinzip verknüpft. So kann man nach Wörtern in den Grundsprachen suchen und ihr Vorkommen statistisch analysieren. Ein erweitertes Wörterbuch kann für 8,90 Euro erworben werden und enthält Übersetzungen, Wortbedeutungen, Wortformen und Etymologie.

Die enthaltenen Kommentare sind theologisch eher der Brüderbewegung zuzuordnen und doch gelten sie als Klassiker unter den Evangelikalen. Dazu zählen Auslegungen von MacDonald, Gaebelein, Macintosh, de Koning und anderen.

Für 19,90 bekommt man mit CLeVer eine Grundausstattung für sein persönliches Bibelstudium. Einige weitere Module können einzeln für wenig Geld gekauft werden. Die Software läuft auf den Betriebssystemen Windows, Linux und Mac.
Eduard K. am 16.05.2018
Reinke: Wie dein Smartphone dich verändert
Bewertung:
Ein sehr interessantes und gut durchdachtes Buch
„Die jungen Leute sind es, die wirklich lernen müssen, die Kräfte und Gefahren zu verstehen, die [die elektronische Kommunikation] mit sich bringt, und zwar teils durch Try-and-Error (Versuch und Irrtum), aber auch – was sehr wichtig ist – durch Rückbesinnung darauf, was vor dieser Kommunikations-Revolution von größter Bedeutung war“ (Oliver O’Donovan, zit, S. 15).

Cover:
Das Cover gefällt mir eigentlich gut - bis auf die Hintergrundfarbe. Durch die Hintergrundfarbe und den Untertitel wird ein bisschen der Eindruck erweckt, als ob das Buch die Thematik mit erhobenem Zeigefinger betrachtet (dem ist aber nicht so). :)

Ansonsten passt das Cover auch zum Inhalt – das Bild wird sogar einmal explizit genannt, wodurch deutlich wird, warum es gewählt wurde.

Inhalt:
Der Branchenverband Bitkom berichtete im Jahr 2017, dass laut einer Umfrage 54 Millionen Menschen in Deutschland ab 14 Jahren ein Smartphone nutzen. Somit sei ein vier prozentiger Anstieg auf 78 Prozent zu erkennen (heise.de/newsticker/meldung/Umfrage-78-Prozent-der-Deutschen-nutzen-Smartphones-3632629.html).

Wenn man nun weltweite Prognosen und die mediale Normalität betrachtet, fällt auch auf, dass diese weiter ansteigen werden. Es ist also nicht verwunderlich, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis dieses Thema auch in der christlichen Welt Einzug erhält. Es ist einfach hochaktuell, mittlerweile für extrem viele Menschen relevant und zudem auch wichtig - vor allem, wenn man die Gefahren betrachtet.

Genau in dieser relevanten Thematik setzt dieses Buch einen beeindruckenden Schritt – denn es behandelt nicht nur einzelne ausgewählte Themen, sondern benennt wirklich viele Aspekte, in denen sich viele wiedererkennen werden. Seien es nun die Sucht nach Ablenkung, nach Likes oder auch den Wunsch, alles durch die Kamera zu betrachten (viele Fotos, Videos etc.) und dadurch die Umgebung nicht mehr wirklich wahrzunehmen.

Der Aufbau des Buches ist dabei wirklich gut gelungen und auch der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Nur am Anfang war das Buch teilweise etwas langatmig, was sich aber sehr schnell wieder gelegt hat. Ich muss dazu noch sagen, dass ich anfangs etwas bedenken hatte, das Buch zu lesen, da der Untertitel so negativ klang und ich solche zum Kauf anregenden Titel nicht mag. Das Buch ist aber überhaupt nicht negativ. Ich würde diese 12 Dinge auch nicht als "alarmierend" betrachten, da sie vielen doch bewusst sind (was es natürlich nicht besser macht), sondern eher als Dinge, die uns vielleicht auch davon abhalten könnten Gott näher zu kommen, weil man die Prioritäten einfach falsch setzt. Auf jeden Fall geht es auch um die Medienkompetenz allgemein und nicht nur um Smartphones. Da diese allerdings schon selber Computer sind, können dort auch alle Medien genutzt werden, weswegen diese auch alle aufgeführt werden. :)

Besonders gut gefallen haben mir dabei die vielen anschaulichen Beispiele, die aus dem Leben gegriffen waren sowie die Auflistungen, die es im Buch gibt (z. B. wie man erkennen kann, ob man etwas posten oder kommentieren sollte, oder lieber nicht). Auch die Bibelverse, die oft benannt waren, fand ich sehr passend und überhaupt fand ich es super, dass oft Zusammenhänge gestellt wurden, bei denen erkennbar wurde, dass einige Bibelverse sich auch im medialen Zusammenhang "gedeutet" werden können.

