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| Wolff: Dynamik biblischer Jüngerschaft |
Art.Nr.: 393647 |
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Wolff: Dynamik biblischer Jüngerschaft
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Wolff: Dynamik biblischer Jüngerschaft |
2,50 EUR |
Guido Wolff Dynamik biblischer Jüngerschaft Nachfolge wächst an Beziehungen
statt früher 7,95 Taschenbuch, 176 Seiten, Hänssler 2001
_ Hier geht es um "Jüngerschaft" nicht im Sinne von persönlicher Nachfolge Jesu, sondern als Lehrer-Schüler-Beziehung. In der Bibel ist es ein durchgängiges Muster, dass reifere Gläubige jüngeren helfen, im Glauben zu wachsen, siehe Mose und Josua, Elia und Elisa, Paulus und Timotheus und vor allem der Herr Jesus und seine Jünger. Dieses Buch ermutigt zu solchen Jüngerschaftsbeziehungen und gibt einen praktischen Leitfaden, wie solche Beziehungen gestaltet werden können. Dennoch steht nicht die Methodik im Vordergrund, sondern echtes geistliches Leben. Wenn jeder Christ den biblischen Auftrag beherzigen würde, und im Verlauf seines Lebens auch nur 2 oder 3 Menschen in die Nachfolge Jesu führt, wird es zu einem großen, aber gesunden Wachstum des Reiches Gottes kommen!
Der Autor ist Absolvent des Jüngerschafstrainings bei Jean Gibson und William MacDonald.
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| In den Shop aufgenommen am: 08.01.2006 |
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| Bewertungen zu diesem Artikel: |
| Autor: Frank E. |
Bewertung:  |
Datum: 25.07.2006 |
Biblische Jüngerschaft (Eine Rezension von Frank Elias)
Guido Wolff beschreibt in seinem Buch 'Dynamik biblischer Jüngerschaft' ein für die Gemeinde Jesu Christi zentrales Thema: Wie führe ich Christen nach ihrer Bekehrung in das Leben als Nachfolger Jesu Christi ein und begleite sie so lange, bis sie in Glauben und Leben so gefestigt sind, dass sie selber wiederum andere als Nachfolger Jesu Christi einführen und begleiten können?
Diese Aufgabe jedes 'reifen' Christen - Nachfolger einzuführen und zu begleiten - gehört aber laut Wolff nicht mehr zum Programm der meisten Christen: "Heute ist es leider im geistlichen Bereich so, dass reife, Gott dienende Christen nicht mehr die Zeit investieren, Nachwuchs heranzubilden. Und auf der Seite der potentiellen Schüler besteht zumeist auch gar nicht der Wunsch, sich auf solch eine verbindliche Beziehung mit der dazugehörigen Unterordnung einzulassen. Der Sinn für Jüngerschaft fehlt einfach."(S.20)
Wie Wolff sich Jüngerschaft vorstellt, zeigt das folgende, längere Zitat (S.23-25):
"Das Ziel der Jüngerschaft wird in Lukas 6,40 ausgedrückt: "Ein Jünger ist nicht über dem Lehrer; jeder aber, der vollendet ist, wird sein wie sein Lehrer." Das Wachstum des Jüngers folgt in Richtung auf den Lehrer. Nicht allein die Annahme der Lehre als solche ist bedeutsam, sondern dass der Jünger wie der Lehrer sein wird. Gemeint ist also eine Charakterformung.
Der letzte Gedanke muss noch etwas genauer definiert und abgegrenzt werden. Es geht nicht um eine Wesensangleichung zwischen Lehrer und Schüler. Dies würde unweigerlich auf bloße Imitation hinauslaufen. Aber Gott hat in beiden eine eigene und möglicherweise sehr unterschiedliche Persönlichkeit gelegt, so mitunter auch ganz verschiedene Gaben.
