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| Bewertungen zu diesem Artikel: |
| Autor: Raymond L. |
Bewertung:  |
Datum: 26.01.2010 |
Der Neukirchener Verlag hat mit dieser Reihe auch eine sehr gute Würdigung des Werkes von Johannes Calvin zustande gebracht. Ganz besonders auch ein Lob an die Herausgeber. Band 5 hat aus „Calvins Auslegung der Heiligen Schrift“ den „Brief an die Römer zum Thema.
In Teilband 1 finden sich die Kapitel 1 bis 7. Nach der allgemeinen Einleitung durch Alasdair I.C. Heron und einer Widmung an Simon Grynäus von Mathias Freudenberg folgen die einzelnen Kapitel, jeweils auf der linken Seite der Text lateinischen Originals und auf der rechten Seite der Text der deutschen Übersetzung. Die Kapitel haben entsprechende Bibelstellenverweise, Hinweise auf weiterführende Schriften bzw. auch Kurzerläuterungen in den Fußnoten.
Kapitel und Bearbeiter
Einführung zum Römerbrief (Argumentum) – Ernst Saxer
- Kapitel 1 – Ernst Saxer
- Kapitel 2 – Christian Link
- Kapitel 3 – Christian Link
- Kapitel 4 – Georg Plasger
- Kapitel 5 – Mattias Freudenberg
- Kapitel 6 – Peter Opitz
- Kapitel 7 – Nicole Kuropka
Calvins Stil und Polemik entspricht der damaligen Zeit und charakterisiert auch das Ringen Calvins für die Reformierten um das rechte Verständnis der Heiligen Schrift. Ebenso sieht man auch die Auseinandersetzung mit der Römischen Kirche. Sein Kommentar des Römerbriefes, erstmals erschienen 1540 ist in der jetzigen Zeit, 470 Jahre später, immer noch aktuell und für den professionellen Theologen wie auch für die Gemeinde nicht nur eine Hilfe sondern vor allem Rüstzeug zum Verständnis nicht nur des paulinischen Briefes, sondern auch der Heiligen Schrift und somit auch konfessionsübergreifend zu empfehlen. Natürlich sollten auch evangelische Hauskreise eben diesen Kommentar in ihre Arbeit aufnehmen. Wie auch in den vorigen Bänden gewinnt man Einblick, wie Calvin in der ersten Hälfte des 16. Jahrunderts überzeugend darlegte, was christlicher Glaube und Christentum auf der Basis des Evangeliums waren, ist und auch zukünftig sein wird, wobei er hier kein unfehlbares Dogma aufrichtet, weil der interessierte Leser die Bestätigung aus dem Bibeltext erfahren kann. Für lutherische Theologen zeigt es auch die Nähe zwischen Luther und Calvin. Wer ihn aufmerksam liest wird erkennen, warum Calvin einer der grössten Lehrer der gesamten Kirchengeschichte ist, und auch bleiben wird.
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