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| Bewertungen zu diesem Artikel: |
| Autor: Peter V. |
Bewertung:  |
Datum: 28.08.2009 |
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http://www.theyoungreformer.de/
Dieses Buch erschien bereits 1990 in den USA und wurde seinerzeit von Francke 1993 ins deutsche übersetzt und verlegt. Leider legte Francke das Buch nie neu auf und so entschloss sich der neu gegründete Esras.net Verlag dieses Buch unverändert (bis auf den Umschlag) 16 Jahre später neu aufzulegen.
Das Thema der Vereinbarkeit von Leiden und Gott, ist ein sehr altes und ein sehr schwieriges Thema, aber auch ein immer aktuelles, so dass dieses Buch mitnichten veraltet oder althergebracht daherkommt. Im Gegenteil, ich wage zu behaupten, dass das Buch von Carson einer der besten zu diesem Thema ist.
Carson macht auch gleich zum Anfang deutlich, dass er keine Patentlösungen aufzubieten hat, dies ist auch nur ehrlich und meiner Meinung nach von großer Wichtigkeit festzustellen, denn wen alles Leid erklärbar wäre, wozu gibt es dann z.B. das Buch Hiob in der heiligen Schrift?
Man muss Carson vorneweg ein großes Lob zusprechen, denn sich mit diesem Thema umfassend auseinander zu setzen erfordert viel Mut. Carson, selbst in seinem engeren Umkreis (und auch selbst) vom „Schicksal“ getroffen, denkt in den ersten Teilen des Buches über das allgemeine Leid nach, bevor er „Falsche Schritte, die auf Unwissenheit und Anmaßung beruhen“ aufdeckt.
Im zweiten Teil, genannt „Einzelteile des Puzzlespiels“(der Hauptteil des Buches), geht Carson insbesondere auf Biblische Beispiele ein und erklärt wie das Leiden zu deuten und zu verstehen ist (dabei geht er u.a. auf Kriege im Namen Gottes, Krankheiten, Armut aber auch auf das Mysterium Hiobs ein).
Der dritte Teil, ist der meiner Meinung beste. Unter dem Haupttitel „Ein Blick auf das Gesamtbild“ erklärt Carson in 3 Kapiteln u.a. das Geheimnis der Vorsehung, vor allem aber die „Vereinbarkeitsthese“, die sich mit der Vereinbarkeit Gottes Souveränität mit der menschlichen Verantwortlichkeit auseinandersetzt. Carson geht (meiner Meinung zu recht) davon aus, dass Gott hinter allen Dingen steht und alles in seiner Hand hält (zwangsläufig auf eine „asymmetrische“ Weise auch hinter dem Leid). Wie ist dann die Verantwortlichkeit des Menschen zu verstehen? Ist der Mensch am Ende gar nicht schuldige?
Carson versteht es vor allem anhand der heiligen Schrift diese brennenden Fragen zu beantworten. Hilfen zur Seelsorge und wie man mit leidenden Menschen umzugehen hat, weist Carson behutsam und andeutend auf. Der Anhang über das Problem von Aids, verdeutlicht abschließend nochmal, Carsons Sicht auf das Leid.
Fazit
Ein Buch, dass ich aufgrund der fundierten Fragestellungen und Antworten nur empfehlen kann. Für leidende ein Trost. Für Seelsorger eine große Hilfe. Für den unvoreingenommenen Leser ein Zeugnis des Glaubens. Ein Buch, dass man einmal gelesen haben sollte. |
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