Datum: Dienstag, 07. Juli 2009
Autor: Peter V.
Rezension:
Ein Buch das bereits annähernd 80 Jahre auf dem Buckel hat und aktueller als je zuvor ist. Dies mag vielleicht auch damit zusammenhängen, dass es in Zeiten der Rezession geschrieben wurde. Aber das wäre jetzt ein anderes Thema.
Pink scheut nicht davor zurück ungemütliche Themen anzusprechen und so legt er offen die Mängel des „heutigen“ pragmatischen Evangelisationseifers offen. Nicht dass, du lieber Leser jetzt denken magst, Pink habe als Calvinist etwas gegen Evangelisation, ganz im Gegenteil.
Pink beschreibt biblisch was einen wahren Glauben, was wahre Heilsgewissheit ausmacht. Eine nicht geringe Anzahl von evangelikalen Christen, werden nach dem lesen dieser Lektüre, ihren Glauben überprüfen müssen (ich übrigens auch).
Der Autor beschreibt zurecht, dass der Glaube all zu oft nur eine Attrappe ist und dass man sich wahren Glauben geradezu vortäuschen kann.
Arthur Punk geht systematisch darauf ein was es heißt rettenden Glauben zu haben, was es heißt zu Christus zu kommen und was Heilsgewissheit ist und wer Sie haben kann. Seine Ausführungen haben mir sehr geholfen diese Begriffe im wahren, biblischen Licht zu sehen. Gleichzeitig war ich erschrocken, wie sehr sich die "bibeltreue", evangelikale Welt in vielen Dingen des Glaubens täuscht.
Sicher, der ein oder andere wird erbost sein wenn er liest, dass es nicht genug sei, nur zu glauben, dass es von Nöten sei aufrichtig Buße zu tun und sich vom alten Leben abzuwenden.
In etwa die gleiche Thematik, sprach Paul Washer in seiner bekannten Predigt, die allgemein „Eine schockierende Botschaft“ genannt wird, an.
Sehr hilfreich ist der Anhang in dem sich der Autor möglichen Einwänden bzgl. der Thematik echten und rettenden Glaubens stellt. Mir persönlich hat diese Lektüre in einer schweren Zeit sehr geholfen.
Man merkt dass Pink von den Puritanern und von Spurgeon sehr beeinflusst war, zumal er nicht nur die genannten Protagonisten oft zitiert, sondern auch einen ganz ähnlichen Ansatz der Auslegung der heiligen Schrift wählt (Sola Scriptura).
So zitiert Arthur Pink auch John Bunyan aus dessen „Come and Welcome to Jesus Christ“ (Überfließende Liebe):
Wie können wir wissen, wer wirklich zu Christus gekommen ist? Antwort: Schreit er au über die Sünde, spürt er deren Last als eine außerordentlich bittere Last? Fürchtet er davor wie vor dem Angesicht einer tödlichen Giftschlange? Schreit er vor Verzweiflung über die Unzulänglichkeit seiner eigenen Gerechtigkeit, und verlangt er nach Rechtfertigung in den Augen Gottes? Fleht er, dass der Herr Jesus ihn retten möge? Sieht er in einem Tropfen von Christi Blut mehr Wert und Verdienst, ihn zu retten, als in allen Sünden der Welt, ihn zu verdammen? Hat er ein Empfinden dafür, was es bedeutet, gegen Jesus Christus zu sündigen? Gibt er Christus in dieser Welt den Vorrang und verlässt er die Welt um seinetwillen? Und ist er bereit (so Gott ihm hilft), Gefahren um Jesu Namen willen auf sich zu nehmen, aus Liebe zum Herrn? Wenn diese Dinge vorhanden sind, dann ist er zu Christus gekommen.
Fazit
Dieses Buch sollte jeder Mensch der sich "Christ" nennt, lesen und prüfen ob er im Glauben steht.
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www.TheYoungReformer.de
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