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| Bewertungen zu diesem Artikel: |
| Autor: Theodor B. |
Bewertung:  |
Datum: 02.08.2011 |
Iain H. Murray schildert in diesem Buch die Geschichte der Erweckungen, die Entwicklung des Prophetieverständnisses und die Missionsbestrebungen der calvinistischen Puritaner in Schottland und England. Großartig ist vor allem Murrays Schilderung der schottischen Erweckungsbewegung des ausgehenden 16. und frühen 17. Jahrhunderts. Die Übersetzung dieses Buches aus dem Englischen ist wirklich gelungen.
Was die „Hoffnung der Puritaner“ betrifft, erwarteten die meisten unter ihnen eine zukünftige Bekehrung der Juden und damit verbunden eine sich anschließende Segenszeit. Unter dem Kapitel „Der Niedergang der Hoffnung“ beschreibt Murray, wie dann der Postmillenialismus, der noch im 17. und 18. Jahrhundert mehrheitlich vertreten wurde, langsam von dem immer mehr erstarkenden Prämillenialismus des 19. Jahrhunderts abgelöst wurde.
Thomas Schirrmacher liefert in einem ergänzenden Essay die Geschichte der protestantischen Missionsbewegung, deren Anfänge bei dem Calvinisten William Carey liegen, dem „Vater der protestantischen Mission“. Schirrmacher zeigt darin den Zusammenhang zwischen Zukunftserwartung und Missionsarbeit auf. Dabei weist er auf die Bedeutung der eschatologischen Vorstellung des Postmillenialismus hin, der die Missionsbegeisterung des frühen 19. Jahrhunderts begründete und nicht nur im reformierten Lager, sondern auch von den Theologen und Begründern der pietistisch-lutherischen Missionsarbeit, Philipp Jakob Spener und August Hermann Francke, vertreten wurde.
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