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Bühne: Roms herzlicher Hardliner (Audio-Vortrag)

Bühne: Roms herzlicher Hardliner (Audio-Vortrag)

Artikel-Nr.: 101072

Wolfgang Bühne
Roms herzlicher Hardliner (Audio-Vortrag)
Josef Ratzinger - Papst Benedikt XVI. Sein Werdegang und seine Theologie


1 Audio-CD im Papphülle, 53 Min., Bühne 2011

2,90 € *
  • Ab 10 Stück je 1,00 €

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Details

Für viele war es eine Überraschung, als Josef Ratzinger im Jahr 2005 zum Papst gewählt wurde. Die einen hielten den hochgebildeten Dogmatiker für einen der letzten Verteidiger moralischer und ethischer Werte. Andere bedauerten die Wahl, weil sie in Papst Benedikt XVI. einen konservativen Hüter römisch-katholischer Traditionen sahen.

Viele Evangelikale jedoch freuten sich über die Papstwahl, weil sie glaubten, in „Bruder Benedikt“ einen bibelfesten Verbündeten für die Evangelisierung der Welt bekommen zu haben.

Ein informativer und interessanter Vortrag über die Herkunft, Prägung und die theologischen Überzeugungen eines sympathischen Mannes, der bescheiden und gewinnend im Auftreten, aber in der Sache ein unbeugsamer Verteidiger römisch-katholischer Dogmen ist.

Eine Hörprobe bekommen sie hier:

Zusatzinformation

Verlag Bühne
Gewicht 0.0300
Ausrichtung reformatorisch

Artikelbewertungen

Artikelbewertung von Alex R.

Zusammenfassung:

Bewertung:
„Wir sind Papst“ – so titelte die Zei­tung mit den gro­ßen Buch­sta­ben bei der Wahl von Kar­di­nal Josef Ratz­in­ger zum Papst. Seit­dem sind einige Jahre ins Land gezo­gen und Papst Bene­dikt der XVI. bewegte aber­mals viele Gemü­ter in Deutsch­land. Besuchte er doch sein Hei­mat­land und durfte als ers­ter Papst über­haupt im Deut­schen Bun­des­tag zu Wort kommen.

Pünkt­lich zum Papst­be­such erschien bei der Christ­li­chen Buch­hand­lung Wolf­gang Bühne eine Give-Away-CD mit Vor­trag über den deut­schen Papst. Ich habe rein­ge­hört um einen bes­se­ren Ein­druck von „Roms herz­li­chem Hard­li­ner“ zu gewin­nen. Unter die­sem Titel hielt Wolf­gang Bühne die­sen Vor­trag und gab einen Ein­blick in den Wer­de­gang und die Theo­lo­gie von Josef Ratz­in­ger, Papst Bene­dikt XVI.

Schon am Anfang betont Wolf­gang Bühne, dass es ihm nicht darum geht, den deut­schen Papst zu ver­un­glimp­fen. Viel­mehr ist es ihm wich­tig, mit Ehr­lich­keit und Fair­ness den Men­schen Josef Ratz­in­ger und seine Über­zeu­gun­gen ein Stück weit zu erklä­ren. Dazu hat er einige sei­ner Bücher gele­sen und zitiert immer wie­der aus sei­nen Werken.

Je län­ger der Vor­trag andau­ert, desto mehr „Sym­pa­thie“ gewinnt der evan­ge­li­kale Zuhö­rer an eini­gen Sei­ten des Paps­tes. Es ist zum Bei­spiel bemer­kens­wert, wie wenig Raum Maria im Den­ken Ratz­in­gers ein­nimmt. Kurz bevor die Auf­nahme Mari­ens in den Him­mel zum Dogma erklärt wurde, sprach sich Ratz­in­ger deut­lich dage­gen aus – beugte sich jedoch anschlie­ßend unter die Ent­schei­dung der Kir­che. Ein Jour­na­list, der mit dem damals noch frisch gewähl­ten Papst ein aus­führ­li­ches Inter­view führte, beschei­nigte ihm eine unter „geist­li­chen Würd­ern­trä­gern“ unge­wohnte Beschei­den­heit. Und ent­ge­gen einer Viel­zahl evan­ge­li­scher Füh­rer in Deutsch­land ist Papst Bene­dikt der XVI. ein Ver­tei­di­ger mora­li­scher und ethi­scher Werte.

All diese und noch viel mehr gute und wahre Eigen­schaf­ten des Paps­tes haben mit dazu geführt, dass füh­rende Evan­ge­li­kale ver­mehrt dazu über­ge­gan­gen sind, den Papst in Rom als „Bru­der in Chris­tus“ anzu­se­hen. Neben­bei erwähnt sei hier auch das aktu­elle Bei­spiel um den „evan­ge­li­schen Brief an den Papst“, an dem sich auch einige Evan­ge­li­kale betei­lig­ten und an den „Lie­ben Bru­der in Rom“ meist durch­ge­hend kri­tik­lose Briefe beisteuerten.

Nun stellt sich die Frage, inwie­weit es rich­tig ist, den Papst als „Bru­der in Chris­tus“ anzu­se­hen. Hat der Refor­ma­tor Mar­tin Luther den Papst in Rom nicht stets als einen „Anti­chris­ten“ bezeich­net? Oder hat sich die römisch-katholische Kir­che in ihrer Recht­fer­ti­gungs­lehre tat­säch­lich gewan­delt, so dass man von „Brü­dern“ spre­chen kann?

Wolf­gang Bühne führt viele Zitate des „herz­li­chen Hard­li­ners“ auf und macht deut­lich, dass trotz aller posi­ti­ven Ansich­ten des Paps­tes er letz­ten Endes ein „unbeug­sa­mer Ver­tei­di­ger römisch-katholischer Dog­men ist“. Chris­ten soll­ten sich durch die freund­li­che und herz­li­che Art Josef Ratz­in­gers nicht täu­schen las­sen und sich bewusst sein, dass er ein treuer Hüter römisch-katholischer Theo­lo­gie ist und somit keine „Brü­der­lich­keit“ besteht.

Nach­dem ich Büh­nes Vor­trag zwei­mal gefolgt war, viel mir ein Schwach­punkt auf. Als ich die CD kaufte, ging ich davon aus, dass es ein Vor­trag für Katho­li­ken sei. Eine Art evan­ge­lis­ti­sche Verteil-CD. Nach mei­ner Ein­schät­zung ist der Vor­trag dafür aber nur bedingt geeig­net. Zu wenig macht Bühne die bib­li­schen Alter­na­ti­ven anhand Bibel­ver­sen deutlich.

Viel­mehr ist der Vor­trag für die Chris­ten nütz­lich, die eine theo­lo­gi­sche Dis­tanz sehen, sich aber ver­stärkt dem Papst öffnen. Somit wün­sche ich, dass viele Evan­ge­li­kale die­sen Vor­trag hören, und eine tat­säch­li­che Sicht vom „Mann in Rom“ gewinnen.
(Veröffentlicht am 28.04.2012)

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