Rezensionen zu:
McCarthy: Fiat Lux
Datum: Mittwoch, 23. Januar 2008
Autor: Ulrich H.
Rezension:
Als das Buch heraus kam, war ich ganz gespannt und habe auch die Spannung in der Darstellung des Themas erfahren. Die Spannung stiegt auch beim Lesen, solange die reformierte und arminianische Postition noch ausgewogen gegenübergestellt wurden. Als plötzlich der "calvinistische Berater" des Studenten als überheblich, selbstsicher und völlig ignorant, teils despotenhaft dargestellt wird, hatte ich schon Bedenken, dass das Thema neutral bleibt - wie es das Buch ankündigt. Hier werden in die sachliche Diskussion menschliche Antipathien eingebracht, die der Darstellung deutlich schaden und schon aufgrund der handelnden Personen ein abstoßendes Vorurteil erzeugen. Ich habe dieses zunächst beiseite gelegt und dann weitergelesen, konnte mich aber des Eindruckes nicht erwehren, dass diese Tendenz von da an den nüchternen Eingang in das Thema immer weiter nach unten zieht. Ich wartete immer noch gespannt auf die Lösung des Themas gegen Ende des Buches, aber es kam keine klare Stellungnahme, es war auch kein Mittelweg für mich, es war ein unbefriedigender Ausgang mit fahlem Nachgeschmack. Der inhaltsreiche Anfang endete in einer Verwässerung, die letztlich nur die arminianische Position unscharf stehen ließ. Wer biblisch fundiert eine Lösung sucht, sollte ein anderes Buch wählen, auch wenn die Spannung den Interessierten zum Lesen des Buches treibt.
Bewertung:  |
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