Datum: Donnerstag, 19. Januar 2012
Autor: Sergej R.
Rezension:
Ich schätze es gibt bessere Kirchengeschichtsbücher als dieses. Solche, die das Ganze etwas distanzierter und objektiver darstellen und die Kirchengeschichte nicht durch die Brille einer Einzelperson darstellen.
Ich Wahrscheinlich war der Autor ein Arminianer und Mystiker, wie man an Zitaten wie den folgenden erkennen kann:
"Pelagius lehrte vieles, das richtig und heilsam war. Aber der Hauptlehrsatz des Pelagianismus steht nicht nur im Widerspruch zur Schrift, sondern auch zu den Wirklichkeiten der menschlichen Natur. ... Da wir wirklich an Leben und Natur eines Menschen, des ersten Adam, Anteil haben, seine Sünde teilen, wie er dem Tod verfallen sind, *[kann unser ganzes Geschlecht in echte Gemeinschaft mit dem einen Menschen, dem zweiten Adam, Jesus Christus, gelangen, der für jeden den Weg bahnte, durch Glaubensentscheidung Teilhaber seines ewigen Lebens und seiner göttlichen Natur zu werden.]" (S. 28)
" ... auf der anderen Seite führen viele falsche Lehren und Praktiken, die aus der falschen Beurteilung des Körpers als nur tierhaft entstehen, dazu, dass man *[den Blick für seinen göttlichen Ursprung und die daraus folgende Möglichkeit der Erlösung und Wiederherstellung zur Gleichheit mit dem Sohne Gottes verliert.] (S.29) ...
- Das hört sich schon sehr verdächtig an! Theosis?
"Calvin und mehr noch einige seiner Nachfolger schwächten, indem sie sehr kräftig auf das hinwiesen, was die Schrift über die Souveränität und Auserwählung Gottes lehrt, die ausgleichenden Wahrheiten, welche die Schrift gleichfalls enthält. So führte ihre Logik, die von einem Teil der geoffenbarten Wahrheit statt von der ganzen ausging, sie zu Schlussfolgerungen, nach denen der Mensch absoluten Ratschlüssen unterworfen ist, auf die er keinen Einfluss hat. Die offenbare Überspitztheit einer solchen Lehre führte naturgemäß zu einer Reaktion, die ihrerseits zum Extrem neigte. (- und das mag auch durchaus zutreffend sein, wenn man sich den Hyper-Calvinismus anschaut / SR) ... *[Er - Arminius - lernte aus der Schrift, dass das Erlösungswerk Christi allen gilt, und dass die Wahlfreiheit des Menschen zum göttlichen Ratschluss gehört. Er fand zurück zur ursprünglichen Lehre der Schrift und zum ersten Glauben der Kirche, vermied aber die Extreme, denen beide Parteien im Lauf der langen Auseinandersetzungen verfallen waren. Seine Darstellung der Überzeugung, zu der er gelangt war, verwickelte ihn persönlich in Kämpfe, die seinem Geist so zusetzten, dass sie sein Leben verkürzten. Seine Lehre nahm später eine lebendige evangelistische Form in der methodistischen Erweckung an.]" (S. 235 f.)
- Teilweise sehr fragwürdige Aussagen, die man nicht einfach so übernehmen sollte!
Ansonsten enthält auch dieses Buch nützliche Infos, aber wie gesagt: Aufpassen! Sehr verdächtige theologische Ansichten.
GOTT mit Euch!
Bewertung:  |