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| Bewertungen zu diesem Artikel: |
| Autor: Dirk M. |
Bewertung:  |
Datum: 05.02.2012 |
Ein hilfreiches Büchlein zum Thema Auslegungspredigt. Ich denke jedoch nicht, dass die geistliche Hungersnot durch einen generellen Aufruf (Rückbesinnung) zurück zur traditionellen reformatorischen Sichtweise zum Thema Predigt gestillt werden kann!
Warum?
„ … ‚In der ganzen Bibel haben Menschen gepredigt. Selbstverständlich ist die Predigt biblisch!‘ Gewiss liest man in der Heiligen Schrift von Männern und Frauen, die gepredigt haben. Trotzdem besteht ein himmelsweiter Unterschied zwischen einer vom Geist Gottes inspirierten Predigt oder Lehre, wie wir es in der Bibel finden, und modernen Predigten. Dieser Unterschied wird augenscheinlich immer übersehen, da wir unwissentlich so geprägt wurden, dass wir unsere heutigen christlichen Praktiken in die Schrift hineinlesen. So befürworten wir irrtümlicherweise die (Kanzel-) Predigt, im Glauben, sie sei biblisch. Lassen Sie uns diesen Punkt nun ein wenig erläutern. Die christliche Predigt unserer Zeit zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
Sie wird regelmäßig gehalten – treu von der Kanzel herab und mindestens einmal pro Woche.
Sie wird von der gleichen Person gehalten – gewöhnlich ist das der Pastor oder ein ordinierter Gastredner.
Sie ist an eine passive Zuhörerschaft gerichtet – und ist im Wesentlichen ein Monolog.
Die Ausdrucksweise ist gepflegt – und der Vortrag besonders strukturiert. Typischerweise ist die Predigt in Einleitung, Hauptteil (mit drei bis fünf Punkten) und Schlussfolgerung unterteilt.
Man vergleiche dies mit der Art zu predigen, die wir in der Bibel finden: Im Alten Testament haben Männer Gottes gepredigt und gelehrt, aber anders als heute. Die Merkmale alttestamentlichen Predigens und Lehrens sind:
Aktive Teilnahme und Unterbrechungen seitens der Zuhörer waren üblich.
Die Propheten und Priester sprachen aus dem Stegreif und aus einer augenblicklichen Last heraus, und nicht anhand eines fertigen Skripts.
Es gibt keine Anzeichen dafür, dass die Propheten des Alten Testaments regelmäßig zum Volk Gottes gesprochen hätten. Stattdessen zeichnete sich das Predigen im AT dadurch aus, dass es sporadisch, flexibel und offen für die aktive Teilnahme der Zuhörer war. Auch in den Synagogen wurde auf ähnliche Weise gepredigt.
Kommen wir nun zum Neuen Testament. Jesus hat nie regelmäßig zu den gleichen Menschen gepredigt. Seine Predigten und lehren waren vielfältig und an eine ganze Reihe unterschiedlicher Zuhörer gerichtet. (Natürlich war seine Lehre hauptsächlich auf seine Jünger ausgerichtet. Trotzdem waren seine Botschaften an sie im Wesentlichen spontan und informell).
Nach dem gleichen Muster waren auch die in der Apostelgeschichte erwähnten Predigten aufgebaut:
Sie wurden sporadisch gehalten.
Sie wurden zu bestimmten Gelegenheiten gehalten bzw. um auf spezielle Probleme einzugehen.
Sie waren aus dem Stegreif und rhetorisch nicht strukturiert.
Meist waren es eher Dialoge (einschließlich Feedback und Unterbrechungen der Zuhörer) als Monologe (einseitiger Diskurs).
Gleichermaßen geht auch aus den Briefen des Neuen Testaments hervor, dass der Dienst der Verkündigung des Wortes Gottes in den regelmäßigen Versammlungen von der gesamten Gemeinde ausging. Aus Römer 12,6-8; 15,14; 1Korinther 14,26 und Kolosser 3,16 wird deutlich, dass dieser Dienst immer Lehre, Ermahnung, Prophetie, Gesang und Zurechtweisung beinhaltete. Diese „Priesterschaft aller Gläubigen“ geschah im Dialog (vgl. 1Kor14,30). Auch Ermahnungen der örtlichen Ältesten waren normalerweise aus dem Stegreif.
Mit einem Wort: Predigten, wie sie heute den Christen zur Konsumierung dargeboten werden, sind dem Alten und dem Neuen Testament fremd. Nichts deutet darauf hin, dass sie in den Treffen der ersten Christen vorkamen.
(Frank Viola und George Barna/Heidnisches Christentum? Über die Hintergründe mancher unserer vermeintlich biblischen Gemeindetraditionen/Seite 124-126)
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| Autor: Simon S. |
Bewertung:  |
Datum: 20.10.2008 |
Ich möchte mich gern Hans Rohde anschließen, und sogar noch weitergehen: Dieses Buch sollte auch jeder Hörer gelesen haben. S. Lawson macht deutlich, welch hohen Stellenwert biblische Verkündigung im Leben der Gemeinde und jedes Christen haben sollte. Er macht dem Leser unglaublichen Hunger nach fester geistlicher Speise.
Das Buch hat mir klar vor Augen geführt, mit was für "flacher" Verkündigung ich mich bisher zufrieden gegeben habe.
Die enthaltenen Themen sind: Der Vorrang biblischer Predigt, Die Kraft biblischer Predigt, Das Muster biblischer Predigt und die Leidenschaft biblischer Predigt.
"Die Kanzel ist der Thron des Wortes Gottes." Martin Luther |
| Autor: Hans R. |
Bewertung:  |
Datum: 17.05.2008 |
...dieses Buch müßte eigentlich jeder gelesen haben, der "vorne" steht (verkündigt).
Ich kann bestätigen, dass der geistliche Hunger im großen Stil besteht, - aber leider merkt das kaum jemand. |
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