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Rezensionen zu: Senk: Das Schwert des Geistes

Senk: Das Schwert des Geistes
Datum: Dienstag, 04. März 2008
Autor: Dirk M.

Rezension:
Liebe Leser und Freunde des Betanien Verlags,


H. Menge - 1.Thess. 5,21:

“Prüfet alles, behaltet das Gute”


Ich habe das neue Büchlein von Bruder Senk noch nicht selber lesen dürfen und darf mir deshalb persönlich noch keine vorschnelle Meinung bilden (oder erlauben). Natürlich ist diese Seite vom Betanien Verlag keine Plattform (Forum) für theologische Streitfragen, doch ich würde Bruder Senk gerne gegen die fälschlichen Beschuldigungen (Unwissenheit) von Bruder Gehann verteidigen. Wäre ich in diesem Fall selber der Autor des Buches, so hätte ich mich sehr wahrscheinlich nicht verteidigt. Obwohl ich Bruder Senk nicht persönlich kenne, nehme ich in diesem Fall an, dass auch er sich nicht persönlich rechtfertigen wird. Nun gut, da ich (wie Bruder Gehann) das neue Buch von Bruder Senk noch nicht persönlich gelesen habe, habe ich mich entschlossen, es mit drei roten Balken zu bewerten.


Bruder Manfred Gehann schrieb:

“Gott will also einige wenige Menschen retten und Gott will die große Mehrheit verdammen und will sogar, dass sie ohne Sündenvergebung bleiben. - Ich glaube, ich habe eine andere Bibel...”


Auch wenn ich zurzeit nicht mit allem übereinstimmen kann, was Bruder Senk in “Das Israel Gottes” geschrieben hat, muss ich in diesem Fall doch kontern, dass Bruder Gehann zu weit geht, wenn er Bruder Senk eine Schriftauslegung dieser Art unterjubeln möchte. Natürlich glaubt und verteidigt Bruder Senk die biblische (reformatorische) Lehre der souveränen Gnade (Erwählungslehre) Gottes, doch würde er nie behaupten, dass "Gott die große Mehrheit verdammen will” oder das Gott will, “dass sie ohne Sündenvergebung bleiben”. Diese Ansicht (Unterstellung) hat nichts mit dem reformierten Glauben (Calvinismus) und der biblischen Lehre der Vorherbestimmung (Prädestination) zu tun. Auch in der Bibel von Bruder Senk befinden sich Stellen wie:


H. Menge - Hes. 18,23:

“Habe ich etwa Wohlgefallen am Tode des Gottlosen?" – so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN – "und nicht vielmehr daran, dass er sich von seinem bösen Wandel bekehrt und am Leben bleibt?”


H. Menge – Matt. 11,25-28:

“Zu jener Zeit hob Jesus an und sagte: 'Ich preise dich (oder: danke dir), Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen (oder: Gelehrten) und Klugen verborgen und es Unmündigen geoffenbart hast; ja, Vater, denn so ist es dir wohlgefällig gewesen! – Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater, und niemand erkennt den Vater als nur der Sohn und der, welchem der Sohn ihn (oder: es) offenbaren will. Kommt her zu mir alle, die ihr niedergedrückt und belastet seid: ich will euch Ruhe schaffen!' ”


Allerdings finden wir in Gottes Wort auch Stellen wie:


H.Menge – Spr. 16,4:

“Alles hat der HERR für einen bestimmten Zweck geschaffen, so auch den Gottlosen für den Tag des Unglücks.”


H. Menge – Amo. 3,6:

“Wird die Posaune in einer Stadt geblasen, ohne dass die Leute erschrecken? Tritt ein Unglück in einer Stadt ein, ohne dass Gott der HERR es verursacht hat?”