Es geht vielmehr um die Bildung der gleichen Gesinnung und Denkweise, welche in Form von Charaktermerkmalen nach außen deutlich wird. In diesem Sinn kann man sich die Prägung eines Siegels oder Stempels (griech. charakter, in Hebr 1,3 für "Abdruck") vorstellen, die den bestehenden Charakter richtig formt, nämlich zu der Form, die Gottes Absicht entspricht. Auch das Wort für einen bildhaften Abdruck (typos) wird im Neuen Testament häufig im Sinne eines veranschaulichenden oder prägenden Vorbildes gebraucht. Ein höchst wichtiges Ziel für jeden Gläubigen ist, dass sein Denken nach biblischem, göttlichen Muster umgestaltet wird (Röm 12,2) und dass der Charakter des Sohnes Gottes so Gestalt an ihm nimmt (Röm 8,29; Gal 4,19).
Der Gedanke, einen Jünger uns selbst ähnlich zu machen, mag uns fehlerhaften Christen verwegen erscheinen, aber genau das ist es, was Paulus von sich selber sagen konnte: "Seid wie ich!" (Gal 4,12).
Aus diesen Betrachtungen halten wir einige bedeutsame Schlussfolgerungen fest:
- Von einer einzelnen Person kann nicht eine große Menge zu Jüngern herangebildet werden. Da dies eine intensive persönliche Beziehung erfordert, können jeweils nur wenige betreut werden.
- Ein Jünger steht nicht neben oder über dem Lehrer. Während der Jüngerschaftsbeziehung wächst er nicht über ihn hinaus, vielleicht aber später. Der Lehrer ist zunächst das Limit.
- Das Hauptziel ist die Entwicklung des Charakters, eine Lebensveränderung, und nicht so sehr die Verbesserung von Methoden, Ansammlung von Wissen und dergleichen mehr.
Als einfache Definition von Jüngerschaft nach diesem Vorbild und anhand dieser Merkmale können wir somit sagen: Ein Mensch nimmt Menschen zu sich, hat persönliche Gemeinschaft mit ihnen, lässt sie an seinem Leben teilhaben, lehrt und trainiert sie, damit sie werden, wie er ist."
Das Wesen der Jüngerschaft als Anleitung zur Nachfolge Jesu Christi zieht Wolff aus Joh 8,31; 13,34.35 und 15,8 und stellt sie in Stichpunkten dar (S.30):
- Nachfolge wie auch Jüngerschaft (wobei Erstere das Ziel von Letzterer ist) basieren entscheidend auf dem Wort Gottes und dem Gehorsam diesem gegenüber.
- Die Gemeinschaft mit dem Herrn gibt uns die Fähigkeit, andere Menschen zu Ihm zu führen. So werden sie die Liebe sehen, die wir untereinander haben.
- Jüngerschaft beinhaltet das Prinzip der Vermehrung, des Frucht-Bringens.
- Jüngerschaft muss darauf ausgerichtet sein, Jünger des Herrn zu machen, die in Ihm bleiben.
In Kapitel 4 'Die Durchführung von Jüngerschaft' beschreibt Wolff die Bedeutung der Gnade Gottes in der Jüngerschaftsbeziehung: "Die Frucht unseres geistlichen Dienstes ist ganz vom Herrn abhängig - nicht von uns."(S.68) Weiter entwickelt er ein differenziertes Modell der Jüngerschaft nach 1Joh 2, das er um die Unbekehrten ergänzt: Unbekehrte (werden durchs Evangelium zu) Kindlein (werden durch Milch zu) Jünglingen (werden durch feste Speise zu) Vätern.
Die elterliche Beziehung zu den Jüngern beschreibt Wolff in Kapitel 4.4.2 in einer Auslegung von 1Thess 2. Sie ist geprägt durch zärtliches Pflegen, sehnliches Verlangen, das eigene Leben mitteilen, lieb geworden sein, ermahnen, trösten und bezeugen. (S.122-125) |
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