Fazit:
Ein sehr interessantes Buch, das sehr viele verschiedene Aspekte der medialen Welt (nicht nur Smartphones) und der dazugehörigen Problematik aufzeigt, ohne dabei mit erhobenem Zeigefinger zu warnen. Stattdessen bleibt es stehts neutral – aber dennoch immer im Hinblick auf eine christliche Herangehensweise.

Da die Medien heutzutage viele Vor- aber auch viele Nachteile haben, ist dies ein Buch, das von vielen gelesen werden sollte, denn es hilft einem noch einmal das eigene Medienverhalten zu reflektieren und auch zu erkennen, wo vielleicht Fallstricke sind, die uns z. B. davon abhalten Zeit mit Gott zu verbringen.
Märchentraum . am 12.05.2018
Reinke: Wie dein Smartphone dich verändert
Bewertung:
Brauche ich dieses Buch wirklich?
Unter-Titel: *12 Dinge, die Christen alarmieren sollten*

Die Frage ist:
"Brauche ich dieses Buch wirklich?"

Muss ich, als Christ, nicht eh ständig mein Tun reflektieren und mein Wort und Handeln anhand GOTTes WORT (Bibel) überprüfen (Kol 3,17 // Gal 5,22)?!

FAZIT: Buch aus Neugier gekauft, nichts Neues entdeckt. Mir reicht weiterhin das eine Buch, die Bibel ... ! Da steht schon alles drin!


Rainer . am 11.05.2018
Reinke: Wie dein Smartphone dich verändert
Bewertung:
Weisheit für das digitale Zeitalter
Unsere Lebensweise ändert sich durch den technischen Fortschritt andauernd. Vorbei ist die Zeit der Wählscheibentelefone, die ihren festen Platz im Haus hatten. Kassettenrekorder, Faxgeräte, Navis – viele technische Geräte, die teilweise gar nicht mal so alt sind, gehören der Vergangenheit an, denn das Smartphone kann alles. Dieser stets bereite Helfer führt uns beim Autofahren den richtigen und schnellsten Weg. Wir finden darauf Kochrezepte, Reiseerfahrungen, Buchempfehlungen und viel mehr. Die neuesten Alben warten nur darauf abgespielt zu werden, und unsere umfangreiche Musiksammlung ist immer dabei. Kleinkinder sind beim Betrachten des Displays sofort ruhig, denn es gibt altersgerechte Spiele, Musik und Videos. Beim Fitness können Schritte gezählt werden, und die Diät App macht das Abnehmen leichter. Geldbeutel beim Gottesdienstbesuch vergessen? Kein Problem, das Smartphone macht auch das Spenden bei der Kollekte einfach. Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen. Für jedes Bedürfnis gibt es eine App. Und unzählige Apps sind dazu da, mit Freunden in Kontakt zu bleiben und alle aktuelle Neuigkeiten zu erfahren. Oh, und Telefonieren kann man mit diesem Gerät auch!

„Wie dein Smartphone dich verändert“, das ist wirklich ein wichtiges Thema, denn so manche Wandlung reißt uns schneller mit, als uns bewusst ist. Der Autor geht auf zwölf Veränderungen unserer Lebensweise ein, und bietet reichlich Stoff zum Nachdenken. Unsere allgegenwärtigen Smartphones warten nur darauf uns abzulenken und uns mit unwichtigen Inhalten aufzuhalten. Sie machen es uns leicht Inhalte aufzurufen, die uns auf Dauer schaden. Trotz der vielfältigen Möglichkeiten sich mit anderen zu verbinden, machen sie einsam. Sie drängen uns dazu, uns selbst in den Mittelpunkt zu stellen, mit unzähligen Selfies, auf denen wir uns von unserer besten Seite zeigen. Das sind nur einige der Veränderungen, auf die der Autor eingeht. Er hat gründlich recherchiert, und er erklärt und beweist seine Argumente mit vielen Beispielen.

