Datum: Mittwoch, 24. August 2011
Autor: Sami R.
Rezension:
William MacDonalds Kommentare waren die ersten, die ich mir von meinem Ersparten angeschafft habe. Bereut habe ich es bis heute, ein paar Jahre später, nicht.
MacDonald arbeitet sehr oft mit Zitaten anderer Autoren, was ich für sehr bereichernd halte. Er lässt mich als Leser dadurch an seinem Schatz teilhaben, den er aus vielen anderen Kommentaren und Auslegungen gewonnen hat. Auch wenn er zur Dogmatik kommt, also sich zu bestimmten theologischen Lehren äußert, was oft in sogenannten „Exkursen“ geschieht, die vom eigentlichen Kommentar abgegrenzt sind, wirkt er auf mich nie vereinnahmend, stellt meistens die verschiedenen Standpunkte vor.
Selten gibt es auch ein Schaubild, das den Inhalt verdeutlicht. An der Übersichtlichkeit gibt es dennoch nichts zu meckern.
Alles in allem ein guter Kommentar, um schnell ein paar Hilfestellungen zu einer kniffligen Bibelstelle zu bekommen. Er ist zu kurz, um umfassend auf eine Bibelarbeit vorbereiten zu können, aber auch zu lang, um ihn in einer längeren täglichen Bibellese (= in einem Jahr durch die Bibel usw.) parallel zu lesen. Seinen Zweck hat er eben dann erfüllt, wenn ich schnell über irgendetwas aufgeklärt werden wollte, was mir bei meiner Bibellese noch unklar geblieben war.
Natürlich hat William MacDonald nicht alleine den Heiligen Geist, um mir die Bibel auszulegen – das zu erwähnen erscheint mir an dieser Stelle fast überflüssig. Ich habe aber genausowenig den Heiligen Geist für mich alleine und kann sagen, dass alles, was ich für richtig halte, dann auch Wahrheit ist. So ist es wichtig, uns gegenseitig als Brüder zu korrigieren und im Gebet Gottes Wort zu studieren. Bruder MacDonald ist nun schon beim HERRN. Ich denke das Vermächtnis dieses ehrenwerten Mannes, der Zeit seines Lebens ehelos ganz dem Dienst gewidmet war, ist nicht zu verachten. Selbstverständlich spricht hier nicht Gott, sondern ein fehlbarer Bruder. Doch ich halte es für wichtig - bei aller Betonung der Fehlbarkeit unserer Brüder, unsere eigene Fehlbarkeit nicht zu vergessen. Ich bin auch auf Korrektur angewiesen – möglicherweise durch diesen Kommentar.
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