Datum: Mittwoch, 27. Januar 2010
Autor: Christian D.
Rezension:
Zu untenstehendem Antwort von Herrn Deppe auf meine Rezension möchte ich nochmals kurz Stellung nehmen, da darin einige Unrichtigkeiten zu finden sind.
Zum einen stammt die von mir erwähnte Zusammenfassung direkt vom Autor des Buches (Herrn Ronald Senk) selbst, womit sie als autoritativ gelten muss. Aus diesem Grund sehe ich es als argumentativ einwandfrei an, sich anhand der Zusammenfassung ein Urteil über das Buch bzw. dessen Inhalt (und den Autor) zu bilden.
Zweitens finden sich alle von mir angeführten Beispiele und Behauptungen darin (insb. die bestrittene Behauptung, dass Gott und die Schrift gleichgesetzt werden (Zitat: »Daher ist es kein Problem, anstelle von »Gott/der Heilige Geist sagt/tut« zu sagen »die Schrift sagt/tut«). Dass Joh 1,1 nicht wörtlich zu verstehen ist, ergibt sich aus Genesis 1 und 2 (dieser Irrtum ist leider weit verbreitet).
Bzgl. der Apokryphen: Davon abgesehen, dass die Apokryphen von den Juden niemals als göttliche Offenbarungen anerkannt wurden und sich deshalb auch nicht im Tanach (bzw. AT) finden, ist es ein himmelweiter Unterschied, ob aus Büchern nur zitiert oder daraus Lehren und Tatsachen abgeleitet werden (Zitat: »Diesen Zusammenhang von Wort und Geist (bzw. Weisheit) finden wir auch im Frühjudentum (Sir. 24,32-34a; Bar. 4,1 u.v.a.). Für das Frühjudentum stand fest, dass mit dem letzten Schriftpropheten der Heilige Geist von Israel gewichen war und erst mit »Elia« (Johannes d. Täufer) zurückkehren würde (Mal. 3,22ff; vgl. 1.Makk. 4,45-46; 9,27; 14,41; syrBar 85,3).«). Kein Christ würde auf die Idee kommen, aus Spurgeons oder Buschs Werken Lehren abzuleiten und diese als biblisch zu bezeichnen - dies geschieht ausschließlich mit und aus der Bibel. Da die Apokryphen darüber hinaus nachweislich fehlerbehaftet sind (sowohl geschichtl. als auch theolog.), kommen sie als lehrmäßige oder erkenntnisbringende Quellen nicht in Betracht und werden in bibeltreuen Kreisen nicht umsonst abgelehnt.
Zum Abschluß ein pers. Wort: Ich schätze den Betanien Verlag sehr, und auch das Engagement von Ihnen, Herr Deppe, ist vorbildlich. Eben deshalb war ich so erstaunt und fassungslos, dass Sie ein solches Buch, welches solche Irrlehren enthält, in Ihrem Verlag verlegt haben. Bitte betrachten Sie meine Kritik als konstruktiv und von der Liebe zu meinen Glaubensgeschwistern und Mitmenschen getragen, nicht als pers. Angriff. Allerdings möchte ich nochmals betonen, dass Sie mit Ihrer Interpretation von Joh 16 meiner Meinung nach nicht recht haben - bitte vergl. Sie dazu auch Luk 11,13 sowie Joh 14. Nach Ihrer Argumentation würden nämlich z. B. Joh 14 und 15 ebenfalls nicht für alle Gläubigen gelten, sondern auch nur für die Apostel.
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