Tony Reinke hebt aber nicht den drohenden Zeigefinger, wie man angesichts des Untertitels vermuten könnte. Die modernen Medien sind ihm persönlich bei seiner Arbeit sehr wichtig. Er möchte sie jedoch vor allem zu Gottes Ehre einsetzen. Er ist sich aber bewusst, dass es bei allen Vorteilen der Medien auch Fallen gibt, in die wir leicht hineintappen können. Darum ist das Anliegen seines Buchs darauf aufmerksam zu machen; dabei ruft er nicht nur den Leser zur Wachsamkeit auf, sondern zuallererst sich selbst.

In diesem Buch geht es nicht in erster Linie um die Gefahren von Smartphones. Der Leser kann erkennen, was ihm entgeht, wenn er das Handy auf die falsche Weise gebraucht. Der Mensch ist dazu geschaffen seine höchste Freude in der Anbetung des Schöpfers zu finden, daran erinnert der Autor immer wieder. Er fordert den Leser auf über den eigenen Umgang mit dem Handy nachzudenken, und selbst zu entscheiden wie es zu einem nützlichen Werkzeug werden kann, und nicht zu einem magischen Zauberstab, das uns selbst am Ende am meisten schadet.

Der Autor liebt Technik, wenn sie in der richtigen Weise gebraucht wird. Und er liebt Gott noch mehr, das ist auf jeder Seite dieses Buchs zu spüren. Wer sich nach Weisheit sehnt, um in unserer gegenwärtigen, schnelllebigen Zeit gute Entscheidungen zu treffen, wird dieses Buch mit viel Gewinn lesen.
Marianne M. am 29.04.2018
Reinke: Wie dein Smartphone dich verändert
Bewertung:
Der Sieg nützlicher Effizienz über sinnlose Gewohnheiten
„Wir wissen nicht, was unsere Smartphones mit uns machen, aber so viel ist gewiss: Wir werden verändert!“

Tony Reinkes beschäftigt sich in diesem Buch mit dem bislang einflussreichsten Einzelgerät aller Zeiten, nämlich dem Smartphone. Inhaltlich sehr gut recherchiert und in einfachen, verständlichen Worten interessant und überzeugend dargebracht, thematisiert er Veränderungen, die aus einer digitalen Welt resultieren. Eine Welt, in der ein Handy nicht nur die Funktion des Telefonierens innehat, sondern zu all den einfallsreichen zusätzlichen Möglichkeiten nun auch schon Computer, MP3-Player, Spielekonsolen und E-Book-Reader in sich vereint.

Als investigativer Journalist liegen die Schwerpunkte des Autors auf der Ethik und der praktischen Theologie, und seine wichtigste Frage ist jene zur Auswirkung dieser Technik auf das geistliche Leben eines Christen. Dem entsprechend verwendet er in seiner Argumentation immer wieder Bibelstellen und stellt stets einen Bezug zum Wort Gottes her. Tony Reinke ist um Objektivität bemüht und plädiert für eine ganz bewusste Selbstreflektion hinsichtlich des eigenen Umgangs mit dem Smartphone. Ganz kurz widmet er sich der technischen Entwicklung, und geht anschließend in insgesamt zwölf Buchkapiteln auf zwölf gefährliche Veränderungen in der Nutzung der Smartphones ein, die zugleich auch als jeweilige Kapitelüberschriften dienen. So befasst der Autor sich beispielsweise mit den Beweggründen für die Sucht nach virtueller Ablenkung, den Nachteilen der digitalen Kommunikation gegenüber echten, persönlichen Begegnungen und dem digitalen Narzissmus. Er beleuchtet die brandgefährliche Handynutzung während des Lenkens eines Fahrzeuges, Online-Aggressionen und deren Auswirkungen, die Lesekompetenz oder die Isolation und Einsamkeit durch soziale Netzwerke. Ein weiterer gewichtiger Punkt ist der Aspekt der anonymisierten Unmoral, wo er auf digitale Pornographie eingeht und dabei auch auf die Auswirkungen heimlicher Sünde hinweist. Auch der digitale Konsumismus/Materialismus und der Begriff „Junkfood für die Seele“ werden im Buch behandelt. Für die permanente Befürchtung, etwas zu verpassen, liefert er sogar einen Fachausdruck, und auch der Umgang mit Schwächen und Sünden unserer Mitmenschen in den sozialen Medien sowie die zeitliche Orientierungslosigkeit beschäftigen den Autor.