H.Menge – Röm. 9,14-23:

“Was folgt nun daraus? Liegt da etwa Ungerechtigkeit auf Seiten Gottes vor? Nimmermehr! Zu Mose sagt er ja (2.Mose 33,19): »Ich werde Gnade erweisen, wem ich gnädig bin, und werde Barmherzigkeit dem erzeigen, dessen ich mich erbarme.« Demnach kommt es nicht auf jemandes Wollen oder Laufen (= Bemühen) an, sondern auf Gottes Erbarmen. So sagt ja auch die Schrift zum Pharao (2.Mose 9,16): »Gerade dazu habe ich dich in die Welt kommen lassen, um an dir meine Macht zu erweisen und damit mein Name auf der ganzen Erde verkündet werde.« Also: Gott erbarmt sich, wessen er will, und verstockt auch, wen er will. Da wirst du mir nun einwenden: »Wie kann er dann noch (jemand) tadeln? Wer vermöchte denn seinem Willen (oder: Ratschluss) Widerstand zu leisten?« Ja, o Mensch, wer bist denn du, dass du Gott zur Verantwortung ziehen willst? Darf etwa das Gebilde zu seinem Bildner sagen: »Warum hast du mich so gemacht?« Oder hat der Töpfer nicht Macht über den Ton, aus derselben Masse hier ein Gefäß zu ehrenvoller Bestimmung und dort ein anderes zu gemeiner Verwendung zu verfertigen? Wie aber, wenn Gott, obgleich er seinen Zorn offenbaren und seine Macht an den Tag legen will, doch die Gefäße des Zornes, die zur Vernichtung hergestellt sind (oder: für den Untergang, oder: zum Gericht reif waren), mit großer Langmut getragen hat, um zugleich den Reichtum seiner Herrlichkeit an Gefäßen des Erbarmens zu erweisen, die er zur (Teilnahme an seiner) Herrlichkeit zuvor bereitet hat?”


Ich denke (hoffe), Bruder Gehann benutzt in Wahrheit keine andere Bibel als Bruder Senk (vielleicht eine andere Übersetzung?) und würde den Lesern dieser Zeilen in diesem Fall von Herzen das Büchlein von Bruder Dr. Donald Carson empfehlen. Ich freue mich, dass der Betanien Verlag dieses Büchlein veröffentlicht hat und würde es begrüßen, wenn in der Zukunft noch weitere Büchlein dieser Art publiziert würden. Ich denke, auch das neue Büchlein von Bruder Senk (Das Schwert des Geistes) zielt in eine ähnliche Richtung.


”Stolpersteine der Schriftauslegung” (Wie man sorgfältig und korrekt mit der Bibel umgeht)

http://www.cbuch.de/product_info.php/info/p2280_Carson--St-
olpersteine-der-Schriftauslegung.html


Liebe Geschwister, auch wenn wir nicht immer in allen Details zu einer (theologischen) echten biblischen Übereinstimmung gelangen können, müssen wir doch versuchen, brüderlich miteinander umzugehen (Eph. 4,29-32; Phil. 2,3 etc.). Denn was hat ein Bruder Senk oder ein Bruder Gehann (oder ich), was sie (wir) nicht empfangen haben (1.Kor. 4,6-7)? Natürlich müssen wir an der klaren Aussagen der Schrift (der Klarheit der Bibel) festhalten, aber lasst uns bitte nicht vergessen, dass selbst ein Apostel Petrus so manche Schwierigkeiten mit der Interpretation (Hermeneutik) der heiligen Schrift hatte (2. Pet. 3,15-16). Wir sollten bitte auch bedenken, dass es eine edle (oder hochgeborene) Gabe ist, sich mit den Überzeugungen anderer Christen in einer demütigen und biblischen Weise auseinanderzusetzen (Apo. 17,11). Persönlich bin ich davon überzeugt, dass wir in diesem Bereich alle noch ein ganzes Stück wachsen dürfen (Phil. 1,6; 2,12-13).


Möge Gott uns beim Studieren Seines Wortes die rechte Erkenntnis (Luk. 24,45) geben und uns vor einem modernen Pharisäertum (Joh. 5,39; Luk. 24,27) bewahren. Wahre Ehrfurcht, kindliche Demut und ein wachsender Appetit nach den offenbarten (biblischen) Wahrheiten Gottes ist wohl der beste Start zu einer gesunden (geistlichen) Schriftauslegung (1. Pet. 2,2).


H.Menge – 2. Pet. 3,18:

“Wachst vielmehr in der Gnade und Erkenntnis unsers Herrn und Erretters (oder: Heilands) Jesus Christus! Ihm gebührt die Herrlichkeit (oder: Ehre) sowohl jetzt als auch für (oder: auf) den Tag der Ewigkeit!”


Soli Deo Gloria!

Bewertung: 3 von 5 Punkten!

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