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| Russlanddeutsche Freikirchen in der Bundesrepublik Deutschland |
Art.Nr.: 860587 |
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Russlanddeutsche Freikirchen in der Bundesrepublik Deutschland
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Russlanddeutsche Freikirchen in der Bundesrepublik Deutschland |
34,80 EUR |
John N. Klassen
Russlanddeutsche Freikirchen in der Bundesrepublik Deutschland
Grundlinien ihrer Geschichte, Entwicklung und Theologie
Paperback, 452 Seiten VTR 2007
_ Verlagstext: Während die meisten christlichen Kirchen Deutschlands seit Jahren Stagnation oder Rückgang verzeichnen, erfreuen sich die evangelikal geprägten russlanddeutschen Gemeinden eines kontinuierlichen Wachstums. Sie stellen inzwischen einen wichtigen Zweig innerhalb der deutschen evangelikalen Bewegung dar.
Es ist der Verdienst von John N. Klassen, in seiner breit angelegten Dissertation der Öffentlichkeit diesen neuen Zweig vorzustellen. Klassen spannt einen weiten Bogen von der Auswanderung der Deutschen im 18. Jahrhundert über die Entstehung deutschsprachiger Freikirchen in Russland und ihrer brutalen Verfolgung unter dem Kommunismus bis hin zur Rückkehr nach Deutschland seit etwa 1960. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Darstellung der in Deutschland gegründeten Gemeinden, Gemeindeverbände, Missionswerke und Bildungseinrichtungen. Mit viel Akribie und Liebe zum Detail belegt und analysiert der Verfasser das rasche Wachsen der Aussiedlergemeinden, beschreibt Glaube und Lebensstil der russlanddeutschen Evangelikalen und setzt sich kritisch mit der Integrationsbereitschaft der Russlanddeutschen auseinander.
Klassens Werk stellt einen lange erwarteten und unverzichtbaren Beitrag zur Aussiedlerfrömmigkeit dar. Evangelikale Aussiedler können sich nun kritisch mit ihrer eigenen Geschichte auseinandersetzen, einheimische Evangelikale lernen eine für sie bisher eher unbekannte Welt kennen. (Dr. Friedhelm Jung)
Zum Autor:
John N. Klassen, Jahrgang 1929, geboren in Steinfeld. Als Flüchtlingsjunge auf einer Jugendfreizeit zum Glauben an Jesus Christus gekommen. 1948 nach Kanada ausgewandert. Verheiratet mit Mary, drei Kinder. Zunächst Zimmermann, dann Studium u.a. am Fresno Mennonite Brethren Biblical Seminary und Fuller Theological Seminary, Pasadena. Seit 1960 Pastor in Deutschland. Promotion 2002 an der Universität Südafrika. Dozent in Brake, Korntal. Seit 1993 am Bibelseminar Bonn.
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| In den Shop aufgenommen am: 30.07.2010 |
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| Bewertungen zu diesem Artikel: |
| Autor: Alex R. |
Bewertung:  |
Datum: 28.04.2012 |
Es gibt sehr wenig Literatur, die sich mit den Christen unter den Russlanddeutschen befasst. Obwohl diese mittlerweile einen nicht unbedeutenden Zweig innerhalb der deutschen evangelikalen Bewegung darstellen. Deshalb bin ich für dieses Buch dankbar. John N. Klassen, selbst Mennonit, schreibt gut verständlich und meist sensibel.
Das Buch besteht aus vier Teilen, wobei der Autor bei der Auswanderung der Deutschen nach Russland beginnt. Der Leser erhält dabei einen guten Einblick über die Hintergründe bei der Ausreise. Auch über das Leben in Russland bzw. Sowjetunion schreibt Klassen eindrücklich. Im zweiten Teil geht es um den Aufbruch nach Deutschland und die Gründung erster Gemeinden. Im dritten und ausführlichsten Teil wird das Wachsen und Leben der Aussiedler-Gemeinden dargestellt. Dabei stellt Klassen mehrere Gemeinden aus verschiedenen Richtungen der Russlanddeutschen vor. Denn wer meint, Russlanddeutsche Christen wären eine homogene Gruppe, wird beim Studieren schnell eines Besseren belehrt. Die nähere Beobachtung dieser Bewegung macht schnell klar, dass die Entwicklung nach der Ausreise in die alte Heimat sehr unterschiedlich verlaufen ist.
Klassen hat viele Jahrzehnte unter Russlanddeutschen verschiedener Schattierungen gearbeitet, viele Gespräche geführt und daraus Schlussfolgerungen gezogen. Auf fast 60 Seiten versucht er Antworten auf die sehr relevante Frage der Mission und die Zukunft der Russlanddeutschen zu geben. Er zeigt dabei die besondere Frömmigkeit vieler russlanddeutscher Gemeinden auf und stellt fest, dass in vielen Gemeinden die Ethik ein deutlich höheres Gewicht als die Theologie hat. Dies ist auch ein wesentlicher Kritikpunkt Klassens. Eine Einengung der christlichen Freiheit durch, nach seiner Ansicht, kulturell bedingte Regeln.
Gleichzeitig bescheinigt er den Christen aus diesen Gemeinden eine große Bindung an die Bibel. Historisch-kritische und liberale Theologie hätten bisher in den meisten Gemeinden keinen Eingang gefunden.
Zum Schluss äußert Klassen die Hoffnung, dass sich die Aussiedler-Gemeinden im „Heimatland“ integrieren werden, um missionarisch auch unter den Einheimischen relevant zu werden.
Man mag zu den Schlussfolgerungen unterschiedlich stehen. Unumstritten ist, dass dieses Buch einen Meilenstein darstellt.
Klassens Werk stellt einen lange erwarteten und unverzichtbaren Beitrag zur Aussiedlerfrömmigkeit dar. Evangelikale Aussiedler können sich nun kritisch mit ihrer eigenen Geschichte auseinandersetzen, einheimische Evangelikale lernen eine für sie bisher eher unbekannte Welt kennen. Dr. Friedhelm Jung
Sehr interessant ist vor allem für Russlanddeutsche der Anhang mit einer Fülle von Belegen, Beispielen, Untersuchungen und Tabellen. Ein Personen-, Sach– und Ortsregister hilft bei der Suche nach bestimmten Stellen und ein detailliertes Inhaltsverzeichnis gibt einen schönen Überblick über den Inhalt. Meine Heimatgemeinde konnte ich in Auflistungen auch finden.
Leider ist das Buch mit einem Preis von 34,80 EUR nicht gerade billig. Ich hoffe trotzdem, dass viele russlanddeutsche und einheimische Christen das nötige Geld für dieses so wesentliche Werk über die Aussiedler-Gemeinden ausgeben. Es gibt keine vergleichbare Untersuchung dieser wachsenden evangelikalen Bewegung. |
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