Fazit: „Wie dein Smartphone dich verändert“ ist ein sehr gut recherchiertes Sachbuch über die Vor- und Nachteile der digitalen Welt, mit starkem Fokus auf die Auswirkungen auf das geistliche Leben eines Christen. Tony Reinkes aufgeworfene Fragen empfand ich als höchst anregend und hilfreich, und seine Empfehlungen lassen jedem Leser den respektvollen Freiraum, seine für sich ganz persönlich als richtig empfundene Entscheidung hinsichtlich des Umgangs mit dem Smartphone zu treffen. Als Überlegungsgrundlage liegt ein wahrer Schatz an gesammeltem Wissen vor, dessen Fokus ganz stark auf Gottes Wort in der Bibel liegt. Mir hat dieses hoch interessante Buch ausgezeichnet gefallen und ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

Ich möchte abschließend noch auf das aussagekräftige Buchcover hinweisen, welches ein „Zusammenwachsen“ des Menschen mit der Maschine symbolisiert - es scheint beinahe, der Mensch wird zum Teil selber zum Roboter, und somit fremdgesteuert. Auch die farbliche Gestaltung gefällt mir sehr gut, zudem mag ich die klaren, schlichten Linien, die den Titel "umrahmen". Ich würde dieses Cover als unaufdringlich und aussagekräftig bezeichnen.
LEXI . am 13.04.2018
Bremicker: Ein Vermächtnis wird zum Appell
Bewertung:
Erbaulich
Ich war zunächst skeptisch, schließlich ist der 2. Timotheusbrief an einen Gemeindeleiter gerichtet, und im "exklusiven" Zweig Brüderbewegung, aus deren Hintergrund dieses Buch stammt, wird die Leitung der Gemeinde durch Pastoren und "angestellte" Hirten ja abgelehnt. Aber im Großen und Ganzen ist diese Betrachtung doch sehr erbaulich, warmherzig und auch lehrmäßig gewinnbringend geschrieben. Der Autor betont auch gar nicht so sehr die Sonderpunkte der Brüderbewegung.
Eine Sache fiel mir jedoch auf: Bei 2. Timotheus 2,2 (dem 4-Generationen-Multiplikations-Prinzip: "was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das vertraue treuen Menschen an, die tüchtig sein werden, auch andere zu lehren!") erkennt der Autor richtig, dass Paulus keine apostolische Sukzession lehrt, aber im gleich Atemzug lehnt Bremicker "angestellte Geistliche" ab. Zitat: "Es ist keine Rede davon, apostolische Autorität oder ein kirchliches Amt weiterzugeben, sondern die Wahrheit. Das ist einer der Gründe, warum wir heute weder Apostel noch fest angestellte Geistliche haben." Es ist richtig, dass eine örtliche Gemeinde nicht unbedingt einen angestellten Prediger oder Pastor (Hirten) haben muss, aber aus dieser Schriftstelle kann man keinesfalls schließen, dass es falsch wäre, "fest angestellte" Gemeindemitarbeiter zu haben. Missionare, Lehrer an christlichen Schulen, Mitarbeiter in christlichen Verlagen und in anderen christlichen Werken - sie alle verdienen ihren Lebensunterhalt in der Regel durch eine feste Anstellung und Bezahlung. Es ist nichts falsch daran, wenn auch der Arbeiter in der Gemeinde seines gebührenden Lohnes gewürdigt wird. Auch lehrt das NT gerade in den Pastoralbriefen (Briefe an Pastoren!) die Wichtigkeit verbindlichen und verantwortungsvollen Hirtendienstes in den Gemeinden. Der Autor übersieht m.E., dass der 2. Timotheusbrief nicht nur ein persönlicher Appell, sondern tatsächlich ein offizielles Vermächtnis des Apostels Paulus dafür ist, wie Gemeindeleiter - wie Timotheus es war - Gemeinden treu als Hirten (Pastoren, synonym zu Älteste oder Aufseher) leiten sollen, um das anvertraute Gut des Evangeliums zu bewahren. Das aber nur als Randbemerkung zu dieser ansonsten empfehlenswerten und erbaulichen Betrachtung (Hans-Werner Deppe).
Hans-Werner . am 11.04.2018

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